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Petersilienwurzel

Die Wurzelpetersilie, auch Knollenpetersilie oder Petersilienwurzel, ist eine Unterart der Petersilie mit verdickter, länglich spitz zulaufender Rübe. Sie wurde ursprünglich im gemäßigten Klima von Mittel- und Nordamerika angebaut. Heute wird sie weltweit im Freiland oder im Gewächshaus gezogen.

Lagerung

Ungewaschen können die Wurzeln gut und lange unter 2°C gelagert werden. Gewaschen halten sie etwa 3 Wochen oder sogar bis zu 6 Monate, wenn man sie in feuchtem Sand einlegt.

Verwendung

Die Petersilienwurzel wird aufgrund ihres intensiven, leicht süßlichen Geschmacks häufig zum Würzen von Suppen und Gemüseeintöpfen verwendet. Auch roh kann sie gegessen werden, z.B. in Salaten.

Saison

Hauptsaison: November bis Februar
Nebensaison: keine

Weitere Informationen zur Petersilienwurzel und leckere Rezepte finden Sie bei „Deutschland Mein Garten“ (BVEO) www.deutsches-obst-und-gemuese.de

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Winterrettich-Suppe

Wenn es draußen wieder kälter wird, ist Suppenzeit! Toll, dass der Winterrettich genau dann Saison hat, wenn man ihn braucht.

Zutaten für vier Personen

  • 1 Bio Zitrone
  • 1 Zwiebel
  • 600 g Schwarzer Rettich
  • 600 g Kartoffeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 100 ml Weißwein
  • 1 ½ TL Meersalz
  • ½ Bund Schnittlauch
  • 200 g Sahne
  • 1 EL Honig
  • Pfeffer
  • 200 g Gemüsechips
  • 50 g Crème fraîche

Zubereitung

  • Zitrone waschen, trockenreiben und ¼ der Schale abreiben.
  • Zwiebel schälen und hacken. Rettich und Kartoffeln schälen und würfeln. Öl in einem Topf erhitzen und das Lorbeerblatt mit den Zwiebeln anschwitzen. Danach Rettich und Kartoffeln dazugeben und etwa 5 Min. andünsten.
  • Mit Wein ablöschen. Nach 3 Min. 600 ml Wasser, Salz und Zitronenschale dazugeben. Bei verschlossenem Deckel etwa 25–30 Min. köcheln, bis das Gemüse gar ist.
  • Schnittlauch putzen und in feine Röllchen schneiden.
  • Lorbeerblatt aus dem Topf entfernen. Gemüse mit einem Pürierstab fein pürieren und nach und nach die Sahne hinzufügen. Bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit hinzufügen und mit Salz, Pfeffer, Honig und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.
  • Auf dem Teller verteilen und jeweils 1 TL Crème fraîche in die Suppe geben. Mit Schnittlauch und Gemüsechips bestreuen und einem Spritzer Olivenöl genießen.

Tipp: Dazu passt ein knackiges Baguette.

Foto und Rezept: BVEO https://deutsches-obst-und-gemuese.de/

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Schwarzwurzel

Außen schwarz, innen weiß: Die Schwarzwurzel gilt als Spargel des Winters. Sie ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und schmeckt nicht nur in Suppen.

Bis zum 16. Jahrhundert kannte man die Schwarzwurzel nur in Spanien, wo sie als wild wachsende, wirksame Heilpflanze zum Beispiel gegen Schlangenbisse bekannt war. Erst seit dem 17. Jahrhundert wurden Schwarzwurzeln auch als Gemüse angebaut. Die Schwarzwurzel ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und schmeckt nicht nur in Suppen. Die Schwarzwurzel ist eine ausdauernde, winterharte Pflanze, welche sehr nährstoffreich ist.

Lagerung

Die Schwarzwurzel kann bei Bedarf sehr lange gelagert werden. Blanchierte Schwarzwurzeln können tiefgefroren werden und lassen sich in diesem Zustand ca. zwölf Monate lagern. Alternativ lassen sie sich auch problemlos an einem trockenen, kühlen Ort, in Sand eingelegt, lagern. Für eine Woche bleibt die Schwarzwurzel auch im Gemüsefach des Kühlschranks frisch.

