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Dill Gesundes Küchenkraut

Dill: Gesundes Küchenkraut

Das zarte Kraut kennen wir zusammen mit eingelegten Gurken, im Gurkensalat oder Kräuterquark. Doch Dill gibt nicht nur einen aromatischen Geschmack ans Essen, sondern besitzt jede Menge Heilkräfte.

Dill: Gesundes Küchenkraut: Die Herkunft von Dill ist nicht eindeutig bestimmt. Es wird gemunkelt, dass das grüne Kraut entweder aus dem Süden von Europa oder aus dem asiatischen Raum stammt. Denn Dill war schon im Alten Ägypten bekannt und wurde dort als Heil- und Gewürzpflanze genutzt und galt als Kulturpflanze. Im antiken Griechenland wurde das Kraut gegen Schluckauf verwendet, die Römer würzten damit Geflügel und Wein. Und schließlich waren es die römischen Legionäre, die den Doldenblütler nach Zentraleuropa brachten, wo er als Zauberkraut galt, mit dem man das Wetter beruhigen könne.

Auch im Mittelalter wurden Speisen mit dem Küchenkraut eingelegt und gewürzt. Zu dieser Zeit wurde besonders seine krampflösende Wirkung geschätzt. Heutzutage gehört Dill zur europäischen Küche und ist ein fester Bestandteil in Rezepten aus Skandinavien und Deutschland. Dill kann bis zu 1,20 Meter hoch wachsen und blüht in gelber Pracht. Die Blättchen sind ganz zart und sehen aus wie kleine Federn. Das Aroma des Krauts ist sehr prägnant. Dill hat einen herb-süßen Geschmack, der dem Kümmel ähnelt und aromatisch nach einer Mischung aus Kümmel und Petersilie duftet.

Gesundheit bis in die feinste Spitze

Auch mit seinem Inhalt kann Dill mehrfach punkten. Er ist reich an blutdrucksenkendem Kalium und knochenstärkendem Kalzium. Einige Blätter über den Salat, die Suppe oder das Gemüse gestreut, kann das Essen mit Mineralstoffen anreichern. Das ätherische Öl und die enthaltenen Gerbsäuren sorgen neben dem würzigen Geschmack auch für eine heilende Wirkung. Gibt man das Kraut an Speisen mit blähenden Zutaten, kann den Blähungen entgegen gewirkt werden. So sind in Gesellschaft von Dill zum Beispiel Kohl, Lauch und Hülsenfrüchte besser verträglich.

Zudem wirkt das Kraut bei Appetitlosigkeit und ist deswegen als Zutaten bei der Vorspeise ideal. Und auch bei Mundgeruch ist das Kraut ein wohltuender Helfer: Einfach die Blättchen oder Samen nach dem Genuss von Zwiebel oder Knoblauch kauen und ein schlechter Atem hat keine Chance. Außerdem wirkt es harntreibend, krampflösend und bei Kopfschmerzen. Übrigens, Dill hilft auch bei Schlafstörungen. Die Blätter mit heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen und kurz vorm Schlafengehen trinken.

Dill in der Küche

Das grüne Kraut gibt es häufig als Bund im Supermarkt oder auf dem Markt zu kaufen und ist ganzjährig erhältlich. Freilanddill wird im Frühling und Anfang Sommer geerntet. In einem feuchten Tuch eingewickelt, hält sich Dill einige Tage im Kühlschrank. Am aromatischsten schmeckt das Kraut aber, wenn es ganz frisch verwendet wird. Wird es getrocknet, geht der Geschmack verloren. Kleingehackt kann Dill tiefgefroren werden, so wird das Aroma konserviert. Der typische Geschmack mit dem würzigen Aroma passt sehr gut zu Gurken − deswegen wird Dill auch Gurkenkraut genannt. Doch Dill ist auch bestens für Marinaden, Dressings, Dips, Suppen, Salate und Saucen geeignet.

Die zarten Blätter verfeinern Gemüse, Hülsenfrüchte und Pastagerichte. Die Dolden und Samen sind sehr gut zum Einlegen von Gurken und anderem Gemüse geeignet. Tipp: Dill ist ein empfindliches Kraut und sollte erst am Ende des Garens zum Essen gegeben werden, so bleiben das Aroma und die Nährstoffe erhalten. Mit dem Kraut kann auch ein würziges Öl oder Essig zubereitet werden. Dazu Zweige und Samen in eine Flasche geben, mit Öl oder Essig begießen und zwei Wochen ziehen lassen.

