Category : Warenkunde

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Zwetschgen/Pflaume

Der Sommer wird blau danke Pflaumen und Zwetschgen! Ganz im Zeichen der blauen Früchte stehen die drei Monate Juli, August und September. Spätsorten reifen sogar noch Anfang Oktober.

Nutzen Sie die Saison! Ob im Supermarkt oder beim Fachhändler um die Ecke – Pflaumen und Zwetschgen sollten immer frisch gekauft und möglichst rasch verzehrt werden. Gut, dass die Transportwege für einheimisches Obst so kurz sind: So kommt es immer schön reif und genussbereit bei Ihnen an. Wer Lust hat, mehr über Pflaumen und Zwetschgen zu erfahren, ist hier genau richtig! Lesen Sie in der Rubrik Wissenswertes und lassen Sie sich von unserer Rezeptauswahl inspirieren.

Wissenswertes

Jeder kennt sie – die blauen Früchte. Und doch gibt es noch so viel Spannendes über sie zu wissen! Allein mit ihrer langen Geschichte bis ins zweite Jahrtausend vor Christus und ihrem Weg vom Kaukasus nach Europa ließen sich zahlreiche Seiten füllen. Wir haben die wichtigsten Fakten rund um Pflaumen und Zwetschgen für Sie zusammengetragen.

Tipps & Tricks

Pflaumen und Zwetschgen gehören zu den Obstsorten, die nicht nachreifen. Wählen Sie beim Einkauf nur gut ausgereifte Früchte. Sie sollten nicht zu hart sein und eine schöne sortentypische Farbe aufweisen. Die so genannte Beduftung, die natürliche Wachsschicht, darf möglichst nicht beschädigt sein. Sie wird erst kurz vor dem Verzehr abgewaschen. Ebenso wenig darf das Obst zu weich sein.

Weitere Informationen über Zwetschgen und Pflaumen beim BVEO www.deutsches-obst-und-gemuese.de

Amaranth

Eiweiß-Power durch Amaranth

Amaranth ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ursprünglich stammt das Pseudogetreide aus Südamerika. Dank seines hohen Eiweiß- und Mineraliengehalts gehört es zu den neuen Lieblingen der Küche.

Amaranth – ein Name der geradezu mystisch anmutet, etwas orientalisch vielleicht, wertvoll in jedem Fall, ähnlich einem Diamanten. Das Wort „Amaranth“ stammt aus der griechischen Sprache. Übersetzt bedeutet es etwa so viel wie: „die, die nicht vergeht“. Heruntergebrochen auf die deutsche Sprache und die wissenschaftliche Bedeutung, hört sich das Ganze schon weit weniger romantisch an: Pseudogetreide, so die rein sachliche Definition. Klingt gleich weniger sexy, oder? Ein Getreide, das kein Getreide ist, wie geht das? Nun, das wunderbar blühende Amaranth zählt, ähnlich wie das momentan sehr populäre Quinoa, zu den sogenannten Fuchsschwanzgewächsen. Ebenso zählt Amaranth zu den ältesten Kulturplanzen. Seine Kultivierung erfuhr das Pseudogetreide zuerst in Mexiko, von dort verbreitete es sich in den Anden und später fast über den gesamten Erdball. Die glutenfreie Pflanze beinhaltet viel Eiweiße und zudem viele Mineralien. So kann Amaranth den „echten“ Getreidesorten in Sachen Eiweißgehalt deutlich den Rang ablaufen, es übertrifft sogar die Sojasprosse. Doch damit nicht genug. Die Proteine bestehen zu einem hohen Anteil aus essenziellen Aminosäuren, der Gehalt an Calcium, Magnesium, Eisen und Zink ist sehr hoch. Vor allem wegen seines hohen Eisengehalts wird Amaranth besonders für Schwangere empfohlen. Ein relativ hoher Anteil der Kohlenhydrate sind Ballaststoffe, zudem enthält es viele ungesättigte Fettsäuren und ist darüber hinaus auch noch cholesterinfrei. Na, bitte. Es gibt also genug gute Gründe, um sich mit diesem Fuchsschwanzgewächs, das in den Anden bereits seit mehreren Tausend Jahren beliebt ist, näher zu befassen – und es als Alternative zu den uns bereits bekannten Getreideformen in den Ernährungsplan miteinzubeziehen. Schließlich schätzten bereits Azteken, Inka und Maya die getreideähnlichen Amaranth-Körner, neben Quinoa und Mais, als Hauptnahrungsmittel.