Verwendung

Die Schwarzwurzel wird vor der Verwendung gesäubert und geschält. Dazu empfiehlt es sich eine Gemüsebürste zu verwenden. Nützlich sind auch Handschuhe, da der Saft der Schwarzwurzel klebrige und schmutzige Finger verursacht. Anschließend kann sie mithilfe eines Sparschälers geschält werden. Die geschälten Schwarzwurzeln oxidieren recht schnell und bekommen dann eine dunkle Farbe. Verhindern lässt sich dies einfach mit einer Schüssel Wasser, die mit ein wenig Essig versetzt wurde. In dieser können die Wurzeln dann bis zur Verwendung aufbewahrt werden. Die Schwarzwurzel eignet sich sehr gut für Salate, Suppen und Gratins.

Saison

Hauptsaison: Oktober bis Februar
Nebensaison: März/April

Noch mehr Informationen zur Schwarzwurzel und leckere Rezepte finden Sie bei „Deutschland Mein Garten“ (BVEO) www.deutsches-obst-und-gemuese.de

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Grüne Gazpacho mit Staudensellerie

Sellerie ist das Trendgemüse 2019 und wahrlich in aller Munde. Wir präsentieren ein leckeres Gazpacho Rezept mit Sellerie, Gurke und Paprika.

Zutaten für 2 Portionen:

Für die Gazpacho:

· 4 Stangen Sellerie
· 4 Frühlingszwiebeln
· 1 Salatgurke
· 1 gelbe Paprika
· 100 g Weißbrot
· 350 ml gekühltes Wasser

· Pfeffer, Salz

Außerdem:

· 75 g Sonnenblumenkerne

· Olivenöl

Zubereitungszeit: etwa 15 Min.

Zubereitung:

  • Das Weißbrot toasten und in Stücke schneiden.
  • Das Gemüse ebenfalls in Stücke schneiden.
  • Alles zusammen mit dem Wasser in einen Blender geben und sehr gründlich mixen. Alternativ kann man natürlich auch einen Pürierstab benutzen. Zum Schluss mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  • Die Sonnenblumenkerne bei mittlerer Hitze ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis sie leicht gebräunt sind.
  • Zum Servieren die Kerne und einen guten Schuss Olivenöl auf die Gazpacho geben.

Foto und Rezept: BVEO https://deutsches-obst-und-gemuese.de/

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Grünkohl

Grünkohl gehört zu den Kohlsorten mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C und enthält zudem das Vitamin K.

Der Grünkohl, Braunkohl oder Krauskohl gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Er stammt vom Wildkohl ab und ist eine schnellwüchsige Blattkohlart. Hierzulande ist Grünkohl besonders im Norden beliebt. Das typische Wintergemüse kommt bei vielen zur Weihnachtszeit auf den Tisch.

Verwendung

Grünkohl wird meist länger gekocht gegessen, aber auch mit kürzerer Garzeit kann er zubereitet werden. Seit einigen Jahren wird Grünkohl zudem als pikanter Snack in Form von Chips gegessen.

Saison

Hauptsaison: Oktober bis Januar
Nebensaison: September, Februar, März

Noch mehr Informationen zu Grünkohl und leckere Rezepte finden Sie bei „Deutschland Mein Garten“ (BVEO) www.deutsches-obst-und-gemuese.de

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Quesadillas mit Spinatfüllung und Tomatensalsa

Quesadillas mit Spinatfüllung und Tomatensalsa bringen lateinamerikanische Rhytmen auf dem Teller. Spinat macht nicht nur Seemänner stark – er schmeckt auch so!

