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Mais: Süßer Allrounder

Mais: Süßer Allrounder

Vollgepackt mit Nährstoffen ist Mais nicht nur sehr gesund, sondern auch vielseitig verwendbar. Die glänzenden, leuchtend gelben Körner machen nicht nur in Suppen und Salaten eine gute Figur, sie verleihen auch Nudelgerichten, Aufläufen oder Bratlingen ein knackig-süßliches Aroma.

Die hellgrüne, meterhohe Pflanze mit den gelben Kolben stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Im 16. Jahrhundert gelangte der Mais durch Christoph Kolumbus nach Europa, wo er zunächst lange Zeit als Futter den Tieren angeboten wurde. Zu dieser Zeit war Kulturmais auch schon in Asien und Afrika bekannt. Unser Zuckermais soll erst durch eine Mutation entstanden sein, diemanim19. Jahrhundert entdeckte. Nun wurde auch für die Menschen der Mais zu einem Genuss. Besonders die Italiener und Spanier trieben die Zucht voran. Dabei entstanden zahlreiche köstliche Gerichte mit Mais wie z. B. Polenta (Maisgrieß), Maiskeimöl, Tacos oder Tortilla-Chips.

Das süßlich schmeckende Getreide hat von Sommer bis Herbst Saison. Frisch geerntet kann er roh oder gegart gegessen werden. Es gibt verschiedene Arten, wie Körnermais, Gemüsemais, Feldmais und Babymais. Auch farblich ist Mais nicht eintönig, denn es gibt ihn von gelb bis violett und rot. Bei uns wird meist der gelbe Zuckermais angeboten. Mais kann man frisch, gegart und eingeschweißt, in der Dose als Konserve, tiefgekühlt als Körner, getrocknet oder in Form von Maisgrieß kaufen. Die Maisprodukte gibt es vom Discounter, im Bio-Laden, im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt

Inhaltsstoffe

Als Getreide enthält Mais reichlich Kohlenhydrate in Form von Stärke. Darüber hinaus besteht Mais aus ca. 70 Prozent Wasser und enthält Eiweiß, Eisen, Kalium, Phosphor und Kalzium. Darüber hinaus sind die Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C enthalten. Wer das Klebereiweiß in den herkömmlichen Getreidesorten nicht verträgt, ist bei Mais gut aufgehoben, da das Getreide glutenfrei ist. Als Basis mit Mais werden Nudeln, Mehl oder Müslizutaten als glutenfreie Alternativen angeboten. Mit 86 kcal pro 100 g ist Mais eine gehaltvolle und nährstoffreiche Getreidebeilage.

Einkauf/Lagerung

Von Juli bis Ende Oktober werden die gelben Kolben frisch im Handel angeboten – in der Regel schon ohne die Hüllblätter. So kann man auf den ersten Blick die Frische erkennen. Dabei sollten die Körner schön fest, prall und glänzend aussehen und gelb leuchten. Wenn man mit den Fingerspitzen die Körner zerquetscht und ein milchiger Saft austritt, ist das ein sicheres Anzeichen für den idealen Reifezustand. Da frischer Mais schnell an Süße verliert, weil der enthaltene Zucker schon nach zwei Stunden nach der Ernte zu 50 Prozent in Stärke umgewandelt wird, sollte er nach dem Einkauf rasch verbraucht werden. Er kann ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, dann sollte er auf dem Grill oder in der Pfanne landen.

Verwendung/Verarbeitung

Für den Genuss braucht man nicht viel tun: Kolben abspülen, übriggebliebene Hüllblätter entfernen und trockentupfen. Wer nur die Körner verwenden möchte, kann nach dem Waschen die Körner mit einem Messer vorsichtig um den Kolben herum abschneiden, damit sie sich lösen. Die Körner können roh, gedämpft oder gekocht gegessen werden. Gekocht im Salzwasser ist Mais innerhalb von 5 Minuten gar.

Die Kolben schmecken mariniert, gegrillt oder gebraten toll. Werden die Kolben in Scheiben geschnitten und in der Pfanne gebraten, kommt gleich noch eine dekorative Beilage auf den Teller. Der kleine Babybmais macht als Bestandteil von Asia-Pfannen, Curries oder als Fingerfood bei Party seine gute Figur. Mais ist bei Groß und Klein beliebt. Vom Salat bis zur Suppe, gegrillt, als Beilage oder als Chili sin Carne, Auflauf, Puffer, Bratlinge oder als das beliebte Popcorn bei spannenden Filmen. Mais ist ein Allrounder. Besonders Polenta ist vielseitig und kann als Brei zu gebratenen Pilzen oder Tofu und als Schnitte, angebraten in der Pfanne gegessen werden.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus: VF 5-14