Comeback der Kulturpflanze

Damals wie heute gab es Ernährungstrends. Wenn man dies denn in Bezug auf die frühe Zeitrechnung so begreifen darf. Viele Trends kommen und gehen, manche bleiben konstant bestehen. Amaranth verschwand im Laufe der Zeit, wie so viele Kulturpflanzen, aus dem kollektiven Gedächtnis der täglichen Nahrungsmittel. Erst in den letzten Jahren feiert diese Traditionspflanze eine Art Renaissance. Doch warum verschwand Amaranth für so lange Zeit von der Speisekarte? Nun, das hat wohl mit der religiösen Bedeutung des Pseudogetreides zu tun: Es kam unter anderem in den rituellen Handlungen zu Ehren des Aztekengottes Huitzilopochtli zum Einsatz. Nach der Eroberung des Aztekenreichs verboten die Spanier im 16. Jahrhundert den Anbau von Amaranth unter Androhung der Todesstrafe. Mit dem Verbot wollten die Spanier den Azteken ihre religiöse Grundlage entziehen sowie deren Gemeinschaftsgefühl zerstören. Nach Aufhebung des Verbots blieb der Nutzen der Pflanze für Jahrhunderte fast völlig vergessen. Eine fast schon tragische Pflanzen-Geschichte, die nun ihre Wiedergeburt erlebt.

Geschmackliche Vielfalt

Amaranth ist geschmacklich besonders. Die Blätter riechen beispielsweise, wenn man sie zerreibt, deutlich nach Spinat. Die Samen und Blüten schmecken hingegen nussig. Die Keimlinge der Pflanze sind ebenfalls essbar. Die Pfahlwurzel schmeckt süßlich und nach Rote Bete oder Runkelrübe. Sie ist jedoch meist verholzt und muss daher zum Beispiel kleingerieben werden, um verwendet werden zu können. Doch die Kulturpflanze genießt auch in anderen Bereichen der Nahrungsmittel-Industrie einen ausgezeichneten Ruf. So findet Amaranth heute in der Baby- und Kindernahrung Verwendung, als Zumischung in Brot, Gebäck und Müsli, in Eierkuchen und Pasta, Wurstwaren sowie im Fast-Food-Bereich bei Riegeln und Snacks, Verwendung. Es gibt sogar Versuche zur Herstellung von Getränken auf Basis von Amaranth, unter anderem beim Brauen von glutenfreiem Bier. In diesem Sinne, lassen Sie sich doch einmal von den vielfältigen Möglichkeiten des Power-Korns überzeugen.

Text: Ralf Kerkeling

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 04/2019

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Parmigiano Reggiano

Parmigiano Reggiano – kaum eine Spezialität ist so mit Italien und der mediterranen Küche verbunden wie der aromatische Hartkäse aus Norditalien. Er trägt seit 1996 das EU-Gütesiegel „Geschützte Ursprungsbezeichnung“ und darf ausschließlich in den Regionen Parma, Reggio Emilia, Modena, Bologna und Mantua nach traditionellem Rezept und aus regionaler Milch hergestellt werden.