Zutaten für 2 Personen:

Für die Quesadillas:

  • 100 g (Baby-)Spinat
  • 4 Tortillas
  • 150 g Saure Sahne
  • 2 Mozzarellas
  • Pfeffer, Salz
  • Olivenöl

Für die Salsa:

  • 200 g Tomaten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Limette
  • 2 EL Olivenöl
  • Pfeffer, Salz

 

Zubereitung:

1.) Alle Tortillas von einer Seite mit der Sauren Sahne bestreichen. Den Mozzarella in Stücke zupfen und zwei der Wraps damit belegen. Dann den gewaschenen Spinat darauf verteilen, pfeffern und salzen. (Babyspinat kann einfach so benutzt werden, aber normale Spinatblätter sollten vorher in Stücke geschnitten werden.) Zum Schluss die beiden übrigen Tortillas mit der bestrichenen Seite nach unten auf die belegten Wraps legen.

2.) Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und eine Quesadilla hineinlegen. Bei mittlerer Hitze für etwa 5 Minuten braten, bzw. so lange, bis sie goldbraun und knusprig ist. Mit einem Pfannenwender umdrehen und auch die andere Seite braten. Anschließend noch einen Schuss Öl in die Pfanne geben und die zweite Quesadilla darin anbraten.

3.) Da die Salsa schnell zubereitet ist, kann man sie nebenbei machen, während die Quesadillas braten. Dafür die Tomaten fein würfeln und die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. Den Saft der Limette auspressen und alles zusammen in eine Schüssel geben. Das Olivenöl unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Foto und Rezept: BVEO http://www.deutsches-obst-und-gemuese.de

 

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Stangensellerie

Stangensellerie war schon bei den alten Römern und Griechen beliebt. Das Gemüse ist sehr kalorienarm und passt zu Dips wie Salaten.

Staudensellerie – auch Stiel-, Stangen- oder Bleichsellerie sind übliche Bezeichnungen – hat lange, fleischige Blattstiele und eine kleine Wurzelknolle. In den Handel kommen die Blattstiele, die pro Pflanze bis zu einem Kilogramm wiegen können. Sie werden für Salate oder als Gemüse verwendet. Die für den Stangensellerie typischen Farben reichen von blassgelb bis kräftig grün.

Lagerung

Die Lagerung von Stangensellerie ist sehr einfach. Im Gemüsefach des Kühlschranks lässt er sich problemlos ein bis zwei Wochen aufbewahren.

Verwendung

Stangensellerie kann roh, gedünstet oder gebraten verzehrt werden. Bei Ersterem empfiehlt es sich, die zarteren inneren Stangen zu verzehren. Ein leckeres und einfaches Gericht ist überbackener Sellerie. Vielleicht etwas unerwartet ist die Kombination mit Obst:Sie können ihn z.B. locker mit Äpfeln servieren.

Noch mehr Informationen zu Stangensellerie und leckere Rezepte bei „Deutschland Mein Garten“ (BVEO) www.deutsches-obst-und-gemuese.de

Artischocke

Artischocken

Die Artischocke gilt als Delikatesse und Heilpflanze. Von ihrem besonderen Geschmack und ihren positiven Eigenschaften können wir das ganze Jahr über profitieren.

Brokkoli und Blumenkohl sind hierzulande bekannt – doch die Artischocke fristet immer noch ein Schattendasein. Dabei ist sie genau wie die anderen beiden Gemüsesorten eine distelartige Pflanze und gehört zur Familie der Korbblütler. Die Heimat der Artischocke ist der östliche Mittelmeerraum, aber in welchem Land die Artischocke genau ihren Ursprung hat und seit wann es sie überhaupt gibt, ist nicht bekannt. Eins steht jedoch fest: Bereits die Ägypter und Römer schätzten ihren Geschmack und ihre heilende Wirkung.

