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Moringa

Moringa – Baum des Lebens

Seine außergewöhnlich hohe Dichte an Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen ist weltweit einzigartig: Zahlreiche Studien weisen dem Moringabaum und seinen Blättern und Früchten eine gesundheitsförderliche Wirkung nach.

Der Moringabaum, auch als Meerrettichbaum bezeichnet, stammt ursprünglich aus Indien, wo er am Fuße des Himalayagebirges wächst. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Moringabaum über die tropischen und subtropischen Regionen der Erde verbreitet und wird inzwischen in vielen Ländern als Gemüsepflanze angebaut. Dabei hat sich der Baum im Laufe der Jahrhunderte an seine jeweilige Umgebung angepasst, so dass inzwischen 13 Arten von Moringa bekannt sind. Die bekannteste Art ist der Moringa Oleifera.

Der Name Meerrettichbaum ist auf den Geruch der Wurzeln zurückzuführen, die durch den Gehalt an Senfölglykosiden stechend brennend wie Meerrettich riechen. Neben der Wurzel werden auch der Stamm, die Rinde, die Früchte, die Samen und die Blätter von verschiedenen Naturvölkern als Heilmittel verwendet. In der westlichen Welt wird ebenfalls der gesamte Moringabaum zur Herstellung verschiedener Nahrungsergänzungsmittel benutzt.

Inhalts- und Nährstoffe

Produkte mit Moringa Oleifera enthalten eine hohe Nährstoffdichte. Je mehr Teile des Baumes verwendet werden, umso nährtoffreicher ist das Produkt.

Neben 18 von 20 bekannten Aminosäuren enthält Moringa:

  • 2x so viel Proteine wie in Soja
  • 7x so viel Vitamin C wie in Orangen
  • 4x so viel Vitamin A wie in Karotten
  • 4x so viel Kalzium wie in Milch
  • 3x so viel Kalium wie in Bananen
  • große Mengen an natürlichem Chlorophyll
  • einen sehr hohen Anteil an ungesättigten, natürlichen Fettsäuren (Omega 3, 6 und 9)

Vor kurzem wurde zudem auch der wichtige Botenstoff Zeatin in Moringa nachgewiesen – und das in einer Konzentration, die 1000 mal größer ist als bei anderen Pflanzen. Zeatin soll helfen, dass die vom Körper benötigten Nährstoffe auch wirklich da landen, wo sie gebraucht werden.

Besonders nährstoffreich sind die Moringablätter. Sie enthalten eine große Bandbreite an bioaktiven Wirkstoffen, die von unserem Körper aufgrund des harmonischen Verhältnisses besonders gut aufgenommen werden können. Die Blätter des Moringabaumes können roh und frisch als Salat oder gekocht als Gemüse verzehrt werden. Auch Soßen und Suppen lassen sich aus den Blättern herstellen.

Die Wirkung von Moringa

Im Ayurveda sind die vielen gesundheitlichen Vorteile von Moringa seit über 5000 Jahren bekannt. Dort soll der Moringabaum über 300 verschiedene Krankheiten heilen und vorbeugen. Unter anderem werden die Wurzel und die Rinde des Moringabaumes zu einer Paste verarbeitet, die bei Herz-Kreislaufproblemen helfen soll. In Deutschland ist die Wirkung noch nicht so bekannt und verbreitet. Verschiedene Studien zeigen auch eine positive Wirkung auf das Immunsystem, bei Husten und Erkältung sowie eine nervenstärkende und entzündungshemmende Wirkung der Rinde.

Besonders faszinierend ist die Entdeckung eines Forscherteams aus der Schweiz. Sie haben im Moringasamen Stoffe entdeckt, die verunreinigtes Wasser reinigen können. Mittlerweile säubern afrikanische Frauen auf diese Weise kontaminiertes Wasser, so dass sie dieses als Trinkwasser verwenden können.

Monique Proske

Entnommen aus: VF 02-14