Parmigiano Reggiano ist ein Klassiker der mediterranen Küche, hergestellt aus Rohmilch von vier regionalen Kuhrassen, Lab und Salz. Die Kühe bekommen ausschließlich frisches Gras, Heu oder Luzerne aus der Region. Dadurch ändern sich der Geschmack und die Farbe des Käses im Wandel der Jahreszeiten. Jede Art von Silage (Gärfutter) sowie fermentiertes Futter oder Futtermittel tierischen Ursprungs ist untersagt.

Reife und Herstellung

Die Reifezeit in den Käsereien der Region beträgt zwischen 12 und 48 Monaten. Nach der Mindestreifezeit von einem Jahr wird jeder Käselaib einzeln von einem Experten, dem Battitore, einer genauen sensorischen Prüfung unterzogen. Nur einwandfreie Laibe erhalten den Stempel, der den Käse als Parmigiano Reggiano auszeichnet. Durch seine traditionelle Herstellung in Handarbeit und seine regionalen Zutaten besitzt Parmigiano Reggiano die Fähigkeit, eine sehr lange Zeit zu reifen. Während der Reifezeit entwickelt der Parmigiano Reggiano einen vollmundigen, salzigen, nussig-süßen Geschmack, in dem sich eine ganze Reihe von Aromen vereinen.

Würziger Geschmack

Je länger der Käse reift, desto intensiver und würziger wird sein Geschmack. Ein 12 Monate gereifter Parmigiano ist im Geschmack am mildesten. Nach 15 bis 18 Monaten entwickeln sich im Parmigiano Reggiano Kristalle der Aminosäure Tyrosin – sie sind ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Anzahl und Größe dieser als kleine weiße Punkte im Käse erscheinenden Kristalle nehmen mit fortschreitender Reifung zu.
Je nach Reifezeit spricht man von Parmigiano Reggiano Nuovo (12 Monate), Vecchio (24 Monate), Stravecchio (36 Monate) oder Stravecchione (48 Monate). Äußerst selten findet man einen Parmigiano Reggiano Extra Stravecchione, dieser reift 72 Monate. Nur sehr wenige Erzeuger lassen den Käse über eine so lange Zeit (sechs Jahre) reifen.

Sehr beliebt

Die Italiener lieben Parmigiano Reggiano. Welchen Reifegrad und welche Form (gerieben, geschmolzen oder gebrochen) sie verwenden, richtet sich nach dem Rezept, das zubereitet werden soll. Für einen Aperitivo zum Beispiel wird er als Vecchio, gebrochen vom Stück zu einem schönen Glas Wein gereicht. Traditionelle Nudelgerichte werden mit geriebenem Vecchio verfeinert.

Parmigiano Reggiano sollte immer am Stück gekauft und unmittelbar vor dem Genuss zerkleinert werden. Lässt man ihn 30 Minuten vor dem Verzehr bei Raumtemperatur atmen, entfaltet sich sein unverwechselbarer Geschmack optimal.

Text und Fotos: www.livingpress.de / Parmigiano Reggiano

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Allroundtalent aus dem Süden

Die Artischocke gilt als Delikatesse und Heilpflanze. Von ihrem besonderen Geschmack und ihren positiven Eigenschaften können wir das ganze Jahr über profitieren.

Brokkoli und Blumenkohl sind hierzulande bekannt – doch die Artischocke fristet immer noch ein Schattendasein. Dabei ist sie genau wie die anderen beiden Gemüsesorten eine distelartige Pflanze und gehört zur Familie der Korbblütler. Die Heimat der Artischocke ist der östliche Mittelmeerraum, aber in welchem Land die Artischocke genau ihren Ursprung hat und seit wann es sie überhaupt gibt, ist nicht bekannt. Eins steht jedoch fest: Bereits die Ägypter und Römer schätzten ihren Geschmack und ihre heilende Wirkung. Allgemein gilt die Artischocke als Delikatesse, die weltweit angebaut werden kann. Sie gedeiht überall dort, wo mildes Klima herrscht, da sie frostempfindlich ist und die Wärme liebt. In Europa wird die Artischocke in Italien, Spanien oder Frankreich angebaut. Auch in Deutschland können Artischocken angepflanzt werden, auch wenn die Gegebenheiten nicht optimal sind. Im Handel sind Artischocken das ganze Jahr über erhältlich, da sie in den Anbauländern zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden. In den Monaten Oktober bis Juli kommen die bei uns erhältlichen Artischocken vorwiegend aus Italien und Spanien und von April bis Dezember meistens aus Frankreich. Die kleinen, jungen Artischocken sind bereits im Frühling auf dem Markt erhältlich und gelten als Delikatesse. Das Besondere an ihnen ist ihr intensiver und kräftiger Geschmack sowie die Tatsache, dass sie ohne große Verarbeitung und inklusive ihres Stiels gekocht oder gebraten -werden können.

