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Washing an apple

Foto: Getty Images

Der Verführer

Äpfel gehören zu den meistverzehrten Obstarten hierzulande. Kein Wunder: Sie sind lecker und reich an Spurenelementen, Vitaminen und Ballaststoffen.

Der A-Promi unter den Früchten ist zweifellos der Apfel. Schon in Mythologie und Überlieferung spielt er immer wieder eine entscheidende Rolle. Der griechische Held Herakles etwa bekam einst die Aufgabe, die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen. Und nicht zuletzt wurde und wird auch die Frucht vom Baum der Erkenntnis, an dem sich Adam und Eva im Paradies unerlaubterweise bedienten, oft mit dem Apfel gleichgesetzt. Geografisch liegt der Ursprung des Rosengewächses übrigens nicht bei uns in Europa, sondern in Zentral- und Westasien.

20.000 Sorten

Ob roh, gebacken, gekocht oder als Saft – der Deutsche verzehrt pro Jahr über 20 Kilogramm der Frucht. Doch Apfel ist nicht gleich Apfel. Es gibt weltweit über 20.000 unterschiedliche Sorten, wobei nur knapp 50 eine wirtschaftliche Bedeutung haben. Mit 75 Prozent haben die Tafeläpfel den größten Anteil an der Ernte. Dazu gehören die Sorten Golden und Red Delicious, Jonagold, Gala, Granny Smith, Elstar, Cox Orange, Braeburn und der Boskop. Alte Sorten, die am wenigsten durch Zucht verändert wurden, sind am gesündesten, denn sie enthalten Polyphenole, einen sekundären Pflanzenstoff, der sie schneller braun werden lässt und sauer im Geschmack macht. Polyphenole sind außerdem der natürliche Schutz vor Schädlingsbefall. Zu den neueren Sorten zählen zum Beispiel Jonagold, Granny Smith oder Pink Lady. Der Geschmack der Sorten variiert von süß bis sauer, die Farbe von Rot über Gelb bis Grün. Das Fruchtfleisch ist locker bis fest und enthält je nach Sorte viel oder wenig Saft. Während die Farbe wenig Einfluss auf den Nutzen für die Küche hat, eignen sich Äpfel mit eher lockerem Fruchtfleisch für Apfelmus, solche mit festerem für Apfelkompott. Für einen Apfelkuchen eignen sich hingegen feste und weniger saftige Sorten. Tipp: Etwas Zitronensaft verleiht den meisten Apfelspeisen noch mehr Pep – und verhindert die schnelle Oxidation der Frucht, die sich durch braune Flecken bemerkbar macht!

Die Sache mit dem Doktor

„An apple a day keeps the doctor away“ – diesem Ruf wird der Apfel gerecht! Ein Apfel hat nur ungefähr 50 bis 60 Kalorien pro 100 Gramm. Die meisten Nährstoffe befinden sich in bzw. direkt unter der Schale, deshalb sollten Äpfel immer mit Schale verarbeitet und gegessen werden. Mit ihr sind die grünen und besonders die roten Früchte echte Vitaminbomben (Betacarotin, Folsäure, Vitamin A, B1, B2, B6, E und besonders C). Sie besitzen außerdem über 30 Mineral- und Ballaststoffe sowie Spurenelemente, die viele positive Eigenschaften besitzen. Neben der Regulierung des Darmtraktes kontrollieren die Ballaststoffe auch den Cholesterinspiegel und beugen dadurch einem Herzinfarkt vor. Äpfel stärken das Immunsystem und sollen durch eine gleichmäßige Verteilung des Blutzuckers sogar für tiefen und erholsamen Schlaf sorgen, wenn man einen ganzen Apfel vor dem Schlafengehen verzehrt.

Der Apfel mag es kühl

Das Lieblingsobst der Deutschen setzt, wie beispielsweise auch Bananen, Ethylen frei. Das Pflanzenhormon lässt einige Obst- und Gemüsesorten schneller verderben. Deshalb sollten Äpfel separat gelagert werden. Sie mögen es kühl und feucht. Während Äpfel im Obstkorb bei Raumtemperatur nur wenige Tage frisch bleiben, können die Früchte bei perfekten Bedingungen sogar drei Wochen und länger gelagert werden.

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