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Chinakohl: Gesunder Star aus Fernost

Chinakohl: Gesunder Star aus Fernost

Der exotische Feinripp-Kohl aus Fernost ist besonders im Winter beliebt und ein echtes Allroundtalent auf dem Teller. Neben seinen geschmacklichen Vorteilen besitzt der Chinakohl auch jede Menge gesundheitliche Vorzüge.

Wie schon der Name erahnen lässt, stammt Chinakohl aus China. Dort ist der krause Kohlkopf schon seit dem 5. Jahrhundert bekannt und beliebt. Später gelangte der von den Chinesen gerne als „weißes Gemüse“ bezeichnete Küchenstar nach Korea und Japan. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er auch in Europa gegessen. Chinakohl ist verwandt mit anderen Kohlsorten und eine Kreuzung aus der Speiserübe und dem Senfkohl, bekannt auch als Pakchoi. Erkennen kann man ihn an seiner typischen länglich-ovalen Form mit einem Durchmesser von etwa 20 Zentimetern. Auch die gekrausten, feingerippten Blätter, die am oberen Ende hell bis dunkelgrün sind und sich nach unten hin immer heller bis weiß färben, sind sein Kennzeichen. Er schmeckt zart, frisch und mild. Chinakohl wird ganzjährig im Handel angeboten, dabei kommt er aus dem Ausland und Gewächshausanbau. Von September bis Februar kann er überwiegend aus dem heimischen Freilandanbau gekauft werden.

Kohl mit wenig Kalorien

Der milde Kohl ist ein kalorienarmes Wintergemüsemit vielen Vitalstoffen. Mit gerade mal 12 Kalorien pro 100 Gramm ist er ein echter Schlankmacher. Dazu ist er besonders reich an Vitamin C, welches für unsere Abwehrkräfte und das Immunsystem wichtig ist. Darüber hinaus sind Kalium, Kalziumund Folsäure sowie hochwertige Aminosäuren und Senfgly-koside enthalten. Andere Kohlarten sind zwar auch sehr nährstoffreich, doch weniger gut verträglich. Chinakohl ist hingegen eine besonders bekömmliche Alternative für Menschen, die zu Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden tendieren.

 
Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass die Blätter noch knackig sind und keine braunen Flecken aufweisen. Frischer Chinakohl fühlt sich fest und nicht labbrig an. Der zarte Kohl lässt sich nicht so lange lagern wie Weiß- oder Rotkohl. In Frischhaltefolie eingepackt, bleibt er im Gemüsefach vier bis fünf Tage frisch. Wird er kurz blanchiert, kann er im Tiefkühlfach etwa vier bis fünf Monate aufbewahrt werden.

Chinakohl in der Küche

Als Vorbereitung werden die äußeren Blätter entfernt, halbiert und der Strunk keilförmig herausgeschnitten. Dann können die Blätter in Streifen oder Stücke geschnitten werden. Alternativ können sie aber auch rundherum auseinander geteilt werden – zum Beispiel wenn man die ganzen Blätter als Rouladen verwenden möchte. Ein Vorteil des Chinakohls ist, dass durch ihn wenige Küchenabfälle entstehen, da die zarten Blattrippen mit verarbeitet werden können.

Der Kohl ist ein echtes Speed-Gemüse und in zirka 5 bis 10 Minuten gar. Klein geschnitten kann er gebraten, gedünstet, gedämpft oder pfannengerührt werden. Es empfiehlt sich, erst die dicken Rippen und dann die feinen Blätter zu dünsten. Wird er als Roulade gefüllt, beträgt die Garzeit – je nach Füllung – zirka 15 bis 20 Minuten. Chinakohl eignet sich besonders gut als Gemüse in Suppen, Wok-Gerichten und Salaten. Durch sein mildes Aroma passt er gleichermaßen zu pikanten wie auch zu süßen Zubereitungen. Er harmoniert deftig mit Linsen und Pilzen, süß mit Zitrusfrüchten, als Salat mit einem Ingwerdressing oder im Wok mit Kokosmilch und Chilischoten. Auch Ingwer, Kapern, Avocado und Nüsse passen zu dem milden Chinakohlgeschmack.
 
Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 01-16