Vielfalt an Sorten

Grundsätzlich existieren mehrere Sorten der Artischocke, deren Blätter sortenabhängig grün oder violett verfärbt sind. Im Allgemeinen werden Artischocken je nach Anbaugebiet nach Form, Farbe und Größe unterschieden. Es gibt Sorten mit rundem, zylindrischem oder oval geformtem Blütenkopf. Die Form des Blütenkopfs ist entscheidend für die Größe des fleischigen -Blütenbodens. Da die runden Sorten den größten aufweisen, sind diese bei uns beliebter als die anderen beiden -Formen. Die Blätter der Artischocke -liegen dachziegelartig übereinander. An ihrem unteren Ende weisen sie -fleischige, essbare Verdickungen auf. In geöffnetem Zustand leuchtet der Blütenstand der Artischocke intensiv. Eine einzelne -Artischocke wiegt bis zu 500 Gramm und kann 12 bis 13 Zentimeter groß werden. Die Artischockenpflanze kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Die Knospen werden in geschlossenem -Zustand geerntet.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Artischocke sich fest anfühlt und schwer in der Hand liegt. Dabei sollten die Außenblätter nicht verfärbt und eingetrocknet sein, da dies ein Zeichen für eine falsche Lagerung ist. Ein wichtiges Indiz ist der Stiel der Artischocke. Dieser gilt als Wasserspender für die Knospe. Je länger der Stiel, desto länger bleibt die Artischocke frisch. Grundsätzlich neigt die Artischocke schnell zum Austrocknen, weshalb sie im Idealfall am Kauftag zubereitet werden sollte. In ein feuchtes Tuch gewickelt, hält sie sich aber auch wenige Tage im Gemüsefach.

Kulinarischer Genuß

In der Küche ist die Artischocke ein wahres Allroundtalent und sehr vielseitig einsetzbar. Durch ihren aromatischen, süßlichen bis leicht herben Geschmack verfeinert sie die meisten Gerichte. Dabei gelten die Blätter im Vergleich zu den Artischockenherzen als milder im Geschmack. Die Artischocke kann gekocht, frittiert oder gebraten zubereitet werden. Besonders gut passt sie zu Fleisch, anderen Gemüsesorten, Nudeln und Kartoffeln. Auch als Belag auf Pizza oder als -Bestandteil einer Tarte ist sie sehr beliebt. Die Blätter eignen sich gut als Vorspeise, wenn sie zusammen mit Dips serviert werden. Darüber hinaus können junge Artischocken auch in rohem Zustand mit etwas Olivenöl oder in Salaten verzehrt werden.

Svenja Humme

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 04/2019

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Tomaten

Ob Cherrystrauchtomate, Rispentomate, Strauchtomate, Cherry-Datteltomate, Kirschtomate, Flaschen- oder Fleischtomate – mit durchschnittlich 8,3 kg Pro-Kopf-Verbrauch ist das leuchtend rote Nachtschattengewächs das erklärte Lieblingsgemüse der Deutschen.

Als Nachtschattengewächs gehört die Tomate auch in die Kategorie des sogenannten Fruchtgemüses und ist deshalb mit Auberginen, Gurken, Kürbissen und Zucchini verwandt.

