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Vitamin D: Gutes aus der Sonne

Vitamin D: Gutes aus der Sonne

Sonnenlicht und Cholesterin: Mehr braucht der Körper nicht, um Vitamin D zu produzieren. Ein Mangel hat gravierende Folgen für Körper und Gemüt.

Kennen Sie Ihre aktuelle Vitamin-D-Konzentration in Ihrem Blut? Nein? Damit sind Sie nicht alleine. Denn der Vitamin-D-Spiegel wird nur in seltenen Fällen bei einer normalen Blutuntersuchung mit bestimmt. Laut neuesten Erkenntnissen leiden jedoch 80 Prozent der Bevölkerung unter einem Mangel. Und ein solcher Mangel ist ein Risikofaktor für viele Zivilisationskrankheiten. Denn: Vitamin D ist für die Calciumeinlagerung in den Knochen und somit zur Prävention von Osteoporose wichtig. Darüber hinaus zeigen verschiedene Studien, dass ein Vitamin-D-Mangel, der sich in seinen Anfängen durch eine ständige Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche ausdrückt, auch zu Rachitis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Autoimmun-und Stoffwechselerkrankungen führen kann. Diskutiert werden auch Zusammenhänge zwischen einem Vitamin-D-Mangel und Depressionen, Alzheimer und Verschiedenen Krebserkrankungen.

Blutwertermittlung

Bei der Blutwertbestimmung wird nicht das eigentliche Vitamin-D (Calciol) gemessen, sondern die Speicherform, das sogenannte 25-Hydroxy-Vitamin-D. Die Speicherform bleibt, im Gegensatz zum ursprünglichen Vitamin D, drei Wochen im Körper stabil und gibt somit eine gute Einsicht in die aktuelle Versorgung des Körpers während der letzten Monate. In den meisten Fällen wird das 25-Hydroxy-Vitamin-D in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) angegeben. Bei Werten unter 10 ng/ml liegt ein starker Mangel vor. Neue Erkenntnisse zeigen jedoch, dass bereits ein Wert unter 30 ng/ml zu gestörten Funktionen des Körpers führen kann.

Sonne als wichtigster Lieferant

Die Sonne ist der wichtigste Vitamin-D Lieferant. Denn bei Sonnenlicht wird unter der Haut ein chemischer Prozess ausgelöst, der den lebenswichtigen Baustoff erzeugt. Dafür genügt bereits ein relativ kurzer Aufenthalt im Freien. Im Winter ist das in unseren Breitengraden allerdings ein Problem: Dann steht die Sonne tief, sodass die Sonnenstrahlen in einem flachen Winkel einfallen und ihre Wirkung meist nicht entfalten können.

Nur etwa 10 bis 20 Prozent des im Körper gespeicherten Vitamin D stammt aus Lebensmitteln, da es nur sehr wenige gibt, die größere Mengen des Vitamins enthalten. In pflanzlichen Lebensmitteln liegt Vitamin D in D2-Form vor. Hier sind vor allem Pilze (Steinpilze, Champignons oder getrocknete Shiitake), Eier oder Gouda zu empfehlen. Sowohl die D3, als auch die D2-Form kann vom Körper in der Leber verwertet und in 25-Hydroxy-Vitamin-D umgewandelt werden. Die tägliche empfohlene Zufuhr liegt bei Kindern ab 1 Jahr, Erwachsenen und Älteren bei 20µg

Monique Proske

Entnommen aus VF 4-14