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Carob Gesunde Alternative

Carob: Gesunde Alternative

Das Pulver aus den getrockneten Früchten des Johannisbrotbaums ist gesund und enthält zahlreiche Nährstoffe. Und das Beste: Carob ist sogar eine kalorienarme Alternative zu Schokolade.

Carob zählt zu den Hülsenfrüchten, ist lang und braun und sie stammt von dem ganzjährig grünen Johannisbrotbaum: Die Carob-Schote. Und sie hat sogar einen biblischen Hintergrund. Denn der Johannisbrotbaum, eine der ältesten Kulturpflanzen im Orient und im östlichen Mittelmeergebiet, wird bereits in der Bibel erwähnt. So soll sich Johannes der Täufer in der Wüste von Heuschrecken und den honigsüßen Schoten des Johannisbrots ernährt haben. Diese Schoten wurden von den Arabern „Kharub“ genannt, so soll der heutige Name der Schoten – Carob – entstanden sein. In den langen Schoten, die sich aus den Blüten des Johannisbrotbaumes entwickeln, befindet sich ein weiches Fruchtfleisch. Dieser Inhalt wird in den Ursprungsländern gerne frisch oder getrocknet gegessen. Außerdem wird daraus Saft oder Sirup hergestellt. Aus den Kernen wird das Johannisbrotkernmehl gewonnen.

Um Carobpulver zu erhalten, werden die gereinigten reifen Schoten aufgebrochen, Stiele und Kerne entfernt und das Fruchtfleisch getrocknet. Anschließend wird es geröstet und gemahlen. Bei trockner und dunkler Lagerung hält sich das Carob-Pulver mehrere Jahre. Das Pulver besitzt einen süßlichen, fruchtigen und karamellähnlichen Geschmack, der dem des Kakaos ähnelt, nur ohne bittere Note. Carob schmeckt in Getränken, Gebäck und anderen Süßspeisen. Zu kaufen gibt es Carob-Pulver und andere Produkte des Johannisbrotbaumes, wie Carob-Raspel oder Johannisbrotkernmehl, im Reformhaus und im Bio-Laden. Auch in vielen Produkten wie Brotaufstrichen, Müsliriegeln oder Gebäck wird Carob verwendet, was ein Blick auf die Zutatenliste verrät.

Was steckt drin?

Carob-Pulver ist gluten- und laktosefrei. Es besteht aus Kohlenhydraten wie Stärke und natürlichem Zucker, Eiweiß und Ballaststoffen. 100 g Carob enthalten etwa 255 kcal. Besonders der Fettgehalt ist sehr niedrig, weshalb Carob eine kalorienarme Kakaoalternative ist. Darüber hinaus sind in Carob ß-Carotine, Kalzium und Eisen enthalten. Durch den hohen Ballaststoffgehalt regt Carob die Verdauung an. So empfehlen Naturheilkundler Carob-Pulver bei Durchfall oder Verstopfung, da es eine regulierende Wirkung hat. Aufputschendes Coffein, Teein und Theobromin ist nicht enthalten. Das macht Carob zu einem idealen Kinderprodukt und es ist zudem besonders gut für Allergiker geeignet.

Carob in der Küche

Überall wo Kakao verwendet wird, ist Carob eine gute Alternative. So bekommen Kuchen, Gebäck, Backwaren, Müs li riegel, Eis und Desserts eine karamellige Note mit einer natürlichen Süße. Denn Carob ist von Natur aus süß und muss nicht wie bei Kakao noch gezuckert werden. So werden Pudding, Cremes und Co. malzigsüß mit weniger Kalorien. Carob kann man für kalte und warme Getränke verwenden. So schmeckt zum Beispiel die Milch oder Mandelmilch lecker mit 1-2 EL Carob auf 200 ml. Und ein Fruchtmix mit frischen Beeren, 2 EL Carobpulver und Sojadrink ist lecker und gesund. Oder man kombiniert Carob in Keksen oder Pudding mit Nüssen, Mohn, Sesam, Trockenobst, Vanille, Zimt oder Orangenschale. Mit dem Johannisbrot kernmehl können kalte und warme Flüssigkeiten zu Cremes oder Sau cen angedickt werden.

Iris Lange-Fricke

Beitrag entnommen aus: VF 2-15

 

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