Tomaten werden hierzulande von April bis Oktober geerntet – allein 2016 waren das mehr als 85.000 Tonnen! Auffällig ist, dass sich gerade die Snack-Tomate mehr und mehr als gesundes Trend-Gemüse in Deutschland durchsetzt. Ihr Marktanteil ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und lag 2016 bei 53,6%.

Lagerung

Am besten werden Tomaten außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt. Bei Zimmertemperatur halten Tomaten bis zu 2 Wochen. Im Kühlschrank verlieren sie, des Weiteren, schnell ihr Aroma und ihre Haltbarkeit. Außerdem sollten Tomaten abseits von anderem Obst und Gemüse aufbewahrt werden. Grund hierfür ist das Hormon Ethylen, das von Tomaten verströmt wird: Es beschleunigt den Stoffwechsel von Obst und Gemüse und somit die Reifung – wodurch sich die Haltbarkeit natürlich verkürzt.

Ernährung & Gesundheit

Tomaten enthalten, neben viel Vitamin C und Folsäure, das B-Vitamin Folat. Außerdem ist der Farbstoff Lykopin in Tomaten enthalten, welcher für die rote Farbe verantwortlich ist. Dieser kann als leichter Sonnenschutz im Körper wirken.

Verwendung

Aufgrund der hohen Vielfalt der Tomatensorten, gibt es ebenfalls eine ebenso hohe Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten. Sie lassen sich geschmacklich mit fast Allem kombinieren, ob überbacken, als Beilage zu Fisch- und Fleischgerichten oder roh im Salat, vieles ist möglich.

Noch mehr Informationen zu Tomaten und leckere Rezepte bei „Deutschland Mein Garten“ (BVEO) www.deutsches-obst-und-gemuese.de

Mirabellen, die kleine, gelbe Schwester der Pflaume

Mirabellen

Sie sind die kleinen, gelben Schwestern der Pflaumen: Mirabellen. Die süßen Früchte haben hierzulande zwischen Juli und September Saison. Im vergangenen Jahr kauften die Deutschen rund 1.300 Tonnen des leckeren Obstes. Fast 90 Prozent stammten dabei aus heimischem Anbau.

Mirabellen sind leicht steinlösend, die Früchte lassen sich deshalb einfach zubereiten. Um das Obst einzukochen, sollte es kurz in heißem Wasser erhitzt werden. So löst sich die Schale vom Fruchtfleisch und sie können im Anschluss ganz leicht durch ein Sieb gedrückt werden.

Kleine, runde Verführung

Mirabellen wachsen an sonnigen, warmen und vor Wind geschützten Plätzen. Ihr Name kommt aus dem Italienischen und bedeutet „bewundernswerte Schöne“. Die aromatischen Früchte werden durch das Schütteln des Baumes, an dem sie hängen, geerntet. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und stammen ursprünglich aus Asien. Über Persien gelangten sie nach Europa, wo sie zunächst in Frankreich vor allem im Gebiet Lothringen angebaut wurden. Seit dem 18. Jahrhundert begeistert das Obst auch die Deutschen.

Aus dem Korb in den Mund

Reife Mirabellen sind orange-gelb gefärbt. Sie sollten am besten sofort nach dem Einkauf entweder pur verspeist oder verarbeitet werden. Ist das nicht möglich, halten sich die Früchte im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Tipp: Die Früchte lassen sich auch einfrieren. Die Frucht dafür entsteinen, auf ein Blech verteilen und für eine Stunde in der Gefriertruhe anfrosten – so frieren sie nicht in großen Stücken zusammen.

Einfach köstlich die Mirabellen

Das Obst schmeckt feinwürzig, süß und herrlich erfrischend. Traditionell wird aus ihnen köstlicher Schnaps oder Likör gemacht. Aus den Früchten können jedoch auch süße und herzhafte Gerichte gezaubert werden. So sind sie als Kompott zu Quarkspeisen oder als Tarte mit Lavendel ein wahres Geschmackserlebnis. Zu Püree verarbeitet passen sie hervorragend zu Entenbrust und Röstkartoffeln. Auch in der Gnocchi-Pfanne zusammen mit Speck machen Mirabellen eine gute Figur.

