Blog

Fasten ohne Verzicht - Rohkost-Fasten

Fasten ohne Verzicht – Rohkost-Fasten

Haben Sie schon einmal über das Fasten nachgedacht, bislang aber weder Mut noch Muße gehabt, es wirklich einmal anzugehen? Vielleicht ist dann das Rohkost-Fasten genau das Richtige für Sie. Denn hungern müssen Sie dabei nicht.

Ich fühle mich wie frisch verliebt“, sprudelt es aus Anna heraus. Ihr Glücksrezept: Seit fünf Tagen ist sie Teilnehmerin einer Fastenkur und nimmt täglich ausschließlich Rohkost zu sich – in Form von Obst, Salat, Gemüse und Nüssen. Trotzdem fühlt sie sich nicht hungrig, sondern einfach nur gut. Das Geheimnis dieser tiefen Zufriedenheit in Körper, Geist und Seele Das Rohkostfasten entschlackt und entgiftet den Körper auf sanfte Weise. Das Körpergewebe wird gründlich, aber schonend gereinigt, Vitalstoffmängel werden beseitigt und das Immunsystem sowie Selbstheilungsprozesse durch einen hohen Anteil an organischen Mineral- und wertvollen Ballaststoffen, Vitaminen, Spurenelementen und Enzymen aktiviert. Anna fühlt sich frei und doch geerdet, wirkt fröhlich und gelöst. Und das Beste daran: Sie muss nicht hungern.

„Hausputz“ des Körpers

Eine Auszeit vom Alltag zu nehmen oder sich in einem Leben voller Überfluss wieder auf das Wesentliche zu besinnen sind oftmals Anlässe, um zu fasten. Auch Anna hatte dieses Gefühl, sehnte sich nach wohltuendem Stillstand und inspirierendem Neubeginn. Aber eine ganze Woche ohne feste Nahrung, wie es zum Beispiel bei der Methode nach Dr. Otto Buchinger praktiziert wird, konnte sie sich nicht vorstellen. Eine Reise vom Zuviel ins Nichts – das ist einfach nicht ihr Ding. Anders als beim herkömmlichen Fasten muss die 34-Jährige beim Rohkost-Fasten auf Genuss nicht verzichten. Im Gegenteil: Hier kann sie sich auf eine reiche Auswahl an köstlichem Obst und knackigem Gemüse freuen, die ihr als Rohkost verzehrt noch alle lebensnotwendigen und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe ohne Verluste zuführen. Denn jede Hitzebehandlung – egal ob Kochen, Braten, Backen oder Frittieren – mindert den physiologischen Wert unserer Nahrung: So gehen beispielsweise beim Kochen über 85 Prozent der Nährstoffe von Lebensmitteln verloren.

Mittels Rohkost aber kann der Körper sein Reservoir an essenziellen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen, Enzymen und Spurenelementen auffüllen – und gleichzeitig damit beginnen, sich auf sanfte Art und Weise zu reinigen. Zu diesem Reinigungsprozess gehört aber auch: kein Alkohol und keine Zigaretten. Und auch auf ihre morgendliche Tasse Kaffee muss Anna verzichten. Am ersten Tag noch undenkbar, fällt ihr dieser Verzicht mit zunehmender Dauer der Kur immer leichter. Schon nach drei Tagen fehlt ihr das dunkle Gebräu nicht mehr. Im Gegenteil. Sie ist überrascht, wie groß die Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln ist, die roh verzehrt lecker schmecken.

Große Auswahl an Lebensmitteln

Die Grundlage ihres Speiseplans bilden frisches reifes Obst, Trockenobst, frische Grünblattsalate und Gemüse der Jahreszeit – am besten aus wenig belastetem, kontrolliert biologischem Anbau. Auch grobe Kohlarten wie Wirsing-, Weiß-, Rot-, Grün- und Rosenkohl lassen sich zu wohlschmeckender Rohkost anrichten. Des Weiteren empfehlen sich Möhren, Sellerie, Rote Beete, Äpfel, Sprossen und Keimlinge, Samen, Nüsse, Mandeln, Avocados und in Maßen frisches Sauerkraut und Oliven. Das Gute: Rohkost wirkt einerseits appetitanregend, auf der anderen Seite zeigt sie Heißhungerattacken die rote Karte. Und das wiederum ist gut für die Figur. Dazu fällt die Leistungskurve nach dem Genuss von Rohkost in der Regel nicht so stark ab, Ermüdungserscheinungen vom Essen sind die Seltenheit. Distanziert von Verpflichtungen sowie Alltags- und Medienstress fühlt auch Anna sich schon nach wenigen Tagen fitter und aktiver. Zudem tragen Entspannung, Erholung, Schlaf und ausreichend Bewegung an der frischen Luft zu ihrem Wohlfühl-Effekt bei.

Nach sieben Tagen geht Annas Fastenkur zu Ende. Sie strahlt, ist einige Pfunde leichter, ihr Hautbild scheint schöner. Sie genießt es, Gerüche und Geschmäcker viel intensiver wahrzunehmen, als es noch vor dieser Kur der Fall war. Sie hat ein völlig neues Körpergefühl, spürt wieder einen natürlichen Rhythmus zwischen Aktivität und Entspannung, zwischen Verdauen und Essen. Anna ist sich sicher: Rohkost wird ihren Ernährungsplan auch in den nächsten Tagen bestimmen. Und geht es nach ihrem aktuellen Glücksgefühl, sicher auch noch lange darüber hinaus.
Was Rohkost bewirken kann:

  • Verbesserung von Wohlbefinden, Fitness und Gesundheit
  • Stärkung des Immunsystems
  • Entlastung der Verdauungsorgane
  • Abnehmen, ohne zu hungern
  • Schutz vor ernährungsabhängigen Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes u. v. m.
  • Heißhunger, Überessen und Völlegefühl verschwinden
  • Rohkost stillt den Durst und fördert die Wasserausscheidung
  • Die Kaumuskulatur wird trainiert und die Nahrung besser eingespeichelt
  • Die Enzyme in der Rohkost helfen bei der Verdauungsarbeit

Laura Kathrein Müller

Beitrag entnommen aus: VF 02-14