Allroundtalent aus dem Süden

Allgemein gilt die Artischocke als Delikatesse, die weltweit angebaut werden kann. Sie gedeiht überall dort, wo mildes Klima herrscht, da sie frostempfindlich ist und die Wärme liebt. In Europa wird die Artischocke in Italien, Spanien oder Frankreich angebaut. Auch in Deutschland können Artischocken angepflanzt werden, auch wenn die Gegebenheiten nicht optimal sind. Im Handel sind Artischocken das ganze Jahr über erhältlich, da sie in den Anbauländern zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden. In den Monaten Oktober bis Juli kommen die bei uns erhältlichen Artischocken vorwiegend aus Italien und Spanien und von April bis Dezember meistens aus Frankreich. Die kleinen, jungen Artischocken sind bereits im Frühling auf dem Markt erhältlich und gelten als Delikatesse. Das Besondere an ihnen ist ihr intensiver und kräftiger Geschmack sowie die Tatsache, dass sie ohne große Verarbeitung und inklusive ihres Stiels gekocht oder gebraten werden können.

Vielfalt an Sorten

Grundsätzlich existieren mehrere Sorten der Artischocke, deren Blätter sortenabhängig grün oder violett verfärbt sind. Im Allgemeinen werden Artischocken je nach Anbaugebiet nach Form, Farbe und Größe unterschieden. Es gibt Sorten mit rundem, zylindrischem oder oval geformtem Blütenkopf. Die Form des Blütenkopfs ist entscheidend für die Größe des fleischigen Blütenbodens. Da die runden Sorten den größten aufweisen, sind diese bei uns beliebter als die anderen beiden Formen. Die Blätter der Artischocke liegen dachziegelartig übereinander. An ihrem unteren Ende weisen sie fleischige, essbare Verdickungen auf. In geöffnetem Zustand leuchtet der Blütenstand der Artischocke intensiv. Eine einzelne Artischocke wiegt bis zu 500 Gramm und kann 12 bis 13 Zentimeter groß werden.

Zu beachten gilt

Die Artischockenpflanze kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Die Knospen werden in geschlossenem Zustand geerntet. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Artischocke sich fest anfühlt und schwer in der Hand liegt. Dabei sollten die Außenblätter nicht verfärbt und eingetrocknet sein, da dies ein Zeichen für eine falsche Lagerung ist. Ein wichtiges Indiz ist der Stiel der Artischocke. Dieser gilt als Wasserspender für die Knospe. Je länger der Stiel, desto länger bleibt die Artischocke frisch. Grundsätzlich neigt die Artischocke schnell zum Austrocknen, weshalb sie im Idealfall am Kauftag zubereitet werden sollte. In ein feuchtes Tuch gewickelt, hält sie sich aber auch wenige Tage im Gemüsefach.

Kulinarischer Genuss

In der Küche ist die Artischocke ein wahres Allroundtalent und sehr vielseitig einsetzbar. Durch ihren aromatischen, süßlichen bis leicht herben Geschmack verfeinert sie die meisten Gerichte. Dabei gelten die Blätter im Vergleich zu den Artischockenherzen als milder im Geschmack. Die Artischocke kann gekocht, frittiert oder gebraten zubereitet werden. Besonders gut passt sie zu Fleisch, anderen Gemüsesorten, Nudeln und Kartoffeln. Auch als Belag auf Pizza oder als Bestandteil einer Tarte ist sie sehr beliebt. Die Blätter eignen sich gut als Vorspeise, wenn sie zusammen mit Dips serviert werden. Darüber hinaus können junge Artischocken auch in rohem Zustand mit etwas Olivenöl oder in Salaten verzehrt werden.

Total gesund

Die Artischocke vereint viele Vitamine und Mineralstoff e. So enthalt sie B-Vitamine, Vitamin E, Vitamin C, Beta-Carotin (Vorstufe des Vitamin A), Folsäure sowie Magnesium, Eisen, Kalium, Kalzium und Zink. Auch das nicht verdauliche Kohlenhydrat Inulin ist in Artischocken enthalten – gut für Diabetiker. Aufgrund des Bitterstoffs Cynain ist das Distelgewächs auch für seine verdauungsfordernde und appetitanregende Wirkung bekannt.  Zubereitung

Die Zubereitung einer Artischocke erfordert etwas Geduld und Übung, ist aber keine Kunst.

Schritt1: Zunächst die Artischocke unter fliesendem Wasser abspulen.