Foto: BVEO / shutterstock/bergamont

 

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Mairüben

Die Mairübe oder Mairübchen, auch Navette genannt, ist eine Gemüsepflanze mit essbarer Wurzel. Sie ist eine besondere Form der Speiserübe.

Mairüben sind Gemüsepflanzen mit essbarer Wurzel. Sie ist eine besondere Form der Speiserübe. Mairüben tragen ihren Namen, weil sie im Mai geerntet werden. Bereits in der Antike wurde sie verwendet und vor der Einführung der Kartoffel war sie von besonderer Wichtigkeit im europäischen Raum. Mairübchen gibt es in weiß und mit rötlicher Färbung, letztere werden auch Navetten genannt.

Lagerung der Mairübe

Die Rüben bleiben ein bis zwei Wochen nach der Ernte im Kühlschrank frisch, es empfiehlt sich allerdings das Laub vor der Lagerung zu entfernen, da dies die Lagerungsfähigkeit verlängert. Auf das Waschen der Rüben vor der Lagerung sollte man ebenfalls verzichten, da sie sonst schnell weich und schrumpelig werden. Alternativ können Mairüben auch in feuchtem Sand eingeschlagen und anschließend in einer Kiste gelagert werden.

Verwendung der Mairübe

Mairüben sind ein eher traditionelles Gemüse, weshalb sie in gängigen Kochbüchern eher selten anzutreffen ist. Sie können sowohl gekocht als auch roh verzehrt werden. Bei Letzterem empfiehlt es sich die Mairübe zu schälen, da sie eine sehr feste Schale besitzt. Die Mairübe enthält Senföle, die für eine leichte Schärfe sorgen. Darüber hinaus sind Mairüben besonders zart.

Erdbeeren - rot, süß und gesund

Erdbeeren – EVERYBODY’S DARLING

Im Frühsommer beginnt die Erdbeersaison. Es gibt wohl keine andere Beere, die bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt ist und dabei so viele positive Eigenschaften hat: Die Erdbeere ist nicht nur köstlich und süß, sondern auch Vitaminbombe und Beautyhelfer.

Spätestens im Mai endet das Obst-Einerlei, mit dem wir uns über die Wintermonate gerettet haben. Beim Gedanken an die ersten Erdbeeren läuft den meisten das Wasser im Mund zusammen. Kinder, die normalerweise beim Anblick des Obsttellers eine Schnute ziehen, kriegen nicht genug davon – und wir auch nicht. Schon im Römischen Reich schwärmten Ovid, Vergil und Plinius von der „fragum“, wie die Erdbeere im Lateinischen heißt. Im Mittelalter wurden dann auf großen Flächen die kleineren Walderdbeeren angebaut. Die größeren Arten wurden Ende des 17. Jahrhunderts aus Übersee eingeführt und kamen Mitte des 18. Jahrhunderts auch in Deutschland in Mode.

INHALTSSTOFFE UND GESUNDHEIT

Es gibt nicht viele süße Sachen, die wir praktisch unbegrenzt genießen dürfen – und das auch noch mit dem guten Gefühl, etwas für unsere Gesundheit getan zu haben. In den leckeren roten Früchtchen stecken etliche Vitamine und Mineralstoffe, aber kaum Kalorien. Vor allem ihr Vitamin C-Gehalt ist verblüffend: Eine Schale mit 150 bis 200 Gramm Erdbeeren deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Damit überholen Erdbeeren sogar Orangen und Zitronen. Da in Erdbeeren besonders viel Folsäure enthalten ist, gelten sie als ideales Nahrungsmittel für Schwangere – was sich praktischerweise mit den Schwangerschaftsgelüsten vieler Frauen deckt. Erdbeeren sind reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Zink und Eisen sowie an phenolischen Flavonoiden, die entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Mehr als 90 Prozent Wasser und jede Menge Ballaststoffe machen sie zu einer leicht verdaulichen Mahlzeit. Ihre Extrakte werden auch häufg für Hautpfegeprodukte verwendet, da sie die Haut reinigen und verjüngen sowie die Poren verkleinern sollen.

