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Kokosöl: Das gesunde Plus der Kokosnuss

Es ist eines der natürlichsten Öle, die uns Menschen zur Verfügung stehen – und dank seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften wird Kokosöl auch in der Küche immer beliebter.

Das Öl der tropischen Kokosnuss ist etwas ganz besonderes für unsere tägliche Ernährung. Es besteht zu rund 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Zwei Drittel davon liegen in Form von mittelkettigen Fettsäuren vor, die besonders wichtig für die Ketonbildung im Körper sind. Ketone wiederum können einerseits Energie im Körper herstellen, andererseits wirken sie neuroprotektiv. Das heißt, sie schützen unsere Nervenzellen vor Angreifern wie z.B. Freien Radikalen. Und da mittelkettige Fettsäuren schneller und besser vom Körper verwertbar sind, weil sie direkt in die Blutbahn aufgenommen und zu den Zellen transportiert werden können, empfiehlt man diese bei Menschen mit Fettstoffwechselstörungen oder Bauchspeicheldrüsenproblemen, die mit Enzymmangelzuständen einhergehen.

Gut fürs Gehirn

Die Trockenmasse unseres Gehirns besteht zu ca. 60 Prozent aus Fett und Cholesterin, zu 30 Prozent aus Proteinen und zu 10 Prozent aus Kohlenhydraten. Wie gut unsere Hirnzellen funktionieren ist abhängig vom Fett. Fett ist Baustoff, Isoliermaterial und Signalsubstanz zugleich. Die 60 Prozent Fett sind zu gleichen Anteilen aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren aufgebaut. Die ungesättigten Fettsäuren machen dabei die Zellmembran weicher, reaktionsfreudiger und beweglicher. Die gesättigten Fettsäuren dagegen stabilisieren und sind für die Festigkeit der Zellmembranen verantwortlich.

Unser Hirn braucht somit verschiedene Fette, um Erkrankungen wie Alzheimer oder MS vorzubeugen oder zu behandeln. Zur Vorbeugung werden eher die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren benötigt, die vor allem in fettem Fisch, aber auch in Lein- oder Hanföl in großen Mengen enthalten sind. Sie wirken nachweislich entzündungshemmend und halten die Zellmembranen elastisch, so dass eine schnelle Reizweiterleitung erfolgen kann. Liegen erste Veränderungen des Hirns vor, braucht es Ketone, die z.B. aus Kokosöl in der Leber aufgebaut werden können. Wissenschaftler empfehlen zur Vorbeugung täglich 2-3 EL und mindestens 5 EL wenn bereits Symptome einer degenerativen Hirnerkrankung vorliegen. Zwar kann Kokosöl auch zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels beitragen, es enthält jedoch überwiegend HDL Cholesterin. Diese Form des Cholesterins ist für das Herz nicht nur völlig unschädlich, es verbessert sogar dessen Schutz.

Verwendung in Küche & Kosmetik

In der Küche lässt sich Kokosöl sehr vielfältig verwenden. Zudemist es überdurchschnittlich lange haltbar und extrem hitzebeständig, wodurch es ohne weiteres auch zum Kochen, Backen und Frittieren verwendet werden kann. Da es jedoch nur sehr wenige mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält, sollte es nicht als alleiniges Öl in der Küche eingesetzt werden, sondern durch Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, wie Oliven- oder Rapsöl, ergänzt werden. Die kosmetische Industrie verwendet bereits in zahlreichen Produkten Bestandteile der Kokosnuss. Sie werden sowohl in Seifen, Duschbädern und Haarshampoos, als auch in Hautpflegemitteln wie Hand-, Hautcreme und Körperbutter eingesetzt.

Expertin:Monique Proske Unsere Autorin Monique Proske arbeitet als Ernährungs- und Logi-Beraterin sowie Nordic Walking- und Personal-Trainerin. Sie hat Haushalts- und Ernährungswissenschaften studiert und zudem Aus- und Weiterbildungen im Bereich Sport absolviert.

 

Wussten Sie, dass …

… das Kokosöl bei Raumtemperatur einen festen Aggregatzustand und eine weißliche Farbe hat? In dieser Form wird es als Kokosfett bezeichnet.

Entnommen aus: VF 01-15