Iris Lange-Fricke

 

Zum Ausprobieren: Paprika-Dill-Salat

Paprika-Dill-Salat vegetarisch fit

FÜR 4 PORTIONEN

  • 1 Fenchelknolle
  • 1 gelbe und 1 rote Paprikaschote
  • 1 Gurke
  • 1 Bund Dill
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 TL Agavendicksaft
  • Meersalz
  • Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:

1. Fenchel putzen, den Strunk entfernen, waschen und in Streifen schneiden. Paprika und Gurke putzen, waschen und in kleineWürfel schneiden. Den Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken. Gemüse und Dill vermengen.
2. Öl, Zitronensaft und Agavendicksaft verquirlen undmit Salz und Pfeffer würzen. Das Dressing unter den Salat geben und gutmit einander vermengen. Noch einmalmit Salz und Pfeffer abschmecken.
ZEIT: ca. 10 Min.
PRO PORTION: ca. 150 kcal, 3 g EW, 11 g F, 11 g KH

Entnommen aus: VF 3-16

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Fenchel: Markante Geschmacksnote

Fenchel schmeckt nur im Tee? Weit gefehlt! Denn mit der weltweit verbreiteten Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze kann man auch köstlich kochen. Dank seiner interessanten Anisnote verleiht das gesunde Gemüse Gerichten ein außgewöhnliches Aroma.

Die positive Wirkung von Fenchel ist in vielen Teilen der Welt schon seit Jahrtausenden bekannt. So wurde die Pflanze mit ihren Knollen und Früchten schon 3.000 Jahre v. Chr. als Heilmittel genutzt. In Asien kam Fenchel zum Beispiel bei Beschwerden der Lunge, Blase oder Niere zum Einsatz. Und auch den antiken Griechen war die Heilwirkung bekannt. Sie reichten stillenden Frauen Fencheltee für die Milchbildung. Seit dem Mittelalter ist zudem die Wirkung bei Verdauungsbeschwerden bekannt.

Die Fenchelpflanze, die zu der Familie der Doldenblütler gehört, wird bis zu zwei Meter hoch und besitzt dicke fleischige Stängel, die sich oben verästeln. Aus den Blüten, die in großen Dolden sitzen, entwickeln sich die Früchte. Diese dienen als Gewürz, Tee und Heilpflanze. Die Wurzelknolle des Fenchels schmeckt als aromatisches Gemüse.

Heimischer Fenchel hat von Juli bis November Saison. Kauft man die Knolle zu einem früheren Zeitpunkt, kommt sie meist aus dem Mittelmeergebiet, z.B. aus Italien oder Frankreich. Dabei kann häufig zwischen verschiedenen Sorten gewählt werden, z. B. dem kleinen und milden Florentiner oder dem großen und süßeren Neapolitaner.

Inhaltsstoffe

Nicht jeder mag den anis-ähnlichen Geschmack des Fenchels, doch bei den Inhaltsstoffen sollte beherzt zugegriffen werden. Fenchel enthält jede Menge Eisen und Folsäure sowie Vitamin A, C und E. Besonders Kalzium für unsere Knochen ist reichlich vorhanden. Fenchel wirkt darüber hinaus entgiftend und cholesterinspiegelsenkend. Des Weiteren sind verschiedene ätherische Öle, die für das süßliche und anisähnliche Aroma des Fenchels verantwortlich sind, enthalten. Sie wirken gegen Blähungen, Völlegefühl und unterstützen die Genesung bei Husten und Erkältung.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 2-15

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Tahin: Cremiger Küchenstar

Ob auf dem Brot, in Gemüsegerichten oder Dips und Saucen – Tahin ist unglaublich kreativ und vielseitig einsetzbar. Die aus Sesam gewonnen Paste ist zudem reich an wertvollen Inhaltstoffen.