EINKAUF UND LAGERUNG

Erdbeeren sind sensible Pflänzchen. Hitze, Kälte und Nässe mögen sie gar nicht. Deshalb isst man sie idealerweise sofort; wer das nicht geplant hat, sollte sie direkt gründlich sortieren und alle beschädigten und schimmeligen Erdbeeren aussortieren. Denn leiben die beschädigten mit den anderen Erdbeeren im Körbchen, regen sie deren Verwesungsprozess ebenfalls an. Ungewaschen (trocken!) und abgedeckt kann man sie im Kühlschrank nun maximal zwei bis drei Tage aufbewahren. Vor dem Verzehr sollten sie in stehendem, nicht unter fießendem Wasser vorsichtig gereinigt werden; erst danach Stiel und Kelchblätter entfernen. Wer auch im Winter etwas von ihnen haben will, kann sie einfrieren. Dazu die Erdbeeren waschen, trocken tupfen, das Grün entfernen und sie auf einem Brettchen oder Backblech anfrieren. Danach in einen Gefrierbeutel füllen, um Druckstellen zu verhindern. Das Gleiche gilt fürs Auftauen: Erdbeeren in gefrorenem Zustand auf einem Teller verteilen und langsam auftauen lassen.

VERARBEITUNG UND VERWENDUNG

Frische Erdbeeren schmecken am besten pur oder mit Eis, Quark und Sahne. Obstsalate und -kuchen sind ebenfalls leckere Sommerklassiker. Man kann sie mit Spargel oder Feldsalat kombinieren, herzhaft zu Gurke oder Frischkäse genießen, sie marinieren, zu Sorbet verarbeiten und natürlich Desserts mit ihnen zubereiten – zum Beispiel Tiramisu. Weichere Erdbeeren sind ideal für Smoothies, Pürees oder Marmelade.

ERDBEERE (FRAGARIA)

Zur Gattung der Erdbeere gehören etwa 20 Unterarten und mehr als 600 Sorten, wie die europäische Walderdbeere und die amerikanische Scharlach- oder Chile-Erdbeere, aus deren Kreuzung sich in Europa die Urform der Gartenerdbeere entwickelte. In botanischer Hinsicht ist die Erdbeere eine Scheinfrucht: Sie zählt – streng genommen – nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Das liegt an den kleinen gelben Pünktchen auf ihrer Oberfläche. Diese Körner werden Nüsse genannt. Die winzigen Samen sind prall gefüllt mit Ballaststoffen.

Erdbeer-Tiramisu

FÜR 8 PERSONEN 150 ml kalter Espresso 2 EL Amaretto 200 g Löffelbiskuits 750 g Erdbeeren (möglichst kleine) 250 g Mascarpone 250 g Magerquark 80 g Puderzucker 200 ml Schlagsahne 1 Päckchen Sahnesteif 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker Außerdem: Frische Minze

1. Espresso und Amaretto mischen. 450 Gramm Erdbeeren säubern und halbieren.

2. Mascarpone, Quark und Puderzucker in einer Schüssel vorsichtig mit einem Teigschaber oder Kochlöffel zu einer glatten Creme verrühren. Schlagsahne mit Sahnefestiger steif schlagen und vorsichtig unter die Mascarpone-Creme heben.

