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Himbeeren: Frische Früchtchen

Egal ob pur, im Kuchen oder im Salat: Himbeeren haben neben ihrem süßlichen Aroma auch viele Vitalstoffe zu bieten.

Umgangssprachlich zählen die Himbeeren zu den Beeren, jedoch ist die Obstsorte eine Sammelsteinfrucht. Das erkennt man an den kleinen, dicht beieinander liegenden runden Mini-Früchtchen. Als Sorten gibt es die Sommer- und die Winterhimbeere. Somit haben heimische Himbeeren von Juni bis Oktober Saison. Farblich gibt es nicht nur rote Beeren, sondern auch schwarze und gelbliche Züchtungen.

Wer im Wald oder am Wegesrand die leuchtend roten Früchte ernten möchte, muss sich an Dornen und duftenden Blüten vorbei zwängen. Das ist kein Zufall, denn der Himbeerstrauch ist botanisch mit der Rose verwandt. Ursprünglich aus Nordasien und Nordamerika stammend, können die Beeren heute auch bei uns in Deutschland geerntet werden.

INHALTSSTOFFE UND GESUNDHEIT

Schon im Altertum war die Himbeere als Heilmittel bekannt. In der Powerfrucht stecken viele wichtige Inhaltsstoffe, dadurch wird sie auch als heimisches Superfood gehandelt. Das reichlich vorhandene Vitamin C sorgt für ein starkes Immunsystem, Vitamin A ist wichtig für die Sehkraft und das enthaltene Biotin verleiht den Haaren Glanz. Dank nur 34 Kalorien pro 100 Gramm sind die kleinen Früchte ideale Figurschmeichler und können für leichte Obsttage eingesetzt werden. Außerdem sind Himbeeren reich an Vitamin B1 und B2. Diese Vitamine sorgen für starke Nerven sowie Muskeln und sind für den Energiestoffwechsel notwendig. Die enthaltenen Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen wirken basisch. Kalium wirkt blutdrucksenkend und beruhigend, das Kalzium fördert die Fettverbrennung und ist wichtig für den Knochenaufbau. Magnesium benötigen unsere Muskeln und das Eisen wirkt blutbildend und ist für den Sauerstofftransport im Blut nötig. Des Weiteren sorgen die reichlich vorhandenen Ballaststoffe für eine gute Sättigung und fördern die Verdauung. Durch die enthaltenen Fruchtsäuren und Gerbstoffe wirken Himbeeren entgiftend. Die reichlich enthaltenen Flavo – noide und Pflanzenfarbstoffe wirken zellschützend.

EINKAUF UND LAGERUNG

Frische Beeren werden meist in Schalen und Körbchen angeboten. So werden sie vor Druck geschützt. Das ist auch gut so, denn die Früchte sind sehr empfindlich und werden schnell matschig. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Himbeeren fest und einwandfrei aussehen. Matschige und schimmlige Exemplare bitte liegen lassen. Nach dem Kauf oder dem Pflücken vom Strauch sollten Himbeeren erst einmal in den Kühlschrank gelegt werden − außer sie werden gleich weggenascht. Gekühlt bleiben sie etwa drei Tage lang frisch.

VORBEREITUNG UND VERWENDUNG

Da die Beeren vom Strauch gepflückt werden, kommen sie mit Erde nicht in Berührung. Deswegen müssen Himbeeren nur kurz mit kaltem Wasser abgebraust und verlesen werden. Abgetropft können sie gleich gegessen oder weiter verarbeitet werden. Himbeerkonfitüre, Vanilleeis mit heißen Himbeeren oder die Himbeertorte sind die Klassiker unter den Himbeer-Zubereitungen. Mit den kleinen Früchten können aber zudem Smoothies, Puddings, Cremes, Joghurtspeisen oder Muffins zubereitet werden. Besonders zu herzhaften Salaten mit Feldsalat, Rucola oder Spinat schmecken frische Himbeeren oder eine Himbeervinaigrette sommerlich aromatisch.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 4-16