Tahin ist eine Paste aus dem gemahlenen Samen der Sesampflanze, einer der ältesten Ölpflanzen der Welt. Die Paste, die ihren Ursprung in der arabischen, indischen und afrikanischen Küche hat, wird auch Tahini oderTahina genannt. Dort ist auch die Pflanze zu Hause und sehr beliebt. Die Sesampflanze mit ihren ovalen, gerippten Blättern besitzt weiße oder rosa fingerhutähnliche Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich die Samenkapseln mit den kleinen cremeweißen, rötlichbraunen oder schwarzen, fetthaltigen Samen. Tahin wird aus fein vermahlenen, gerösteten geschältem  und  ungeschältem  Sesamsamen hergestellt. Dabei kann man in der Farbe unterscheiden. Das dunkle Sesammus besteht aus ungeschältem und das weiße Tahin aus geschältem Sesam. Das Mus schmeckt aromatisch und nussig-intensiv. Die Herstellung ist ganz einfach und man kann es selber zubereiten. Dazu Sesamsaat in einer Pfanne trocken anrösten und mit etwas Sesamöl pürieren. Durch das Anrösten wird das Aroma verstärkt.

Tahin kann im Asialaden, Reformhaus, Bio-Laden oder im türkischen Supermarkt gekauft werden. Die meisten Sesampasten enthalten keine Emulgatoren. Dadurch kann sich Öl im Glas oben absetzen. Vor dem Gebrauch einfach umrühren und zum Kochen verwenden. Der ölhaltige Musmusskühl und dunkel, z. B. im Kühlschrank, gelagert werden. Dann ist sie einige Wochen oder Monate auch geöffnet haltbar.

Was steckt drin?

Nicht nur geschmacklich und durch die vielfältige Anwendung kann Tahin punkten, auch den gesundheitlichen Aspekt sollte man nicht außer Acht lassen. Sesam und deren Paste ist sehr kalziumreich. Außerdem ist reichlich Magnesium, Eisen, Zink, Folsäure und Selen enthalten. Über diese Kombination aus Mineralstoffen und Vitaminen freut sich das Immunsystem besonders in der kalten Jahreszeit. Studien der japanischen Universität Nagoya bescheinigten Sesam samen  zudem  eine antioxidative Wirkung, denn sie schützen den Körper vor freien Radikalen. Um die Nährstoffe besser aufnehmen zu können, kombinieren Sie dazu etwas Vitamin-C-reiches wie Paprika, Orangen oder Granatäpfel. Besonders die Knochen, Herz und Muskeln profitieren vom Kalzium und Magnesium. Außerdem sind knapp 600 Kalorien und 58 Gramm Fett in den keinen Samen und deren Produkte enthalten.

Tahin in der Küche

In der orientalischen, afrikanischen und asiatischen Küche ist Tahin nicht wegzudenken. Was wären Hummus (Püree mit Kichererbsen), Baba Ghanoush (ein Dip aus gegrillter und pürierter Aubergine) oder Halva (eine arabische Süßigkeit) ohne Tahin und auch Falafel schmeckt nicht ohne eine Joghurt-Sesam-Sauce. Auch in der vegetarischen und veganen Küche ist die cremige Paste äußerst beliebt und wird gerne als Alternative zu Brotaufstrichen, für Saucen, in Suppen als Sahneersatz und zur Verfeinerung von Dips verwendet. Lecker ist Tahin auch im Dressing, vermischt mit  Zitronensaft und Ingwer. Dabei wird das Dressing schön cremig. Wird die Sesampaste mit Wasser und etwas Kräuter püriert, kann daraus eine etwas festere cremige Masse entstehen. Auch für die süße Küche ist Tahin super. Es schmeckt als Brotaufstrich gesüßt mit Agavendicksaft und Kakaopulver, im Obstsalat oder zum Backen.

Rezept zum Ausprobieren:

Sesam-Kichererbsen-Aufstrich

shutterstock_136368722 kleinFür 4 Personen:

  • 200 g Kichererbsen (vorgegart, aus dem Glas)
  • 100 g Tahin (Sesammus)
  • 4 EL Ajvra
  • 1 TL Zitronensaf
  • Meersalz
  • Pfeffer frisch gemahlen
  • 1 Msp. Paprikapulver
  • 1 TL schwarze Sesamsamen

Zubereitung:

  1. Kichererbsen in ein Sieb geben und abspülen.
  2. Kichererbsen, Tahin, Ajvar und Zitronensaft zusammen mit einem Stabmixer pürieren.
  3. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.
  4. Mit den Sesamsamen bestreuen.

