Tag : Bohnen

Eat-this_Pad-Thai-1

Veganes Pad Thai mit grünen Bohnen & Tofu

Veganes Pad Thai mit grünen Bohnen & Tofu

Zutaten für 2 Personen:

100 g grüne Bohnen
150 g breite Reisnudeln
1 rote Zwiebel, 1 Karotte
50 g Champignons
100 g Tofu
1/2 TL Kurkumapulver
3 EL Erdnussöl
Für die Sauce
20 g Tamarindenpaste
3 EL Sojasauce
1 EL Sriracha
1/2 EL Limettensaft
1/4 TL brauner Zucker
AUSSERDEM
1 Frühlingszwiebel
100 g Sojasprossen
1/4 Bund Koriander
3 EL Erdnüsse geröstet (grob gehackt)
1 Limette

Zubereitung:

1. Bohnen 4 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, anschließend abgießen und unter fließendem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen und beiseite stellen.
2. Ebenfalls am Vortag den Tofu in einen mit auf Küchenpapier ausgelegten tiefen Teller legen, ein Brett daraufsetzen und beschweren (z. B. mit Konservendosen). Dann 6 Stunden oder über Nacht ruhen lassen.
3. Am nächsten Tag die Salatblätter waschen, trocken tupfen und quer in feine Streifen schneiden. Das eingelegte Gemüse nochmals mischen und leicht abtropfen lassen. Die Nudeln nach Packungsanweisung in Wasser garen, in ein Sieb abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
4. Inzwischen den Tofu trocken tupfen und in Scheiben schneiden. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu darin rundum braun anbraten, dann herausnehmen. Honig, Sojasoße, Barbecue-Soße und 100 ml Wasser dazugeben und alles bei mittlerer Hitze sirupartig dick einkochen lassen. Tofu wieder hinzufügen und unter vorsichtigem Wenden darin erwärmen, sodass er rundum schön von der Marinade überzogen ist; dabei sollte die Flüssigkeit fast zähflüssig einkochen.
5. Nudeln und Salat mischen und in Schalen geben, 1 EL Koriandergrün unter das eingelegte Gemüse mischen und auf Salat und Nudeln häufen, dabei mit etwas Einlegesud beträufeln. Tofu auf das Gemüse setzen, mit übrigem Koriander bestreuen.

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten
Pro Portion: 585 kcal

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 4/2018

Foto und Rezept von Eat This: http://www.eat-this.org

Ägyptische Bohnen-Bratlinge

Essen wie die alten Pharaonen – Ägyptische Küche

Eiweissreich, süß und herzhaft: Die ägyptische Küche lebt von ihrer
Abwechslung. Food-Bloggerin Wera van Dillen zeigt typisch ägyptische Rezepte, wie Taameya, Schokoladen-Datteln oder Kuschari.

Wer Ägypten hört, denkt sofort an die Pyramiden und die Sphinx, an den Nil, das rote Meer und die staubige Wüste. Das Land der Pharaonen hat aber auch eine beachtliche Küche. Wir sprachen mit Wera van Dillen. Das gebürtige Ruhrpottmädel lebt seit über 20 Jahren in Ägypten und kocht sehr gerne. Die unzähligen Gerichte postet sie auf ihrem Blog, der besonders im Fastenmonat Ramadan häufig aufgerufen wird. Wera stellt uns typisch ägyptische Gerichte vor und erzählt uns, wie sie als Vegetarierin in Ägypten lebt.
Laut Wera gehören Fladenbrot und Reis zu wirklich jeder Hauptmahlzeit. Tomaten­soße ist allgegenwärtig, sodass fast jedes Gemüse darin weichgekocht wird. Wichtige Zutaten der ägyptischen Küche sind außerdem Erbsen, Möhren, Spinat, Blumenkohl und Saubohnen.

