Tag : Cashew

KLeine Nuss-Kunde

Nüsse – ein Genuss

Gesunde Abwechslung für jeden Tag

Pekannüsse

Ein bisschen erinnert die Form der Pekannuss an die der Walnuss. Das kommt nicht von ungefähr. Beide stammen von einer nordamerikanischen Baumart aus der Familie der Walnussgewächse. Der Geschmack der Pekannüsse ist allerdings milder und süßer als der ihrer Verwandten. Sie schmecken im Musli, als Backzutat für Kuchen und Muffins. Pekannüsse sind besonders reich an Zink. Bereits eine Handvoll (25 g)  Nüsse decken rund 15 % des Tagesbedarfs an dem wichtigen Spurenelement.

Haselnüsse

Der Haselnussbaumes ist vor allem im Mittelmeerraum beheimatet. Die rundlichen  Nüsse stecken in einer braunroten Schale und sind von einem dünnen Häutchen umgeben. Frisch werden sie hierzulande von September bis Januar angeboten. Die gemahlenen und gehackten  Nüsse sind eine beliebte Backzutat. Haselnüsse sind reich an Vitamin E und mehrfach ungesättigten Fettsauren.

Cashewnüsse

Im tropischen Klima Afrikas, Indiens und Brasiliens gedeiht die halbmondförmige Cashewnuss. Sie wächst auf der Spitze einer essbaren Frucht namens Cashewapfel. Die cremefarbenen Cashewkerne schmecken mild und süß und eignen sich wunderbar zum Backen, zum Verfeinern von Desserts und als Zutat von Wokgerichten. Sie sind reich an Magnesium, Zink und Vitamin B1.

Erdnüsse

Eigentlich keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht ist die Erdnuss. Sie wächst unter der Erde und wird folglich nicht gepflückt, sondern ausgegraben. Erdnüsse sind besonders geröstet und gesalzen ein beliebter Snack. Gesunder sind sie jedoch frisch aus der Schale. Sie enthalten sehr viel hochwertiges pflanzliches Eiweis, außerdem Folsäure, ein Vitamin, das besonders bei der Nährstoffversorgung in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle spielt.

Mandeln

Streng genommen sind Mandeln keine  Nüsse, sondern die Kerne einer Steinfrucht. Mandelbaume wachsen vor allem in Kalifornien, aber auch in Spanien und Italien. Sie sind berühmt für ihre duftenden, rosenähnlichen Blüten zur Frühlingszeit. Mandeln sind in der Küche universell einsetzbar. Sie eignen sich gemahlen und gehackt zum Backen, verfeinern Musli und Obstsalat und schmecken toll in exotischen Gemüsepfannen und Reisgerichten. Die  Nüsse liefern eine Extraportion Vitamin E, welches Zellen und Gewebe vor dem Angriff schädlicher freier Radikale schützt.

Paranüsse

Die Paranuss stammt aus den tropischen Regenwäldern Sudamerikas. Sie reift als einer von acht bis zwölf Samenkernen in großen, steinharten Kugeln heran, die entfernt an Kokosnüsse erinnern. Von November bis Januar haben Paranüsse Hochsaison und sind auch hierzulande überall erhältlich. Die kantigen  Nüsse schmecken mandelartig und leicht erdig. Sie liefern so viel Selen wie kein anderes Lebensmittel. Selen ist ein Spurenelement, das genau wie Vitamin E als Antioxidanz wirkt und schädliche freie Radikale abwehrt.

Pinienkerne

In kaum einem mediterranen Gericht dürfen sie fehlen: die Pinienkerne. Sie reifen in den Zapfen der im Mittelmeerraum beheimateten Pinie heran. Der Geschmack der cremefarbenen Samen ist sehr würzig und aromatisch. Noch starker entfaltet er sich, wenn die Kerne gerostet werden. Pinienkerne eignen sich zum Verfeinern von Nudel-, Gemüsegerichten und Salaten sowie zur Zubereitung von Pesto. Die kleinen Samen sind gute Eisenlieferanten. Eine Handvoll enthält rund 15 % der täglich empfohlenen Menge des wichtigen Mineralstoffs.

Wallnuss

Keine Nuss ist so berühmt für ihre gesunden Inhaltsstoffe wie die Walnuss. Sie liefert nämlich besonders viele Omega-3-Fettsauren. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass diese wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren das schädliche LDL-Cholesterin im Körper senken und das gute HDL-Cholesterin erhöhen. Durch diesen Effekt kann der tägliche Verzehr von Walnüssen das Risiko für Herzerkrankungen verringern. Walnüsse wachsen vor allem in Kalifornien, Frankreich und Indien. Sie haben ein intensives, leicht bitteres Aroma, das sowohl mit herzhaften als auch mit süßen Gerichten wunderbar harmoniert. Dadurch lassen sich die  Nüsse ganz unkompliziert in die tägliche Ernährung integrieren.

Pistazien

Auch Pistazien gehören zur Familie der Walnussgewächse. Im Gegensatz zu vielen anderen  Nüssen ist die Schale der Pistazien aber relativ weich. Werden die Kerne beim Wachsen größer, platzen die Schalen auf und lassen sich dann ganz leicht öffnen. Dadurch sind sie ein beliebter Snack, eignen sich aber auch gut zum Backen und zum Verfeinern von Obstsalaten und Desserts. Eine Handvoll Pistazien versorgt den Körper mit rund 18 % des Tagesbedarfs an Phosphor und Vitamin B1.

