Tag : Kalium

Dill Gesundes Küchenkraut

Dill: Gesundes Küchenkraut

Das zarte Kraut kennen wir zusammen mit eingelegten Gurken, im Gurkensalat oder Kräuterquark. Doch Dill gibt nicht nur einen aromatischen Geschmack ans Essen, sondern besitzt jede Menge Heilkräfte.

Dill: Gesundes Küchenkraut: Die Herkunft von Dill ist nicht eindeutig bestimmt. Es wird gemunkelt, dass das grüne Kraut entweder aus dem Süden von Europa oder aus dem asiatischen Raum stammt. Denn Dill war schon im Alten Ägypten bekannt und wurde dort als Heil- und Gewürzpflanze genutzt und galt als Kulturpflanze. Im antiken Griechenland wurde das Kraut gegen Schluckauf verwendet, die Römer würzten damit Geflügel und Wein. Und schließlich waren es die römischen Legionäre, die den Doldenblütler nach Zentraleuropa brachten, wo er als Zauberkraut galt, mit dem man das Wetter beruhigen könne.

Auch im Mittelalter wurden Speisen mit dem Küchenkraut eingelegt und gewürzt. Zu dieser Zeit wurde besonders seine krampflösende Wirkung geschätzt. Heutzutage gehört Dill zur europäischen Küche und ist ein fester Bestandteil in Rezepten aus Skandinavien und Deutschland. Dill kann bis zu 1,20 Meter hoch wachsen und blüht in gelber Pracht. Die Blättchen sind ganz zart und sehen aus wie kleine Federn. Das Aroma des Krauts ist sehr prägnant. Dill hat einen herb-süßen Geschmack, der dem Kümmel ähnelt und aromatisch nach einer Mischung aus Kümmel und Petersilie duftet.

Gesundheit bis in die feinste Spitze

Auch mit seinem Inhalt kann Dill mehrfach punkten. Er ist reich an blutdrucksenkendem Kalium und knochenstärkendem Kalzium. Einige Blätter über den Salat, die Suppe oder das Gemüse gestreut, kann das Essen mit Mineralstoffen anreichern. Das ätherische Öl und die enthaltenen Gerbsäuren sorgen neben dem würzigen Geschmack auch für eine heilende Wirkung. Gibt man das Kraut an Speisen mit blähenden Zutaten, kann den Blähungen entgegen gewirkt werden. So sind in Gesellschaft von Dill zum Beispiel Kohl, Lauch und Hülsenfrüchte besser verträglich.

Zudem wirkt das Kraut bei Appetitlosigkeit und ist deswegen als Zutaten bei der Vorspeise ideal. Und auch bei Mundgeruch ist das Kraut ein wohltuender Helfer: Einfach die Blättchen oder Samen nach dem Genuss von Zwiebel oder Knoblauch kauen und ein schlechter Atem hat keine Chance. Außerdem wirkt es harntreibend, krampflösend und bei Kopfschmerzen. Übrigens, Dill hilft auch bei Schlafstörungen. Die Blätter mit heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen und kurz vorm Schlafengehen trinken.

Dill in der Küche

Das grüne Kraut gibt es häufig als Bund im Supermarkt oder auf dem Markt zu kaufen und ist ganzjährig erhältlich. Freilanddill wird im Frühling und Anfang Sommer geerntet. In einem feuchten Tuch eingewickelt, hält sich Dill einige Tage im Kühlschrank. Am aromatischsten schmeckt das Kraut aber, wenn es ganz frisch verwendet wird. Wird es getrocknet, geht der Geschmack verloren. Kleingehackt kann Dill tiefgefroren werden, so wird das Aroma konserviert. Der typische Geschmack mit dem würzigen Aroma passt sehr gut zu Gurken − deswegen wird Dill auch Gurkenkraut genannt. Doch Dill ist auch bestens für Marinaden, Dressings, Dips, Suppen, Salate und Saucen geeignet.