Vegetarisch leben am Nil
Wera ist Vegetarierin, was in Ägypten nicht immer ganz einfach ist: „Es gibt zwar eine riesige Auswahl an frischem Obst und Gemüse auf den Märkten, doch werden vegetarisch erscheinende ­Gerichte häufig mit Fleischbrühe zubereitet. Sogar der Reis wird häufig mit ­Brühe gekocht. Doch, wenn man das weiß und selbst kocht, benutzt man eben eine Gemüsebrühe.“ Auch das Einkaufen ist nicht immer leicht für Wera. Nur in der Fastenzeit der ägyptischen Christen vor Ostern und Weihnachten gibt es vereinzelt ­spezielle vegane Produkte, in ­denen tierisches Fett durch pflanzliches ersetzt wird. Die Anzahl an muslimischen Vegetariern ist extrem gering, denn Fleischkonsum ist tief in der islamischen Religion verankert. So muss jede Familie beim Opferfest ein Tier schlachten. Es gibt demnach kaum fastende Vegetarier.

Besondere Vorlieben
Der Fastenzeit ist sehr eng mit der ägyptischen Küche verknüpft. Im Sommer bedeutet Ramadan über 12 Stunden (von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) nichts zu ­essen oder zu trinken, sodass dann dem Körper besonders Zucker und Flüssigkeit zuerst zugefügt werden müssen. Deshalb werden Datteln, Säfte und Suppen besonders gerne beim abendlichen Fastenbrechen zuerst serviert. Generell werden im Ramadan mehr Süßspeisen und Gebäck als sonst gegessen, wie zum Beispiel mit Pudding gefüllte Filo-Teig-Röllchen, die Wera sehr lecker zubereitet. Wera rät Europäern zur Vorsicht, denn „ägyptische Desserts sind durch den Zuckersirup, mit dem sie fast alle übergossen werden, sehr süß“. Kunafa (Teigfäden) und Bassboussa (Grieß­kuchen) sind die bekanntesten ägyptischen Kuchen. Taameya, auch ägyptische Falafel genannt, ist das Nationalgericht. Es handelt sich dabei um frittierte Bohnenbratlinge, die schon zum Frühstück zusammen mit ­einem Brei aus Saubohnen verspeist werden. Ebenfalls sehr beliebt ist Kuschari, ein sehr sättigender Teller voll Reis, Nudeln, Linsen und Kicher­erbsen, übergossen mit Tomatensoße und bestreut mit Röstzwiebeln. Laut Wera serviert jede Ägypterin zu besonderen Anlässen „Mahschi.“ Dabei handelt es sich um mit Reis gefüllte Wein- oder Kohlblätter. Die klassische ägyptische Linsensuppe darf auch auf keiner Speisekarte fehlen.

Ägyptische Bohnen-Bratlinge (Taameya)

Für 4 Personen

500 g geschälte, getrocknete Saubohnen
1–2 Frühlingszwiebeln
1 Bund Petersilie
1 Bund Koriandergrün
6 Knoblauchzehen
2 Zwiebeln
1 grüne Chilischote
1 TL Salz
2 EL Sesamsaat
1 EL Koriandersamen (grob zerkleinert)
Öl zum Frittieren

Zubereitung:

1. Die Bohnen über Nacht in Wasser einweichen. Nach dem Einweichen die Bohnen gut abtropfen lassen.
2. Das Zerkleinern der Zutaten funktioniert am besten mit einer Küchenmaschine. Alles außer Sesam und Koriander mit der Küchenmaschine in 5 Min. zu einer homogenen Masse verarbeiten.
3. Mit einem kleinen Eisportionierer, mit 2 Löffeln oder den Händen kleine Bällchen formen, in etwas Sesam und Koriander wälzen.
4. Öl erhitzen und die Taameya darin etwa 5 Min. frittieren,bis sie braun sind.

Zeit: ca. 60 Min. + 24 Stunden Einweichzeit für die Bohnen
Pro Portion: ca. 250 kcal

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 3/2018. Weitere Rezepte aus Ägypten finden Sie im Heft oder auf Wera’s Blog: http://aegyptischkochen.blogspot.de