3. Dessertgläser mit einem Teil der Löffelbiskuits auslegen. Mit der Hälfte des Espresso-Amarettos beträufeln. Mit 1/3 Mascarpone-Creme bestreichen und mit 300 Gramm Erdbeerhälften belegen. Noch 1/3 Creme darauf verteilen, mit den übrigen Löffelbiskuits belegen und mit der anderen Hälfte des Espresso-Amarettos beträufeln. Restliche Creme locker darauf legen. Abgedeckt mindestens eine Stunde kalt stellen.

4. Die restlichen Erdbeeren säubern und mit dem Vanillezucker pürieren. Tiramisu mit Erdbeerpüree und den restlichen Erdbeerhälften servieren. Mit einigen Blättern frischer Minze garnieren. Zeit: ca. 30 Minuten + Kühlzeit Pro Portion: ca. 700 kcal, 22 g EW, 53 g F, 28 g KH

TIPP
Wenn Kinder mitessen: Eine Orange pressen, Saft mit einem Päckchen Bourbon-Vanillezucker mischen und den Espresso- Amaretto damit ersetzen.

Italienischer Radicchio

Radicchio

Das italienische Salatgemüse Radicchio erkennt man schnell an seiner markanten roten Farbe. Auch geschmacklich heben sich die bitteren Blätter von anderen Salaten ab.

Anbau und Ernte

Wir bauen zwei Typen von Radicchio an: Den runden Typ „Chioggia“ sowie den schlanken Typ „Treviso“. Beide Typen zeichnen sich durch die tiefrote Farbe aus. Radicchio reagiert sehr empfindlich auf extreme Witterungsbedingungen, ausgeglichenes Klima trägt nachhaltig zur Anbausicherheit bei.

Zubereitungs- und Frischetipps

Waschen Sie die Blätter gründlich, aber nicht zu lange – am besten im stehenden Wasser. Man sollte nicht den Fehler machen, die Bitterstoffe durch langes Wässern der Salatblätter auszulaugen, denn dabei werden auch die wertvollen Vitamine mit fortgeschwemmt. Besser ist es, gegen die Bitterkeit geschmackliche Kontrapunkte zu setzen, beispielsweise durch die Zugabe von etwas Zucker ans Dressing.

Aroma: … leicht bis stark bittere Note, würzig und herb

Lagerung: … schnell verbrauchen, bei richtiger Lagerung etwa 2–3 Tage im Kühlschrank haltbar

Saison: … in der Zeit von Juni bis Oktober frisch vom Feld

tipp: Süßes Obst balanciert die Bitternote aus, wie etwa im Orangen-Radicchio-Salat.

Frisch vom Feld - Feldsalat

Feldsalat

Der Feldsalat zählt botanisch gesehen zur Familie der Baldriangewächse. Vermutlich stammt er ursprünglich aus Osteuropa und dem Mittelmeerraum. Die grünen Pflänzchen sind auch als Ackersalat, Schafmaul, Rebkresse oder Rapunzel bekannt. Mancherorts nennt man Feldsalat – wegen seiner Blattform – Mäuseöhrchen, in der Schweiz heißt er Nüsslisalat und in Österreich Vogerlsalat. Die Namensvielfalt zeigt, dass er vielerorts beliebt ist.

Die Feldsalatsorten unterscheiden sich in ihrer Blattfarbe und Blattform: Sie sind rund, länglich, spatelförmig, lanzettförmig, stumpf oder spitz. Fünf bis 20 Blättchen bilden eine Rosette. Die hellgrüne Variante zeichnet sich durch größere Rosetten und breite Blätter sowie schnelles Wachstum aus. Besonders geschätzt wird die dunkelgrüne Variante mit kleineren Rosetten. Sie lässt sich mehr Zeit beim Wachsen und schmeckt besonders herzhaft.

Tipps & Tricks

Einkauf: Frischen Feldsalat erkennt man an sattgrünen Blättern. Noch am Einkaufstag zubereiten.
Lagerung: Säubern, anfeuchten und in gelochte Frischhaltebeutel geben. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich so einige Tage frisch.