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Weizengras

Weizengras: Gesundes Gras

Beim Anblick von Weizengras ahnen wohl nur die Wenigsten, welch nützliche Nährstoffe sich in der unscheinbaren Pflanze verbergen. Wir haben unseren Helden der Küche genauer unter die Lupe genommen und zeigen auch, wie einfach er in den eigenen vierWänden herangezogen werden kann.

Weizen stammt aus der Pflanzenfamilie der Süßgräser und ist nicht nur als Getreidekorn essbar. Ursprünglich stammt Weizen aus dem Vorderen Orient und ging aus einer Kreuzung mehrerer Getreide und Wildgrasarten hervor. Besonders das grüne Gras findet inzwischen viele Anhänger, denn es ist eine Top-Nährstoffquelle. Das machen uns die weidenden Tiere vor, die sich von dem saftig grünen Gras ernähren. Frisches Weizengras gibt es nicht im normalen Supermarkt. Wer auf Frische steht, kann sich das Gras aber ganz einfach innerhalb von zehn Tagen selber heranziehen.

Dafür werden Weizengras-Samen, am Besten in Bio-Qualität, über Nacht in Wasser gelegt und am nächsten Tag immer wieder mit Wasser begossen. Danach kommen die Samen auf eine spezielle Anzucht-Schale mit Erde. Bei viel Licht beginnen die Samen, zu sprießen und es wachsen essbare Weizengrasblätter heran. Dann einfach unten abschneiden und verarbeiten. Samen und Schale werden auch im Online-Handel angeboten. Wer keinen grünen Daumen hat, kann Weizengraspulver in Drogeriemärkten, im Reformhaus oder im Bio-Laden kaufen und in der Küche einsetzen. Weizengrassaft besitzt einen süßlich-kräftigen heuähnlichen Geschmack und hat eine schöne satte grüne Farbe.

Was steckt drin?

Viele bezeichnen Weizengras auch als Superfood, denn es ist zum einen sehr nährstoffreich, zum anderen werden ihm viele gesundheitsförderliche Wirkungen nachgesagt. Es enthält essentielle Aminosäuren, die der Mensch selbst nicht produzieren kann. Zudem ist es reich an B-Vitaminen, Vitamin A, C und E. Der Eisengehalt von Weizengras ist sogar höher als der von Spinat. Außerdem sind reichlich basische Mineralstoffe, wie z.B. Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink und Selen enthalten. So wirkt Weizengras basisch, kann den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht bringen und einer Übersäuerung entgegen wirken. Die grüne Farbe verrät es schon: Hier steckt jede Menge Chlorophyll in den Blättern. Chlorophyll ist für die Photosynthese in den Blättern der Pflanze verantwortlich, wodurch Energie und Sauerstoff produziert werden. Laut Wissenschaftlern soll es fast identisch mit dem menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin sein und durch den Verzehr die Bildung von Hämoglobin unterstützen. Chlorophyll kann zudem die Bildung von schädlichen Bakterien im Darm hemmen und die Verdauung fördern.

Weizengras in der Küche

Wie die Kühe können auch wir das Weizengras kauen, dabei sollte es so lange gekaut werden, bis es seinen Geschmack verloren hat. Die faserigen Reste werden dann ausspuckt. Statt kauen geht auch trinken. Mit einem speziellen Weizengras-Entsafter wird der Saft schonend aus den Stängeln gepresst. Dieser sollte sofort getrunken werden, da die guten Inhaltsstoffe schnell verloren gehen. In Großstädten gibt es einige Cafés und Gesundheitsinstitute, die diese Säfte frisch anbieten. Wer keinen frischen Weizengrassaft und auch keine Weizengras-Presse zur Hand hat, der kann zu Weizengras-Pulver greifen. Dieses wird ganz einfach mit Wasser zu einem grünen Drink angerührt. Der frische Saft und auch das Pulver können zudem eine Zutat bei Smoothies, Gemüse-Obst-Saft-Mischungen, Suppen, Dips oder Aufstrichen sein. So kommen reichlich gesunde Nährstoffe und auch eine Menge Farbe ins Essen.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 3-15