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Wissensertes über Rucola

Bild: iStock

Rucola – gezackter Italiener

Für den bitteren bis scharfen Geschmack der kleinen, gezackten Rucola-Blätter konnten sich vor langer Zeit schon die Römer begeistern. Was für ein Glück, finden wir den grünen Rucola inzwischen auch hierzulande!

Rucola, auch als Rauke bezeichnet, steht unweigerlich für Italien. Ursprünglich stammt das Kohlgewächs aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien. Zur Zeit der alten Griechen und Römer dienten sowohl die Blätter als auch die scharfen Samen als Ersatz für den damals sehr teuren Pfeffer. Inzwischen hat das Kraut den Weg über die Alpen in unsere Küchen geschafft. Mit ein bisschen Geschick lässt sich die Salatpflanze auch hier in den heimischen Gärten ziehen.

Zackig und zart

Die wie Löwenzahn gezackten Blätter und die Samen weisen einen leicht bitteren, scharfen Geschmack auf. Er erinnert ein wenig an das Aroma von Kresse und Walnüssen. Seinen Ursprung findet er in den Bitterstoffen, den so genannten Alkaloiden, sowie den enthaltenen Ölsäuren. Sie wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Im Chlorophyll der zarten Blätter ist Magnesium in reichen Mengen vorhanden. Der Mineralstoff sorgt für Zellerneuerung und -regeneration. Rucola ist also ein wahrer Jungmacher. Zudem lassen sich hohe Mengen an Kalium finden, die eine leicht harntreibende Wirkung zeigen. Calcium und ß-Carotin sind ebenso enthalten. ß-Carotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt und ist wichtig für den Sehvorgang sowie das Wachstum der Zellen. Immer wieder ein Thema ist der höhere Nitratgehalt in den Blättern. Daher die Kreuzblüten gewächse am besten nicht täglich auf den Tisch bringen.

Küchenpraxis

Einkaufen

Inzwischen gibt es Rucola ganz jährig im Handel. Am besten Bio- Rucola aus dem Freiland nehmen, der Nitratgehalt ist in diesen Blättern am niedrigsten.

Lagern

Eingepackt im perforierten Plastik – beutel, hält sich Rucola für maximal drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Verwenden

Junge Blätter haben einen fein-aromatischen Geschmack und eignen sich sehr gut zum Mischen mit anderen Salatsorten. Ältere Blättchen hingegen schmecken oft sehr bitter und scharf. Ganz oder fein gehackt ist Rucola ideal zum Würzen oder Garnieren von Suppen, Soßen, Nudel- oder Reisgerichten. Aber auch als Pizzabelag oder als gedämpfte Gemüsebeilage, zum Beispiel gemischt mit Spinat, macht sich Rucola gut.

Rucola richtig vorbereiten

1. Rucola in einer Schüssel mit kaltem Wasser mehrmals durchwaschen.

2. Stielansatz und unschöne Blätter entfernen.

3. Rucola auf einem Küchensieb abtropfen lassen.

Ein Rezept für köstliche Rucola-Pesto gibt es hier