Schritt 2: Den Stiel herausdrehen.

Schritt 3: Die harten äusseren Blätter entfernen und die Blattspitzen kurzen.

Schritt 4: Die Schnittstellen mit Zitronensaft einreiben, damit diese sich nicht verfärben.

Schritt 5: Artischocken in Salzwasser mit Zitronensaft kochen.

Schritt 6: Nach 25–40 Min. sind sie gar. Dieser Zeitpunkt ist erreicht, wenn sich die Blatter leicht losen lassen.

Schritt 7: Zum Verzehr die einzelnen Blatter herausnehmen. Bei den Blättern den unteren, fleischigen Teil mit den Zähnen herausziehen. Das Beste ist das Herz der Artischocke. Dieses wird mittels Messer und Gabel zerteilt. Vorher die für Artischocken typischen Härchen (das Heu) mit einem Teelöffel entfernen.

Wichtig

Artischocken nie in Aluminium- oder Eisentopfen zubereiten. Sie verlieren dadurch nicht nur ihre Farbe und werden grau, sondern erhalten auch einen metallischen Geschmack

Raw Organic Amaranth grainwith a spoon on a wooden table

Amaranth

Amaranth ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ursprünglich stammt das Pseudogetreide aus Südamerika. Dank seines hohen Eiweiß- und Mineraliengehalts gehört es zu den neuen Lieblingen der Küche.

Amaranth – ein Name der geradezu mystisch anmutet, etwas orientalisch vielleicht, wertvoll in jedem Fall, ähnlich einem Diamanten. Das Wort „Amaranth“ stammt aus der griechischen Sprache. Übersetzt bedeutet es etwa so viel wie: „die, die nicht vergeht“. Herunter gebrochen auf die deutsche Sprache und die wissenschaftliche Bedeutung, hört sich das Ganze schon weit weniger romantisch an: Pseudogetreide, so die rein sachliche Definition. Klingt gleich weniger sexy, oder? Ein Getreide, das kein Getreide ist, wie geht das? Nun, das wunderbar blühende Amaranth zählt, ähnlich wie das momentan sehr populäre Quinoa, zu den sogenannten Fuchsschwanzgewächsen. Ebenso zählt Amaranth zu den ältesten Kulturpflanzen. Seine Kultivierung erfuhr das Pseudogetreide zuerst in Mexiko, von dort verbreitete es sich in den Anden und später fast über den gesamten Erdball. Die glutenfreie Pfl anze beinhaltet viel Eiweiße und zudem viele Mineralien. So kann Amaranth den „echten“ Getreidesorten in Sachen Eiweißgehalt deutlich den Rang ablaufen, es übertriff t sogar die Sojasprosse.

Doch damit nicht genug.

Die Proteine bestehen zu einem hohen Anteil aus essenziellen Aminosäuren, der Gehalt an Calcium, Magnesium, Eisen und Zink ist sehr hoch. Vor allem wegen seines hohen Eisengehalts wird Amaranth besonders für Schwangere empfohlen. Ein relativ hoher Anteil der Kohlenhydrate sind Ballaststoff e, zudem enthält es viele ungesättigte Fettsäuren und ist darüber hinaus auch noch cholesterinfrei. Na, bitte. Es gibt also genug gute Gründe, um sich mit diesem Fuchsschwanzgewächs, das in den Anden bereits seit mehreren Tausend Jahren beliebt ist, näher zu befassen – und es als Alternative zu den uns bereits bekannten Getreideformen in den Ernährungsplan mit einzubeziehen. Schließlich schätzten bereits Azteken, Inka und Maya die getreideähnlichen Amaranth-Körner, neben Quinoa und Mais, als Hauptnahrungsmittel.

Damals wie heute gab es Ernährungstrends.

Wenn man dies denn in Bezug auf die frühe Zeitrechnung so begreifen darf. Viele Trends kommen und gehen, manche bleiben konstant bestehen. Amaranth verschwand im Laufe der Zeit, wie so viele Kulturpfl anzen, aus dem kollektiven Gedächtnis der täglichen Nahrungsmittel. Erst in den letzten Jahren feiert diese Traditionspfl anze eine Art Renaissance.

