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Gesunde Darmfunktion

Er ist bis zu acht Meter lang und filtert Tag für Tag alle für uns verwertbaren Nährstoffe aus der Nahrung heraus: Besonders eine ungesunde Ernährung kann unserem Darm jedoch mächtig zu schaffen machen.

Unser Darm leistet Schwerstarbeit:

Im Laufe unseres Lebens passieren ca. 80 Tonnen Lebensmittel und Flüssigkeiten den Verdauungstrakt. Der wichtigste Teil des Verdauungstraktes ist der Darm, der in Dick- und Dünndarm unterteilt wird. Der Hauptverdauungsteil findet im Dünndarm statt, wo die Nährstoffe in ihre Einzelbausteine gespalten und durch die Blut- oder Lymphbahnen zu den Zellen transportiert werden.

Aufgaben des Darms

Die Aufgaben des Darms, der eine Oberfläche von ca. 400 m² hat, sind vielfältig. Einerseits ist er für die Verdauung verantwortlich, andererseits reguliert er den Wasserhaushalt und sorgt für die Produktion von Hormonen, Enzymen und Botenstoffen. Im Dickdarm befindet sich die Gesamtheit der Mikroorganismen, die sogenannte Darmflora. Etwa 70 Prozent der Abwehrzellen eines Menschen sitzen in der Darmschleimhaut. Die Darmflora besteht aus ca. 100

Billionen nützlicher Mikroorganismen. Nach aktuellen Untersuchungen können die Darmmikroben das Risiko, an Diabetes oder Krebs zu erkranken, vermindern und es gibt Hinweise darauf, dass sie auch die Psyche beeinflussen.

Pflege für den Darm

Der Darm ist das wichtigste Verdauungsorgan. Die von uns aufgenommene Nahrung kann dabei bis zu 160 Stunden, also 6 ½ Tage, im Darm verweilen. Bei dieser langen Dauer sollten wir besonders auf unsere Ernährung achten. Erfahrungsgemäß essen wir aber zuwenig Obst und Gemüse und nehmen zu viele tierische Lebensmittel, Fett, Zucker und Weißmehl zu uns. Diese Ernährung kann zu schweren Darmproblemen führen. Eine Ernährungsumstellung auf mehr pflanzliche Kost mit einem hohen Ballaststoffanteil kann schnell zu einer Verbesserung der Probleme führen.

Mein Tipp: Bauen Sie täglich mehr frisches Obst, Gemüse und Kräuter, sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte in Ihre Ernährung ein. Steigern Sie langsam und allmählich Ihren Ballaststoffanteil in der Nahrung, da der Darm sich erst einmal an die erhöhte Zufuhr gewöhnen muss. Um die Darmflora zu stärken, empfehle ich Ihnen, täglich angesäuerte Milchprodukte wie Joghurt, Kefir oder Buttermilch sowie angesäuertes Gemüse oder Gemüsesäfte zu sich zu nehmen. Denn angesäuerte Lebensmittel helfen, schlechte Mikroorganismen und deren Abbauprodukte unschädlich zu machen. Unterstützen kann man das Ganze auch durch probiotische Produkte, die Darmbakterien enthalten. Hier können Sie sich im Reformhaus oder in der Apotheke beraten lassen.

Natürliche Hilfe: Das beste All-Heilmittel für den Darm habe ich schon in meiner Kindheit zu trinken bekommen: Anis-Kümmel-Fenchel-Tee. Die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken bei Darmkrämpfen krampflösend.

Expertin

Monique ProskeUnsere Autorin Monique Proske arbeitet als Ernährungs- und Logi-Beraterin sowie Nordic Walking- und Personal-Trainerin. Sie hat Haushalts- und Ernährungswissenschaften studiert und zudem Aus- und Weiterbildungen im Bereich Sport absolviert.

 

 

Entnommen aus: VF 6-14