Die zarten Blätter verfeinern Gemüse, Hülsenfrüchte und Pastagerichte. Die Dolden und Samen sind sehr gut zum Einlegen von Gurken und anderem Gemüse geeignet. Tipp: Dill ist ein empfindliches Kraut und sollte erst am Ende des Garens zum Essen gegeben werden, so bleiben das Aroma und die Nährstoffe erhalten. Mit dem Kraut kann auch ein würziges Öl oder Essig zubereitet werden. Dazu Zweige und Samen in eine Flasche geben, mit Öl oder Essig begießen und zwei Wochen ziehen lassen.

Iris Lange-Fricke

 

Zum Ausprobieren: Paprika-Dill-Salat

Paprika-Dill-Salat vegetarisch fit

FÜR 4 PORTIONEN

  • 1 Fenchelknolle
  • 1 gelbe und 1 rote Paprikaschote
  • 1 Gurke
  • 1 Bund Dill
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 TL Agavendicksaft
  • Meersalz
  • Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:

1. Fenchel putzen, den Strunk entfernen, waschen und in Streifen schneiden. Paprika und Gurke putzen, waschen und in kleineWürfel schneiden. Den Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken. Gemüse und Dill vermengen.
2. Öl, Zitronensaft und Agavendicksaft verquirlen undmit Salz und Pfeffer würzen. Das Dressing unter den Salat geben und gutmit einander vermengen. Noch einmalmit Salz und Pfeffer abschmecken.
ZEIT: ca. 10 Min.
PRO PORTION: ca. 150 kcal, 3 g EW, 11 g F, 11 g KH

Entnommen aus: VF 3-16

Mangold: Rückkehr eines Klassikers

Mangold: Rückkehr eines Klassikers

Lange Zeit im Schatten des Spinats stehend, findet Mangold unter Feinschmeckern immer mehr Fans. Kein Wunder, überzeugt das Blattgemüse doch mit seinem leicht nussigen Aroma, ist gesund und lässt sich vielseitig zubereiten.

Mangold – Rückkehr eines Klassikers

Mangold wurde schon vor 4.000 Jahren angebaut und war im 17. Jahrhundert eine der beliebtesten Gemüsearten – solange bis der Spinat kam und das Blattgemüse verdrängte. Heute kann man Mangold im Gemüseregal der Supermärkte, Bio-Läden und auf dem Wochenmarkt finden. Zum größten Teil kommt er dabei aus dem Mittelmeerraum, hauptsächlich aus Spanien, Frankreich oder Italien. In Deutschland wird Mangold meist von Bio-Bauern angebaut. Saison hat er von Frühjahr bis in den Herbst hinein. Ab Juni bis August wird er im Freiland angepflanzt.

Mangold wird auch Krautstiel genannt und ist verwandt mit der Roten Bete und Zuckerrübe. Es wird aber das Blatt und nicht die Wurzel gegessen. Man unterscheidet zwischen zwei Mangold-Sorten: Blatt-Mangold und Stiel-Mangold. Blatt-Mangold hat eine schmale Rippe und breite große Blätter. Die Blätter werden wie Spinat verwendet und die Rippe kann gleichzeitig mitgegart werden. Der Stiel-Mangold besitzt eine große und ausgeprägte Rippe, die weiß bis rötlich sein kann. Der Stiel ist etwas faserig, sollte geschält und extra gegart werden, da er eine längere Garzeit braucht als die Blätter. Geschmacklich zeichnet sich Mangold durch ein intensiv herbes bis leicht nussiges Aroma aus.

Mangold ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen

In Mangold stecken reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Die enthaltene Folsäure ist wichtig für die Bildung roter Blutzellen sowie die Zellteilung. Das vorhandene Vitamin K ist bedeutend für die Blutgerinnung und Knochenbildung, Eisen für den Sauerstofftransport im Blut und Kalium wirkt zudem blutdruckregulierend und muskelaktivierend. Dazu ist Mangold mit nur 25 Kalorien pro 100 Gramm ein echtes Schlankgemüse. Darüber hinaus ist im Mangold auch Oxalsäure enthalten. Diese kann die Kalziumaufnahme verhindern und Menschen mit einer Nierenerkrankung negativ beeinflussen. Außerdem ist Mangold nitratreich und sollte deshalb nicht lange warmgehalten werden, denn dabei kann es zu gesundheitsschädlichem Nitrit umgewandelt werden. Deswegen gleich nach dem Zubereiten servieren!

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 03-14