Doch warum verschwand Amaranth für so lange Zeit von der Speisekarte?

Nun, das hat wohl mit der religiösen Bedeutung des Pseudogetreides zu tun: Es kam unter anderem in den rituellen Handlungen zu Ehren des Aztekengottes Huitzilopochtli zum Einsatz. Nach der Eroberung des Aztekenreichs verboten die Spanier im 16. Jahrhundert den Anbau von Amaranth unter Androhung der Todesstrafe. Mit dem Verbot wollten die Spanier den Azteken ihre religiöse Grundlage entziehen sowie deren Gemeinschaftsgefühl zerstören. Nach Aufhebung des Verbots blieb der Nutzen der Pfl anze für Jahrhunderte fast völlig vergessen. Eine fast schon tragische Pflanzen-Geschichte, die nun ihre Wiedergeburt erlebt.

Geschmackliche Vielfalt

Amaranth ist geschmacklich besonders. Die Blätter riechen beispielsweise, wenn man sie zerreibt, deutlich nach Spinat. Die Samen und Blüten schmecken hingegen nussig. Die Keimlinge der Pfl anze sind ebenfalls essbar. Die Pfahlwurzel schmeckt süßlich und nach Rote Bete oder Runkelrübe. Sie ist jedoch meist verholzt und muss daher zum Beispiel kleingerieben werden, um verwendet werden zu können. Doch die Kulturpfl anze genießt auch in anderen Bereichen der Nahrungsmittel- Industrie einen ausgezeichneten Ruf. So fi ndet Amaranth heute in der Baby- und Kindernahrung Verwendung, als Zumischung in Brot, Gebäck und Müsli, in Eierkuchen und Pasta, Wurstwaren sowie im Fast-Food-Bereich bei Riegeln und Snacks, Verwendung. Es gibt sogar Versuche zur Herstellung von Getränken auf Basis von Amaranth, unter anderem beim Brauen von glutenfreiem Bier. In diesem Sinne, lassen Sie sich doch einmal von den vielfältigen Möglichkeiten des Power-Korns überzeugen

AmArAnth (AMARANTHUS)

Amaranth ist eine uralte Kulturpflanze, die ihren Ursprung in Sudamerika hat. Sie gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewachse (Amaranthaceae). Zu dieser Familie gehören rund 100 weitere Arten, die sich auf der ganzen Welt wiederfinden. Amaranthus-Arten sind vor allem in den wärmeren Zonen der Erde verbreitet, meist in trockenen Steppengebieten, in Ödland und Kulturland. Es ist, im Gegensatz zu anderen Getreidesorten, zweikeimblattrig.

Linsensalat

Bunter Linsensalat

Für 2 Personen
250 g Pardina Linsen
(oder rote Linsen)
1/2 Bund frische Petersilie
1/2 Bund Schnittlauch
(oder Koriander)
200 g bunte Minipaprika
150 g Schafskäse leicht
Eine Handvoll Rucola
Dressing
2 EL Leinöl oder Rapsöl
Saft von 1 Zitrone
2 Zehen Knoblauch fein gehackt
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
Salz
Pfeffer

1. Linsen bissfest kochen (wichtig: Wasser nicht salzen, da
sich ansonsten die Kochzeit verlängert) und abgießen.

2. Schafskäse in kleine Würfel schneiden, Minipaprika
putzen, waschen und in feine Streifen schneiden, Kräuter
waschen und hacken.

3. Alle Zutaten – bis auf den Rucola – in eine Schüssel geben
und zusammen mit dem Dressing vorsichtig mischen.

4. Zum Durchziehen mindestens 2 Stunden abgedeckt
in den Kühlschrank stellen. Nochmals gut durchmischen
und mit frischem Rucola und ggf. noch etwas Kräutern
anrichten.

tiPP
Feta gegen Avocadostücke tauschen.