Tag : Eintopf

Linseneintopf

Rezept: Linseneintopf

Rezept: Linseneintopf

Zutaten für 4 Personen

  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 100 g Knollensellerie
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Rapsöl
  • je ½ TL Kreuzkümmelund
  • Koriandersamen, im Mörser zerstoßen
  • 120g Pardina- oder Puylinsen
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 TL heller Balsamicoessig
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL glatte Petersilie, gehackt
  • 4 Scheiben Landbrot

Zubereitung Linseneintopf

  1. Die Kartoffeln und das Gemüse waschen, schälen und in 1 x 1 cm dicke Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken.
  2. Öl in einemTopf erhitzen, die Zwiebeln und den Knoblauch darin andünsten. Dann die Kartoffel- und Gemüsewürfel zugeben und anbraten. Die Gewürze zugeben und mit anschwitzen. Die Linsen zugeben und mit 1l Wasser angießen. Den Topfinhalt etwa 20Min. zugedeckt garen.
  3. Den Eintopfmit Sojasauce, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Petersilie bestreuen und zusammen mit dem Brot servieren.

 

ZEIT: ca. 20 Min.
PRO PORTION: ca. 208 kcal, 10 g EW, 11 g F, 16 g KH

Rezept entnommen aus: VF 01-16

shutterstock_257398681 800x600

Pastinake: Renaissance eines Klassikers

In früheren Zeiten ein wertvolles Grundnahrungsmittel, hatte die Pastinake lange Zeit an Bedeutung verloren. Dabei ist das kegelförmige Gemüse mit seinem sehr aromatischen und leicht süßlichen Geschmack nicht nur sehr lecker, sondern auch überaus gesund. Gründe, warum sie sich verdientermaßen heute wieder vermehrt auf unseren Tellern tummelt.

Als eine Kreuzung aus Karotte und Petersilie war die Pastinake schon bei den Römern äußerst beliebt. Im18. Jahrhundert galt sie als wichtiges Grundnahrungsmittel im deutschsprachigen Raum – bis sie von der Kartoffel und der Karotte verdrängt wurde. Besonders in England und Frankreich ist die Pastinake seit jeher beliebt und überall erhältlich. Dort ist sie auch bekannt in Form von Pastinakenwein oder Bier. Bei uns erlebt die Wurzel heute eine Renaissance und ist wieder im Kommen.

Die weiße Wurzel ist kegelförmig und nach oben spitzläufig. Je dicker die Pastinake, desto weicher ist das Fruchtfleisch. Dieses schmeckt leicht süßlich, nussig und mild. Die kleineren Wurzeln schmecken etwas feiner, die großen sind nach dem Kochen häufig faserig und holzig. Wegen dem süßlichen Geschmack und der weißen Farbe wird sie gerne im Babybrei verwendet. Durch Frosteinwirkung auf dem Feld wird der Geschmack noch süßer. Hauptsaison hat die Pastinake von Oktober bis März und ist im Supermarkt, im Bio-Laden und auf dem Wochenmarkt in dieser Zeiterhältlich.

Inhaltsstoffe

Pastinaken sind sehr nährstoffreich und ein ideales Wintergemüse, nicht umsonst gehörten die Wurzeln in den vergangenen Zeiten zu den Top-Grundnahrungsmitteln. Sie ist reich an B-Vitaminen, Kalzium, Phosphor und Vitamin C. Der aromatische Geschmack kommt durch die enthaltenen ätherischen Öle. Dadurch besitzen sie auch eine leicht antibakterielle Wirkung. Darüber hinaus stecken in den Pastinaken 12 g Kohlenhydrate pro 100 g und der Ballaststoff Pektin. Wer etwas weniger Kohlehydrate aufnehmen möchte, kann die Pastinake als Kartoffelalternative verwenden. Hundert Gramm Kartoffeln haben übrigens 16 g Kohlenhydrate.

Einkauf/Lagerung

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Pastinaken schön fest sind und die Schale glatt und ebenmäßig ist. Druck, Bruch- und braune Stellen und sehr weiches, gummiähnliches Fruchtfleisch sind Zeichen für wenig Frische. Pastinaken sollten kühl und trocken gelagert werden, da sie schnell austrocknen. Sie bleiben im Gemüsefach des Kühlschranks ein bis zwei Woche frisch.

Verwendung/Verarbeitung

Das Vorbereiten ist ganz einfach: Mit einem Sparschäler schälen, die Enden abschneiden, waschen und fertig. Pastinaken sind sehr vielseitig und geben verschiedensten Speisen eine besondere Note. Egal ob als Püree, Suppe, Auflauf, Gratin, Eintopf und sogar „Fritten“ – Pastinaken passen sowohl zu deftiger Hausmannskost als auch zur Haute Cuisine. Und auch roh als Salat ist die Pastinake eine winterliche Mahlzeit. Dazu passen Äpfel, Orangen oder Nüsse. Ansonsten harmonieren die weißen Wurzeln besonders gut mit Zitrone, Ingwer, Zimt, Kreuzkümmel und Thymian.

