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Erdbeeren - rot, süß und gesund

Bild: iStock

Erdbeeren – EVERYBODY’S DARLING

Im Frühsommer beginnt die Erdbeersaison. Es gibt wohl keine andere Beere, die bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt ist und dabei so viele positive Eigenschaften hat: Die Erdbeere ist nicht nur köstlich und süß, sondern auch Vitaminbombe und Beautyhelfer.

Spätestens im Mai endet das Obst-Einerlei, mit dem wir uns über die Wintermonate gerettet haben. Beim Gedanken an die ersten Erdbeeren läuft den meisten das Wasser im Mund zusammen. Kinder, die normalerweise beim Anblick des Obsttellers eine Schnute ziehen, kriegen nicht genug davon – und wir auch nicht. Schon im Römischen Reich schwärmten Ovid, Vergil und Plinius von der „fragum“, wie die Erdbeere im Lateinischen heißt. Im Mittelalter wurden dann auf großen Flächen die kleineren Walderdbeeren angebaut. Die größeren Arten wurden Ende des 17. Jahrhunderts aus Übersee eingeführt und kamen Mitte des 18. Jahrhunderts auch in Deutschland in Mode.

INHALTSSTOFFE UND GESUNDHEIT

Es gibt nicht viele süße Sachen, die wir praktisch unbegrenzt genießen dürfen – und das auch noch mit dem guten Gefühl, etwas für unsere Gesundheit getan zu haben. In den leckeren roten Früchtchen stecken etliche Vitamine und Mineralstoffe, aber kaum Kalorien. Vor allem ihr Vitamin C-Gehalt ist verblüffend: Eine Schale mit 150 bis 200 Gramm Erdbeeren deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Damit überholen Erdbeeren sogar Orangen und Zitronen. Da in Erdbeeren besonders viel Folsäure enthalten ist, gelten sie als ideales Nahrungsmittel für Schwangere – was sich praktischerweise mit den Schwangerschaftsgelüsten vieler Frauen deckt. Erdbeeren sind reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Zink und Eisen sowie an phenolischen Flavonoiden, die entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Mehr als 90 Prozent Wasser und jede Menge Ballaststoffe machen sie zu einer leicht verdaulichen Mahlzeit. Ihre Extrakte werden auch häufg für Hautpfegeprodukte verwendet, da sie die Haut reinigen und verjüngen sowie die Poren verkleinern sollen.

EINKAUF UND LAGERUNG

Erdbeeren sind sensible Pflänzchen. Hitze, Kälte und Nässe mögen sie gar nicht. Deshalb isst man sie idealerweise sofort; wer das nicht geplant hat, sollte sie direkt gründlich sortieren und alle beschädigten und schimmeligen Erdbeeren aussortieren. Denn leiben die beschädigten mit den anderen Erdbeeren im Körbchen, regen sie deren Verwesungsprozess ebenfalls an. Ungewaschen (trocken!) und abgedeckt kann man sie im Kühlschrank nun maximal zwei bis drei Tage aufbewahren. Vor dem Verzehr sollten sie in stehendem, nicht unter fießendem Wasser vorsichtig gereinigt werden; erst danach Stiel und Kelchblätter entfernen. Wer auch im Winter etwas von ihnen haben will, kann sie einfrieren. Dazu die Erdbeeren waschen, trocken tupfen, das Grün entfernen und sie auf einem Brettchen oder Backblech anfrieren. Danach in einen Gefrierbeutel füllen, um Druckstellen zu verhindern. Das Gleiche gilt fürs Auftauen: Erdbeeren in gefrorenem Zustand auf einem Teller verteilen und langsam auftauen lassen.

VERARBEITUNG UND VERWENDUNG

Frische Erdbeeren schmecken am besten pur oder mit Eis, Quark und Sahne. Obstsalate und -kuchen sind ebenfalls leckere Sommerklassiker. Man kann sie mit Spargel oder Feldsalat kombinieren, herzhaft zu Gurke oder Frischkäse genießen, sie marinieren, zu Sorbet verarbeiten und natürlich Desserts mit ihnen zubereiten – zum Beispiel Tiramisu. Weichere Erdbeeren sind ideal für Smoothies, Pürees oder Marmelade.

ERDBEERE (FRAGARIA)

Zur Gattung der Erdbeere gehören etwa 20 Unterarten und mehr als 600 Sorten, wie die europäische Walderdbeere und die amerikanische Scharlach- oder Chile-Erdbeere, aus deren Kreuzung sich in Europa die Urform der Gartenerdbeere entwickelte. In botanischer Hinsicht ist die Erdbeere eine Scheinfrucht: Sie zählt – streng genommen – nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Das liegt an den kleinen gelben Pünktchen auf ihrer Oberfläche. Diese Körner werden Nüsse genannt. Die winzigen Samen sind prall gefüllt mit Ballaststoffen.

Erdbeer-Tiramisu

FÜR 8 PERSONEN 150 ml kalter Espresso 2 EL Amaretto 200 g Löffelbiskuits 750 g Erdbeeren (möglichst kleine) 250 g Mascarpone 250 g Magerquark 80 g Puderzucker 200 ml Schlagsahne 1 Päckchen Sahnesteif 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker Außerdem: Frische Minze

1. Espresso und Amaretto mischen. 450 Gramm Erdbeeren säubern und halbieren.

2. Mascarpone, Quark und Puderzucker in einer Schüssel vorsichtig mit einem Teigschaber oder Kochlöffel zu einer glatten Creme verrühren. Schlagsahne mit Sahnefestiger steif schlagen und vorsichtig unter die Mascarpone-Creme heben.

3. Dessertgläser mit einem Teil der Löffelbiskuits auslegen. Mit der Hälfte des Espresso-Amarettos beträufeln. Mit 1/3 Mascarpone-Creme bestreichen und mit 300 Gramm Erdbeerhälften belegen. Noch 1/3 Creme darauf verteilen, mit den übrigen Löffelbiskuits belegen und mit der anderen Hälfte des Espresso-Amarettos beträufeln. Restliche Creme locker darauf legen. Abgedeckt mindestens eine Stunde kalt stellen.

4. Die restlichen Erdbeeren säubern und mit dem Vanillezucker pürieren. Tiramisu mit Erdbeerpüree und den restlichen Erdbeerhälften servieren. Mit einigen Blättern frischer Minze garnieren. Zeit: ca. 30 Minuten + Kühlzeit Pro Portion: ca. 700 kcal, 22 g EW, 53 g F, 28 g KH

TIPP
Wenn Kinder mitessen: Eine Orange pressen, Saft mit einem Päckchen Bourbon-Vanillezucker mischen und den Espresso- Amaretto damit ersetzen.