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Tahin: Cremiger Küchenstar

Ob auf dem Brot, in Gemüsegerichten oder Dips und Saucen – Tahin ist unglaublich kreativ und vielseitig einsetzbar. Die aus Sesam gewonnen Paste ist zudem reich an wertvollen Inhaltstoffen.

Tahin ist eine Paste aus dem gemahlenen Samen der Sesampflanze, einer der ältesten Ölpflanzen der Welt. Die Paste, die ihren Ursprung in der arabischen, indischen und afrikanischen Küche hat, wird auch Tahini oderTahina genannt. Dort ist auch die Pflanze zu Hause und sehr beliebt. Die Sesampflanze mit ihren ovalen, gerippten Blättern besitzt weiße oder rosa fingerhutähnliche Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich die Samenkapseln mit den kleinen cremeweißen, rötlichbraunen oder schwarzen, fetthaltigen Samen. Tahin wird aus fein vermahlenen, gerösteten geschältem  und  ungeschältem  Sesamsamen hergestellt. Dabei kann man in der Farbe unterscheiden. Das dunkle Sesammus besteht aus ungeschältem und das weiße Tahin aus geschältem Sesam. Das Mus schmeckt aromatisch und nussig-intensiv. Die Herstellung ist ganz einfach und man kann es selber zubereiten. Dazu Sesamsaat in einer Pfanne trocken anrösten und mit etwas Sesamöl pürieren. Durch das Anrösten wird das Aroma verstärkt.

Tahin kann im Asialaden, Reformhaus, Bio-Laden oder im türkischen Supermarkt gekauft werden. Die meisten Sesampasten enthalten keine Emulgatoren. Dadurch kann sich Öl im Glas oben absetzen. Vor dem Gebrauch einfach umrühren und zum Kochen verwenden. Der ölhaltige Musmusskühl und dunkel, z. B. im Kühlschrank, gelagert werden. Dann ist sie einige Wochen oder Monate auch geöffnet haltbar.

Was steckt drin?

Nicht nur geschmacklich und durch die vielfältige Anwendung kann Tahin punkten, auch den gesundheitlichen Aspekt sollte man nicht außer Acht lassen. Sesam und deren Paste ist sehr kalziumreich. Außerdem ist reichlich Magnesium, Eisen, Zink, Folsäure und Selen enthalten. Über diese Kombination aus Mineralstoffen und Vitaminen freut sich das Immunsystem besonders in der kalten Jahreszeit. Studien der japanischen Universität Nagoya bescheinigten Sesam samen  zudem  eine antioxidative Wirkung, denn sie schützen den Körper vor freien Radikalen. Um die Nährstoffe besser aufnehmen zu können, kombinieren Sie dazu etwas Vitamin-C-reiches wie Paprika, Orangen oder Granatäpfel. Besonders die Knochen, Herz und Muskeln profitieren vom Kalzium und Magnesium. Außerdem sind knapp 600 Kalorien und 58 Gramm Fett in den keinen Samen und deren Produkte enthalten.

Tahin in der Küche

In der orientalischen, afrikanischen und asiatischen Küche ist Tahin nicht wegzudenken. Was wären Hummus (Püree mit Kichererbsen), Baba Ghanoush (ein Dip aus gegrillter und pürierter Aubergine) oder Halva (eine arabische Süßigkeit) ohne Tahin und auch Falafel schmeckt nicht ohne eine Joghurt-Sesam-Sauce. Auch in der vegetarischen und veganen Küche ist die cremige Paste äußerst beliebt und wird gerne als Alternative zu Brotaufstrichen, für Saucen, in Suppen als Sahneersatz und zur Verfeinerung von Dips verwendet. Lecker ist Tahin auch im Dressing, vermischt mit  Zitronensaft und Ingwer. Dabei wird das Dressing schön cremig. Wird die Sesampaste mit Wasser und etwas Kräuter püriert, kann daraus eine etwas festere cremige Masse entstehen. Auch für die süße Küche ist Tahin super. Es schmeckt als Brotaufstrich gesüßt mit Agavendicksaft und Kakaopulver, im Obstsalat oder zum Backen.

Rezept zum Ausprobieren:

Sesam-Kichererbsen-Aufstrich

shutterstock_136368722 kleinFür 4 Personen:

  • 200 g Kichererbsen (vorgegart, aus dem Glas)
  • 100 g Tahin (Sesammus)
  • 4 EL Ajvra
  • 1 TL Zitronensaf
  • Meersalz
  • Pfeffer frisch gemahlen
  • 1 Msp. Paprikapulver
  • 1 TL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

  1. Kichererbsen in ein Sieb geben und abspülen.
  2. Kichererbsen, Tahin, Ajvar und Zitronensaft zusammen mit einem Stabmixer pürieren.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.
  4. Mit den Sesamsamen bestreuen.

Zeit: ca. 10 Min. / Pro Portion: ca. 224 kcal, 8 g EW,14 g F, 15 g KH

 

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 01-15