Auch „Tagliatelle“ kann man mit Pastinaken herstellen. Einfach mit dem Schäler rundherum lange Streifen abschälen, bis nichts mehr übrig bleibt. Streifen in einer Pfanne kurz anbraten und mit einer Soße als Nudeln servieren. Oder haben Sie schon einmal Pastinakenchips probiert? Dafür können Sie die Pastinaken dünn hobeln, entweder in heißem Rapsöl frittieren und abtropfen lassen oder auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 200 °C ca. 30 Min. knusprig backen.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus VF 01/15

Rosenkohl Polarisierende Roeschen

Rosenkohl: Polarisierende Röschen

Mit dem Rosenkohl ist das so eine Sache: Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn. Insbesondere Kinder verschmähen die grünen Röschen häufig aufgrund ihres leicht bitteren Geschmacks. Bei seinen Liebhabern punktet der Mini-Kohl jedoch durch wertvolle Inhaltsstoffe und seine vielseitigen Zubereitungsmöglichkeiten.

Die Röschen des Rosenkohls sind die Triebknospen der Stängelblätter. Diese wurden in Belgien im 16. Jahrhundert gezüchtet und kamen im 19. Jahrhundert in Europa auf den Markt. Durch die belgische Herkunft wurde der Rosenkohl ursprünglich auch „Choux de Bruxelles“, übersetzt „Brüsseler Sprossen“, genannt. Heute wird er hauptsächlich in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien angebaut.

Bei näherem Betrachten sehen die Knospen wie Miniatur-Kohlköpfe aus, die wie Sprossen an einem grünen Stamm wachsen. Diese schmecken leicht bitter und intensiv nach Kohl, aber je nach Kälteeinwirkung auf dem Feld wird der Rosenkohl-Geschmack milder und süßlicher. Rosenkohl hat von September bis Januar Saison und ist gerade für die Wintermonate eine echte Vitamin-Bombe. Die etwa walnussgroßen hell- bis dunkelgrünen Rosenkohl-Röschen werden im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt frisch in Netzen oder als lose Ware verkauft. Auch in der Tiefkühltruhe ist der Rosenkohl zu finden.

Inhaltsstoffe

Rosenkohl enthält besonders viel Vitamin C und schon 100 g decken unseren Tagesbedarf gut ab. Deswegen ist es empfehlenswert, die kleinen Röschen kurz zu dämpfen oder zu dünsten, damit die Vitamine erhalten bleiben. Neben den enthaltenen B-Vitaminen, Vitamin K und der Folsäure, sind Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Magnesium und Zink enthalten. Darüber hinaus findet man in den Röschen jede Menge Ballaststoffe, die leider bei manchen Menschen zu Blähungen führen können. Forschungsergebnisse haben auch gezeigt, dass Rosenkohl entgiftend wirken und so das Krebsrisiko senken kann. Er trägt dazu bei, unsere Zellen vor krebserregenden Stoffen zu schützen.

Einkauf/Lagerung

Rosenkohl sollte beim Einkauf grüne, knackige Blätter haben und diese sollten dicht geschlossen sein. Auch die Schnittstelle am Strunk sollte noch frisch wirken. Rosenkohl ist ein empfindliches Gemüse. Die Röschen werden schnell welk, wenn sie mit Obstarten, die das Reifegas Ethylen verströmen, zusammenlagern. Verpackt im Frischhaltebeutel, bleibt der Rosenkohl im Gemüsefach ca.4-5 Tage frisch. Wer mehr Rosenkohl hat, als er essen kann, kann ihn auch einfrieren, dabei sollte er jedoch vorher kurz blanchiert und dann erst eingefroren werden. Im Tiefkühlfach kann der Kohl so etwa 1 Jahr Freude bringen.

Verwendung/Verarbeitung

Vor der Zubereitung die äußeren Blätter entfernen und den Strunk abschneiden. Wenn der Strunk kreuzweise eingeschnitten wird, gart der Kohl gleichmäßig. Anschließend die Röschen waschen und mit etwas Wasser ca. 5-7 Min. garen. Rosenkohl sollte nicht zu lange kochen, da er sonst matschig wird sowie Aroma und Vitamine verliert. Durch die Zugabe von einer Prise Zucker ins Kochwasser wird das Kohlaroma abgemildert. Besonders lecker ist es, wenn die Röschen halbiert und in etwas Olivenöl angebraten werden. So entsteht ein schmackhaftes Röstaroma. Rosenkohl passt gut als Beilage, in Aufläufe, Eintöpfe oder zu Salat. Er schmeckt toll zu deftigen Hausmannsgerichten mit Kartoffelbrei, Pilzen, Seitan und Tofuwürstchen. Aber auch zusammen mit exotischen Zutaten wie Kokosmilch, Curry, Chili, Granatäpfeln, Kardamom und Ingwer kommt das Aroma von Rosenkohl toll zur Geltung.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 06-14