Zeit: ca. 10 Min. / Pro Portion: ca. 224 kcal, 8 g EW,14 g F, 15 g KH

 

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 01-15

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Pastinake: Renaissance eines Klassikers

In früheren Zeiten ein wertvolles Grundnahrungsmittel, hatte die Pastinake lange Zeit an Bedeutung verloren. Dabei ist das kegelförmige Gemüse mit seinem sehr aromatischen und leicht süßlichen Geschmack nicht nur sehr lecker, sondern auch überaus gesund. Gründe, warum sie sich verdientermaßen heute wieder vermehrt auf unseren Tellern tummelt.

Als eine Kreuzung aus Karotte und Petersilie war die Pastinake schon bei den Römern äußerst beliebt. Im18. Jahrhundert galt sie als wichtiges Grundnahrungsmittel im deutschsprachigen Raum – bis sie von der Kartoffel und der Karotte verdrängt wurde. Besonders in England und Frankreich ist die Pastinake seit jeher beliebt und überall erhältlich. Dort ist sie auch bekannt in Form von Pastinakenwein oder Bier. Bei uns erlebt die Wurzel heute eine Renaissance und ist wieder im Kommen.

Die weiße Wurzel ist kegelförmig und nach oben spitzläufig. Je dicker die Pastinake, desto weicher ist das Fruchtfleisch. Dieses schmeckt leicht süßlich, nussig und mild. Die kleineren Wurzeln schmecken etwas feiner, die großen sind nach dem Kochen häufig faserig und holzig. Wegen dem süßlichen Geschmack und der weißen Farbe wird sie gerne im Babybrei verwendet. Durch Frosteinwirkung auf dem Feld wird der Geschmack noch süßer. Hauptsaison hat die Pastinake von Oktober bis März und ist im Supermarkt, im Bio-Laden und auf dem Wochenmarkt in dieser Zeiterhältlich.

Inhaltsstoffe

Pastinaken sind sehr nährstoffreich und ein ideales Wintergemüse, nicht umsonst gehörten die Wurzeln in den vergangenen Zeiten zu den Top-Grundnahrungsmitteln. Sie ist reich an B-Vitaminen, Kalzium, Phosphor und Vitamin C. Der aromatische Geschmack kommt durch die enthaltenen ätherischen Öle. Dadurch besitzen sie auch eine leicht antibakterielle Wirkung. Darüber hinaus stecken in den Pastinaken 12 g Kohlenhydrate pro 100 g und der Ballaststoff Pektin. Wer etwas weniger Kohlehydrate aufnehmen möchte, kann die Pastinake als Kartoffelalternative verwenden. Hundert Gramm Kartoffeln haben übrigens 16 g Kohlenhydrate.

Einkauf/Lagerung

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Pastinaken schön fest sind und die Schale glatt und ebenmäßig ist. Druck, Bruch- und braune Stellen und sehr weiches, gummiähnliches Fruchtfleisch sind Zeichen für wenig Frische. Pastinaken sollten kühl und trocken gelagert werden, da sie schnell austrocknen. Sie bleiben im Gemüsefach des Kühlschranks ein bis zwei Woche frisch.

Verwendung/Verarbeitung

Das Vorbereiten ist ganz einfach: Mit einem Sparschäler schälen, die Enden abschneiden, waschen und fertig. Pastinaken sind sehr vielseitig und geben verschiedensten Speisen eine besondere Note. Egal ob als Püree, Suppe, Auflauf, Gratin, Eintopf und sogar „Fritten“ – Pastinaken passen sowohl zu deftiger Hausmannskost als auch zur Haute Cuisine. Und auch roh als Salat ist die Pastinake eine winterliche Mahlzeit. Dazu passen Äpfel, Orangen oder Nüsse. Ansonsten harmonieren die weißen Wurzeln besonders gut mit Zitrone, Ingwer, Zimt, Kreuzkümmel und Thymian.

Auch „Tagliatelle“ kann man mit Pastinaken herstellen. Einfach mit dem Schäler rundherum lange Streifen abschälen, bis nichts mehr übrig bleibt. Streifen in einer Pfanne kurz anbraten und mit einer Soße als Nudeln servieren. Oder haben Sie schon einmal Pastinakenchips probiert? Dafür können Sie die Pastinaken dünn hobeln, entweder in heißem Rapsöl frittieren und abtropfen lassen oder auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 200 °C ca. 30 Min. knusprig backen.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus VF 01/15

Kichererbsen: Fröhliche Früchte

Kichererbsen: Fröhliche Früchte

Mit Kichererbsen kommt gute Laune in die Küche.

