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Foto: shutterstock/Elliotte Rusty Harold/BVEO

Beliebte Kürbisse: Baby Bear und Buttercup

Herbstzeit ist Kürbiszeit: Kürbisse werden regional angebaut, haben jetzt Saison und sind vielseitig verwendbar. Manche sogar mit Schale! Da fast alle Kürbissorten gut gelagert werden können, sind sie oft bis ins Frühjahr erhältlich. Der zweite Teil der zweiteiligen Serie.

Baby Bear

Klein (ca. 10 cm Durchmesser), rund, mit dunkeloranger, gerippter Schale und gelbem Fruchtfleisch, macht der Winterkürbis seinem Namen alle Ehre. Selbst zum Schnitzen ist der Baby Bear geeignet. Mit einem Gewicht zwischen 500 und 800 Gramm hat er die perfekte Größe für kleine Haushalte und ist ein schmackhafter Akteur in Suppen, Püree und Kuchen. Allerdings ist die Schale sehr hart. Man hat also die Qual der Wahl: schälen oder Fruchtfleisch herausholen. Dafür wird man aber mit einem herrlich süßlichen Geschmack belohnt.

Buttercup

Er bringt Farbe auf den Teller! Der Buttercup mit seiner dunkelgrünen Schale und dem orangefarbenen Fruchtfleisch ist ein eher kleiner, rundlich-flacher Kürbis mit einem niedlichen, mützenartigen Aufsatz. Leider ist seine Schale sehr hart. Es ist deshalb einfacher, ihn ohne Schale zu essen. Er eignet sich aber perfekt zum Füllen, Backen oder für Aufläufe.

Roter/Gelber Zentner

Die sehr dekorativen Riesenkürbisse, auch Riesenzentner genannt, bringen gut und gerne mal 20 bis 50 Kilo auf die Waage. Früher wurden die farbenfrohen, roten beziehungsweise gelb-orangen Riesen meist als Tierfutter verwendet. Allerdings sind sie weit mehr als das. Ihr leicht süßliches, eher wässriges Fruchtfleisch eignet sich perfekt für Kürbisgemüse und Marmeladen. Auch als Kürbispüree, -suppe oder als Beilage machen sich Rote und Gelbe Zentner hervorragend.

Patisson

Klein, flach und deshalb auch UFO-Kürbis genannt, hat der Patisson mit einer Größe von 10 bis 25 cm Durchmesser ausgesprochen backofenfreundliche Abmessungen. Nicht zuletzt deshalb ist er ideal zum Befüllen und Backen geeignet. Es gibt ihn in Gelb, Weiß, Grün und manchmal auch zweifarbig und nicht nur die Schale kann mitgegessen werden, sehr kleine Exemplare sind sogar roh im Salat lecker.

Langer von Neapel (Lunga di Napoli)

Der Lange von Neapel ist, ganz wie sein Name verspricht, ein Stangenkürbis. Er ist grün, hat kaum Kerne, festes, orangefarbenes Fruchtfleisch und eine enorme Größe. Mit gut und gerne mal 10 bis 25 Kilo Gewicht, eignet er sich am besten für Großfamilien, Feste oder den Einsatz in der Gastronomie.

Französische Beere

Auch die Französische Beere ist ein grüner Stangenkürbis, allerdings mit einem Gewicht von nur 2 bis 4 Kilo wesentlich handlicher. Genau wie der Lunga di Napoli hat er nur wenig Kerne und ein kräftig oranges, schönes Fruchtfleisch. Das macht ihn zu einem exzellenten “Allrounder” in der Küche. Erleichternd hinzu kommt, dass sich die glatte – nicht essbare – Schale leicht mit einem Sparschäler entfernen lässt.

Sweet Dumpling

Der Sweet Dumpling ist einer der dekorativsten Winterkürbisse. Er ist klein, gerippt, hat grüne Streifen und eine grüne, gelbe oder orangefarbene – essbare! – Schale. Durchschnittlich bringt er nur 300 bis 600 Gramm auf die Waage, was ihn auch für kleine Haushalte interessant macht. Sein hellgelbes Fruchtfleisch ist süß mit feinen Muskat- und Maronen-Aromen. Er ist vielseitig einsetzbar und kann sogar wie Bratkartoffeln zubereitet werden. Auch roh in Salaten ist er ausgesprochen lecker.

Moschuskürbis

Moschuskürbisse gelten insgesamt als besonders feine Kürbisse. Es gibt sie in einem breiten Farbspektrum von orange über gelb bis grün. Sie haben ein dunkelgelbes bis leuchtend orangefarbenes Fruchtfleisch und wegen ihrer intensiv nussigen Geschmacksnote viele Fans. Je länger sie gelagert werden, desto intensiver werden Geschmack und Farbe des kernarmen und sehr ergiebigen Moschuskürbis. Seine Schale ist glatt, weich und kann mitgegessen werden. Auch der Butternut und der Muskatkürbis sind übrigens Angehörige dieser Kürbisfamilie.

Einkauf & Lagerung

Die Kürbissaison erstreckt sich je nach Kürbissorte von Juli bis Dezember, beginnt meist mit dem Hokkaido und endet mit Winterkürbissen, wie Bischofsmütze, Muskatkürbissen und anderen. Beim Kürbiskauf sollte man darauf achten, ein unversehrtes Exemplar mit Stiel zu kaufen, damit es nicht austrocknet. Die Reife lässt sich bei den meisten Kürbissorten am besten mittels Klopfprobe erkennen. Wenn man mit dem Finger leicht auf die Schale klopft und ein hohles Geräusch ertönt, sollte man zugreifen. Wintersorten sind oft – an einem kühlen und trockenen Ort gelagert – bis zu mehreren Monaten lagerfähig. Bereits geschnittener Kürbis kann in Folie gewickelt einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Power

Kürbisse stecken voller wichtiger Vitamine und Nährstoffe, die einen wohlbehalten durch Herbst und Winter bringen. Dazu sind sie kalorienarm. Sie liefern Beta-Karotin, Kalzium, Eisen, Magnesium und sättigende Ballaststoffe. Besonders viele wertvolle Stoffe stecken in den Kürbiskernen oder im Kürbiskernöl.

Hier geht es zum ersten Teil der Serie: https://vegetarischfit.de/beliebte-kuerbisse-was-man-darueber-wissen-sollte/