Bild: shutterstock

Cashewkerne: Kerngesund

Die milden und buttrigen Cashewkerne gehören in die exotischen Küchen Indiens, Thailands und Südamerikas. Aber auch hierzulande sind die kleinen Powerpakete insbesondere für die vegetarische Küche eine echte Bereicherung.

CASHEWBAUM (ANACARDIUM OCCIDENTALE)

Die Frucht des Cashewbaums, der aufgrund seiner Verwandtschaft mit dem Mangound Pistazienbaum in seiner Heimat auch als „Mango des Waldes“ bezeichnet wird, heißt auf portugiesisch „Caju“ und wird auch „Acajou“ oder „Kaschu“ genannt. Botanisch gesehen zu den Steinfrüchten zählend, besitzen die Cashewkerne einen feinen, milden und leicht süßlichen Geschmack sowie eine cremigbuttrige Konsistenz. Übrigens: Der Cashewbaum liefert mit dem rot-gelben Cashewapfel eine weitere Frucht. Als Verdickungen des Fruchtstiels sind diese Äpfel allerdings als sogenannte Scheinfrüchte zu bezeichnen. Mit ihrem herben Geschmack eignen sich die Cashewäpfel jedoch nicht so gut für den frischen Verzehr. In ihren Herkunftsländern werden sie zur Herstellung von Marmelade, Wein, Essig und eines gegorenen Getränkes namens „Caju“ genutzt.

Es waren einst portugiesische Eroberer, die die Cashewnuss im 16. Jahrhundert in Brasilien entdeckten und von dort aus in die ganze Welt brachten. Heute finden sich Cashewbäume auch in Ländern wie Kenia, Indien, Tansania und Mosambik, wo auf riesigen Plantagen mehrere 100.000 Tonnen jährlich geerntet werden. Damit die gesunden Nüsse bei uns als cremefarbene Kerne verkauft werden können, ist jedoch einiges an Arbeit nötig. Erst wird die harte Schale geknackt − dies wird häufig direkt in den Ernteländern per Hand erledigt. Um das die Nüsse ummantelnde Häutchen zu lösen, werden die Kerne geröstet und erhitzt. Das hat gleichzeitig noch einen positiven Nebeneffekt, denn die harte Schale enthält ein giftiges Öl, wodurch die nierenförmigen Kerne im Rohzustand nicht genießbar sind.

INHALTSSTOFFE UND GESUNDHEIT

Die Cashewkerne sind reich an ungesättigten Fettsäuren, gehören aber mit ca. 40 Gramm Fett pro 100 Gramm nicht zu den fettreichen Nusskandidaten. Dazu sind auch viele Eiweiße, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Besonders das reichlich vorhandene Magnesium macht die Kerne zu einem idealen Stresskiller, da sie die Folgen von Stresshormonen wie Cortisol dämpfen. Darüber hinaus enthalten Cashewkerne jede Menge Tryptophan, das im Gehirn zum „Glückshormon“ Serotonin umgewandelt wird.

CASHEWKERNE IN DER KÜCHE

Cashewkerne gibt es mittlerweile im Supermarkt, Discounter, Bio-Laden oder Reformhaus in purer Form, geröstet, gesalzen oder gewürzt zu kaufen. Für die Zubereitung von Aufstrichen, Cremes, Saucen oder Dips wird darüber hinaus Cashewmus angeboten. Alternativ können die Kerne in Wasser etwa 30 bis 60 Minuten eingeweicht und dann fein püriert werden. Verfeinert mit Kräutern, Gewürzen oder Kakao und Kokosflocken schmeckt die Creme herzhaft bzw. süß. Als Milchalternative wird der Cashewdrink im Naturkosthandel angeboten. Wer die Kerne in Wokgerichten oder püriert als Dip verwenden möchte, kann auch zum im Vergleich zu ganzen Kernen etwas günstigeren Cashewbruch greifen. Tipp: Da die Kerne schnell ranzig werden, sollten sie luftdicht verpackt gelagert und schnell aufgebraucht werden.

Die Cashewkerne können einfach pur direkt aus der Packung genossen oder in der Pfanne anröstet werden. Für etwas mehr Aroma geben Gewürze wie Thymian, Curry, Koriander, Kurkuma oder Kreuzkümmel den letzten Schliff. Die Kerne schmecken auch karamellisiert in der Pfanne mit Rohrzucker oder Honig. In der Küche sind sie sehr vielseitig und harmonieren in Gebäck, in Asiagerichten, auf Pasta, zu Tofu sowie gestreut über Salate, Suppen oder Gemüsegerichte.

Geröstetes Cashewmus mit Fleur de Sel

FÜR CA. 250 GRAMM

  • 250 g Cashewkerne
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 1 Prise Fleur de Sel
  • 1 Prise Vanillepulver
  1. Kerne in einer Pfanne trocken anrösten und komplett abkühlen lassen. 50 g beiseitelegen. Die restlichen Kerne in einen Hochleistungsmixer geben und pürieren. Dabei aufpassen, dass das Mus nicht zu warm wird. Evtl. verschiedene Geschwindigkeitsstufen wählen. So lange pürieren, bis eine homogene und cremige Masse entsteht.
  2. Mus mit Agavendicksaft, Fleur de Sel und Vanille abschmecken. Übrige Kerne hacken und unter das Mus mischen.

Zeit: ca. 10 Min.
Pro Portion (20 g): ca. 112 kcal, 4 g EW, 8 g F, 5 g KH

 

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 04-16