Das hat aber nichts mit dem lustigen Namen der Hülsenfrüchte zu tun, sondern vielmehr mit dem guten Geschmack und den gesunden Inhaltsstoffen. Wir haben unseren Helden der Küche (Kichererbsen) genauer unter die Lupe genommen und geschaut, was in ihm steckt.

Kichererbsen kannte man schon vor 8.000 Jahren in Vorderasien, wo sie als Futterpflanze und Nahrungsmittel genutzt wurden. Der lustige Name kommt aber nicht von der guten Laune, die die Kichererbse versprüht. Erbse heißt auf lateinisch „Cicer“, was man „Kiker“ spricht. Im Althochdeutsch entstand daraus der Name „Kihhira“, der dann zu „Kicher“ abgewandelt wurde. Besonders in Südeuropa, Asien, in arabischen Ländern und Nordafrika gehört die Kichererbse, die zur Familie der Schmetterlingsblüten zählt, zu den traditionellen Grundnahrungsmitteln. Sie findet sich in verschiedensten Gerichten wieder: So isst man in Libyen gerne „Falafel“, die frittierten Kichererbsenbällchen, in Italien reicht man einen Brei aus Kichererbsen und der Hummus aus Marokko ist als Beilage nicht weg zudenken.

Angebaut wird die Hülsenfrucht heute in Indien, Pakistan, Spanien, Nordafrika und in der Türkei. Der Handel bietet getrocknete Kichererbsen, gegarte im Glas oder in der Dose und Produkte mit Kichererbsenbasis, wie fertiger Aufstrich, Hummus, Kichererbsenmehl oder Falafelmischungen an. Bei uns werden meist die großen, gelblich-beigen Kichererbsen, die Kabuli-Typen, angeboten. Die kleineren dunkleren Desi-Typen sind eher selten zu finden. Kichererbsen haben einen milchigen und leicht nussigen Geschmack und verbreiten ein leichtmehliges Mundgefühl.

Was steckt drin?

Insbesondere für Vegetarier und Veganer sind Kichererbsen empfehlenswert. Sie enthalten sogar mehr Eiweiß als Fleisch und liefern eine große Portion Eisen (6 mg/100g) für die Blutbildung. Das ist ein adäquater Ersatz, wenn Fleisch nicht auf den Teller kommt. Darüber hinaus sind reichlich Kalzium und Ballaststoffe enthalten. Besonders letztere sättigen gut und wirken verdauungsfördernd. Wichtig: Rohe und getrocknete Kichererbsen müssen gekocht werden, da sie sonst giftig sein können. Der Grund: Darin ist Blausäure enthalten, die jedoch beim Kochen verschwindet.

Kichererbsen in der Küche

Kichererbsen sind sehr vielseitig und können in verschiedenen Variationen vom Frühstück bis zur Abendmahlzeit angeboten werden. Am Morgen schmeckt ein Aufstrich mit Kräutern oder Gemüseraspeln toll auf dem Brot. Kleine Pfannkuchen aus dem Mehl sind mit Obst und einer Crème aus Joghurt als süße Mahlzeit ein guter Start. Dabei benötigt man auch keine Eier, da das reichlich enthaltene Eiweiß gut bindet. Die Erbsen geben Geschmack im Eintopf, Suppe, im Curry oder gebraten in der Pfanne als leckere Beilage. Für die Grillparty eignen sich die kleinen Erbsen auch als Salat oder püriert mit Sesampaste als Dip für das Grillgut.

Die mild schmeckenden Kichererbsen harmonieren toll mit Zitrone, Koriander, Ingwer, Kokosmilch, Zimt, Piment, Kreuzkümmel, Petersilie und Granatäpfeln. Getrocknete Kichererbsen sollte man über Nacht in Wasser einweichen und vor der Verarbeitung 20 bis 30 Minuten ohne Salz kochen. Schneller geht die Zubereitung mit vorgegarten Kichererbsen. Einfach Dose oder Glas auf, Erbsen abspülen und weiter geht’s.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 05-14

Mais: Süßer Allrounder

Mais: Süßer Allrounder

Vollgepackt mit Nährstoffen ist Mais nicht nur sehr gesund, sondern auch vielseitig verwendbar. Die glänzenden, leuchtend gelben Körner machen nicht nur in Suppen und Salaten eine gute Figur, sie verleihen auch Nudelgerichten, Aufläufen oder Bratlingen ein knackig-süßliches Aroma.

