Blog

Baobab

Baobab

Baobab: Das Beste vom Affenbrotbaum

Viele Mythen umgeben den größten Baum der afrikanischen Savanne: Baobab, den wir auch als Affenbrotbaum kennen. Und nicht ohne Grund wird dieser Gigant auch als „Baum des Lebens“ bezeichnet und als echtes Superfood gehandelt.

Der in Afrika beheimatete Baobab-Baum, dessen Äste bis zu 30 Meter in die Höhe wachsen, gehört zu den größten Bäumen auf unserem Planeten und kann bis zu 2.000 Jahre alt werden. Der Name Baobab wurde aus dem Arabischen „bu hibab“ abgeleitet, was so viel bedeutet wie „Frucht mit vielen Samen“. Sowohl die Rinde, die Blätter als auch die Frucht mit den Samen des Baumes werden verarbeitet. Unzählige Mythen und Märchen ranken sich um den sogenannten „Baum des Lebens“. So nutzen Afrikaner seit Jahrhunderten fast alle Teile des Affenbrotbaumes zur Herstellung von Medizin, die unter anderem bei Malaria, Fieber, Zahnschmerzen sowie Beschwerden des Magen-Darm-Traktes helfen soll. Berichten zu Folge soll es rund um einen Baobab-Baum sogar weniger Krankheiten und Epidemien geben.

Was steckt drin?

Insbesondere die eierförmige Baobab-Frucht wird viel genutzt. Sie ist außerordentlich nahrhaft und etwa so groß wie eine Kokosnuss. Die Frucht besitzt durch den hohen Vitamin-C-Gehalt eine säuerliche Geschmacksnote. In der braunen, harten Schote befinden sich helle, sehnige Fasern mit einem hellbeigen bis weißen und harten Fruchtfleisch, in dem sich die ölreichen, braunen Samen verstecken. Die nach unten hängenden Früchte trocknen direkt am Baum und werden daher schon getrocknet geerntet. So kann man sich bei der Pulverherstellung einen Arbeitsschritt sparen. Dabei werden die Schoten aufgebrochen, Samen und Schale entfernt und das Fruchtfleisch gemahlen. Die Samen werden ebenfalls zu Pulver verarbeitet oder das Öl ausgepresst.

Die Afrikaner verwenden darüber hinaus die Blätter als Gemüse und Gewürz. Bei uns wird im Reformhaus, Bio-Laden oder Online-Handel hauptsächlich das gemahlene Fruchtfleisch als Pulver angeboten. Die Früchte sind echte Superfoods und reich an Polyphenolen, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ, entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Der Gehalt an Antioxidantien soll sogar höher als der von Acai- oder Goji-Beeren sein. Zudem enthält Baobab einen hohen Vitamin-C-Gehalt sowie die Mineralstoffe Kalzium und Eisen. Und das Beste: Baobab macht satt. Durch die enthaltenen Ballaststoffe hat man weniger Hungergefühl und eine längere Sättigung bei wenig Kalorien. Darüber hinaus wirkt der hohe Ballaststoffgehalt präbiotisch und somit verdauungsfördernd sowie gegen Darmbeschwerden.

Baobab in der Küche

In Pulverform lässt sich das Baobab-Fruchtfleisch sehr vielfältig in den täglichen Speiseplan integrieren. Mit seinem fruchtig-herben und süß-säuerlichen Geschmack verleiht es Wasser oder Fruchtsäften den letzten Pfiff. Es kann aber auch in den Smoothie, Joghurt, Dessert oder Fruchtaufstrich sowie in eine Suppe oder ein Dressing eingerührt werden. Der hohe Pektin-Gehalt der Frucht eignet sich zudem besonders gut als natürliches Verdickungs- und Bindemittel. So kann in Anteilen das Baobabpulver auch für Kuchen- und Gebäckteig verwendet werden und den Ballaststoffgehalt erhöhen.

FARBENFROHER PROZESS: Etwa so groß wie eine Kokosnuss, verändert die Frucht des Affenbrotbaums ihre Farbe während der Reifezeit von grünlich bis hin zu gelb oder graubraun.

 

Iris Lange-Fricke

Beitrag entnommen aus: VF 06-15