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Blutdruckmessgerät shutterstock

Bluthochdruck natürlich senken

Mit rund 40 Prozent sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Abstand die häufigste Todesursache in Deutschland. Den Fortschritten bei der medikamentösen und interventionellen Therapie stehen Risikofaktoren wie eine unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel und Stress gegenüber. Denn statt sich allein auf die Pharmazie zu verlassen, sollten Betroffene ihren Lebenswandel überdenken und ihr Problem selbst in Angriff nehmen.

Es gibt Trends, die verschwinden genauso schnell vom Markt, wie sie gekommen sind. Und dann gibt es wiederum welche, die sich fest etablieren, wie z.B. die vegane Ernährung oder Superfoods. Letztere sind aktuell durch die CORONA-Studie, die u.a. die Wirkung von Superfoods auf den Bluthochdruck untersucht, in aller Munde. Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, gehört zu den größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit und bezeichnet eine Gefäßerkrankung, bei der der Druck, den das Blut bei jedem Herzschlag auf die Gefäße ausübt, zu hoch ist.

Damit steigt das Risiko für einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder andere Gefäßerkrankungen. Das Tückische ist, dass Bluthochdruck oft lange unentdeckt bleibt. Er ist unsichtbar und tut nicht weh. Oft wird er erst spürbar, wenn er die absolute Gefahrenzone erreicht. Dann sind Herz, Nieren, Augen und Gehirn in Gefahr. Aufgrund dessen werden Patienten, bei denen ein erhöhter Blutdruck diagnostiziert wird, relativ schnell Medikamente verschrieben. Nicht selten haben solche Medikamente allerdings unangenehme Nebenwirkungen.

Superfoods wirken sich positiv aus

Eine fachliche Definition für den Begriff Superfoods gibt es nicht. Allgemein werden unter dem Begriff Superfoods Lebensmittel zusammengefasst, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil an gesunden Nährstoffen haben und sich – auch schon bei kleinen Mengen – positiv auf die Gesundheit auswirken. Zu ihnen zählen z.B. Chiasamen, Weizen- oder Gerstengras, Aronia- oder Gojibeeren, Kokosöl, dunkle Schokolade oder grüne Smoothies. In der dreijährigen CORONA-Studie des Emanuel-Krankenhauses in Berlin werden u.a. die Auswirkungen einer gesunden Ernährung mit vielen Superfoods auf den Bluthochdruck untersucht. Den Studienteilnehmern werden neben einer ausgewogenen Ernährung folgende Superfoods empfohlen: Walnüsse, Mandeln, Lein- und Olivenöl, Rote Bete- oder Roter Trauben-Saft, dunkle Schokolade, Hibiskus- oder grüner Tee. Bei diesen Lebensmitteln gibt es keinen gemeinsamen Inhaltsstoff, der sich auf den Bluthochdruck auswirkt, sondern jeder hat seinen eigenen.

Beim Rote Bete-Saft erfolgt die Senkung z.B. aufgrund des enthaltenen Nitrats, das nach neuesten Untersuchungen die Gefäße elastischer hält und sich somit positiv auf den Blutdruck auswirkt. Walnüsse oder Leinöl haben einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen in den Gefäßen reduzieren, und können so eine Verbesserung des Blutdrucks erreichen. Die Wissenschaftler der CORONA-Studie empfehlen eine Kombination aus verschiedenen Superfoods und diese sollten regelmäßig über einen längeren Zeitraum in den Tagesplan eingebaut werden: zum Beispiel morgens eine Tasse grünen Tee, mittags Salat mit 1-2 EL Olivenöl angemacht und abends ein Glas Rote Bete-Saft. Gleichzeitig raten die Experten, generell mehr Bewegung und Entspannung in den Alltag zu integrieren und den Alltagsstress zu reduzieren. Erste Ergebnisse zeigen, dass Patienten ihre Blutdruckmedikamente absetzen konnten und sich ihr Blutdruck dank der Superfoods normalisiert hat.

Monique Proske

Monique Proske

Expertin: Unsere Autorin Monique Proske arbeitet als Ernährungs- und Logi-Beraterin sowie Nordic Walking- und Personal-Trainerin. Sie hat Haushalts- und Ernährungswissenschaften studiert und zudem Aus- und Weiterbildungen im Bereich Sport absolviert.

 

 

Entnommen aus: VF 2-15