Die hellgrüne, meterhohe Pflanze mit den gelben Kolben stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Im 16. Jahrhundert gelangte der Mais durch Christoph Kolumbus nach Europa, wo er zunächst lange Zeit als Futter den Tieren angeboten wurde. Zu dieser Zeit war Kulturmais auch schon in Asien und Afrika bekannt. Unser Zuckermais soll erst durch eine Mutation entstanden sein, diemanim19. Jahrhundert entdeckte. Nun wurde auch für die Menschen der Mais zu einem Genuss. Besonders die Italiener und Spanier trieben die Zucht voran. Dabei entstanden zahlreiche köstliche Gerichte mit Mais wie z. B. Polenta (Maisgrieß), Maiskeimöl, Tacos oder Tortilla-Chips.

Das süßlich schmeckende Getreide hat von Sommer bis Herbst Saison. Frisch geerntet kann er roh oder gegart gegessen werden. Es gibt verschiedene Arten, wie Körnermais, Gemüsemais, Feldmais und Babymais. Auch farblich ist Mais nicht eintönig, denn es gibt ihn von gelb bis violett und rot. Bei uns wird meist der gelbe Zuckermais angeboten. Mais kann man frisch, gegart und eingeschweißt, in der Dose als Konserve, tiefgekühlt als Körner, getrocknet oder in Form von Maisgrieß kaufen. Die Maisprodukte gibt es vom Discounter, im Bio-Laden, im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt

Inhaltsstoffe

Als Getreide enthält Mais reichlich Kohlenhydrate in Form von Stärke. Darüber hinaus besteht Mais aus ca. 70 Prozent Wasser und enthält Eiweiß, Eisen, Kalium, Phosphor und Kalzium. Darüber hinaus sind die Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C enthalten. Wer das Klebereiweiß in den herkömmlichen Getreidesorten nicht verträgt, ist bei Mais gut aufgehoben, da das Getreide glutenfrei ist. Als Basis mit Mais werden Nudeln, Mehl oder Müslizutaten als glutenfreie Alternativen angeboten. Mit 86 kcal pro 100 g ist Mais eine gehaltvolle und nährstoffreiche Getreidebeilage.

Einkauf/Lagerung

Von Juli bis Ende Oktober werden die gelben Kolben frisch im Handel angeboten – in der Regel schon ohne die Hüllblätter. So kann man auf den ersten Blick die Frische erkennen. Dabei sollten die Körner schön fest, prall und glänzend aussehen und gelb leuchten. Wenn man mit den Fingerspitzen die Körner zerquetscht und ein milchiger Saft austritt, ist das ein sicheres Anzeichen für den idealen Reifezustand. Da frischer Mais schnell an Süße verliert, weil der enthaltene Zucker schon nach zwei Stunden nach der Ernte zu 50 Prozent in Stärke umgewandelt wird, sollte er nach dem Einkauf rasch verbraucht werden. Er kann ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, dann sollte er auf dem Grill oder in der Pfanne landen.

Verwendung/Verarbeitung

Für den Genuss braucht man nicht viel tun: Kolben abspülen, übriggebliebene Hüllblätter entfernen und trockentupfen. Wer nur die Körner verwenden möchte, kann nach dem Waschen die Körner mit einem Messer vorsichtig um den Kolben herum abschneiden, damit sie sich lösen. Die Körner können roh, gedämpft oder gekocht gegessen werden. Gekocht im Salzwasser ist Mais innerhalb von 5 Minuten gar.

Die Kolben schmecken mariniert, gegrillt oder gebraten toll. Werden die Kolben in Scheiben geschnitten und in der Pfanne gebraten, kommt gleich noch eine dekorative Beilage auf den Teller. Der kleine Babybmais macht als Bestandteil von Asia-Pfannen, Curries oder als Fingerfood bei Party seine gute Figur. Mais ist bei Groß und Klein beliebt. Vom Salat bis zur Suppe, gegrillt, als Beilage oder als Chili sin Carne, Auflauf, Puffer, Bratlinge oder als das beliebte Popcorn bei spannenden Filmen. Mais ist ein Allrounder. Besonders Polenta ist vielseitig und kann als Brei zu gebratenen Pilzen oder Tofu und als Schnitte, angebraten in der Pfanne gegessen werden.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 5-14