Tag : Tofu

krautwickerl_2013

Fruchtige Krautwickel aus dem Ofen

Zutaten für 4 Personen

  • 4 EL Teutoburger Raps-Kernöl BRATEN & FRITTIEREN
  • 8 große Weißkohlblätter
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g Knollensellerie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Tofu
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL fein gehackter Thymian
  • 1 TL fein gehackter Majoran
  • 1 TL Hefeflocken
  • 600 ml gehackte Tomaten
  • 1 Schalotte
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Die dicken Rippen der Kohlblätter abschneiden, Blätter in kochendem Salzwasser 5 Minuten blanchieren. In ein Sieb schütten und mit kaltem Wasser abschrecken, anschließend mit Küchenpapier trockentupfen.
  2. Für die Füllung Zwiebeln und Sellerie schälen und fein würfeln. Die Knoblauchzehe hacken. Alles in einer Pfanne in 2 EL Raps-Kernöl weich dünsten. Tofu klein würfeln und mit den Mandeln, den gehackten Kräutern sowie den Hefeflocken zu dem Gemüse geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Die Füllung auf das Kohlblattende geben, die Seiten darüber schlagen und zusammenrollen. Wenn nötig mit einem Holzspieß feststecken. Gehackte Tomaten in die Form geben und Krautwickel daraufsetzen.
  4. Nochmals mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem restlichen Raps-Kernöl beträufeln. 45 Minuten im Backofen garen.

Bild und Rezept: www.teutoburger-oelmuehle.de

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Bunte Gemüse-Bowl mit Erdnuss-Tofu

Ein schnelles Gericht ohne großen Arbeitsaufwand.

Zutaten für 2 Portionen

Für das Gemüse:

  • 1 EL Öl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • etwa 600 g Gemüse – Paprika, Zucchini, Lauch, Karotte, Sellerie, Rosenkohl oder anderes
  • Salz
  • Pfeffer

Für den Erdnuss-Tofu:

  • 1 Block frischer Tofu aus dem Asiamarkt (etwa 400 g)
  • 1 EL Öl
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 EL Erdnussmus
  • 2 – 3 EL Wasser
  • 3 EL Erdnüsse, gehackt
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver

Außerdem:

  • Sriracha und Koriander – nach Belieben

Zubereitung

  1. Den Tofu zwischen zwei Küchenhandtücher legen und mit zwei bis drei schweren Büchern für etwa 5 Minuten (oder solange du das Gemüse schneidest) auspressen. Anschließend in Würfel schneiden. Die Lauchzwiebel in Ringe schneiden und den Knoblauch pressen. Erdnussmus, Sojasauce, Wasser und Paprika glattrühren.
  2. Das Gemüse putzen und klein schneiden – in Würfel, Stifte – egal. Die Zwiebel fein hacken und den Knoblauch pressen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Dann das restliche Gemüse zugeben und unter gelegentlichem Rühren etwa 7 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Das Öl für den Tofu in einer Pfanne erhitzen und die Lauchzwiebel und den Knoblauch darin anschwitzen. Dann die Erdnüsse und die Sauce zugeben, gründlich verrühren. Zuletzt den Tofu zugeben und etwa 3 Minuten in der Sauce braten.
  4. Das Gemüse auf zwei Schüsseln verteilen und den Tofu darüber geben. Nach Belieben mit Sriracha und Koriander garnieren.

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten

Foto und Rezept: http://www.blueberryvegan.com

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Spinat-Curry mit Tofu und Koriander

Ein wärmendes Curry für die kalten Wintertage.

Zutaten für 2 (große) Portionen

  • 250 g Naturtofu (z.B. von Taifun)
  • 2 EL glutenfreie Tamari Sojasoße
  • 1 EL Mirin (japanischer Reiswein, in Asialäden erhältlich)
  • 0,5 EL geröstetes Sesamöl
  • Meersalz
  • 100 g Babyspinat
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Zwiebel (80-100 g)
  • Eine kleine oder halbe Knoblauchzehe
  • 200 g Zucchini
  • 100-120 g Staudensellerie
  • 25-30 g frischer Ingwer
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 TL geröstetes Sesamöl
  • 1 EL vegane grüne Currypaste
  • 100 g Mungobohnensprossen
  • Ein Bund frischer Koriander
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • Optional: 20 g Radieschen-Sprossen oder eine weitere Sprossen-Sorte nach Belieben
  • Zum Garnieren: 2-3 EL ungesüßter Sojajoghurt (ich benutze Sojade), 1 EL schwarze Sesamkörner und 1 TL Koriandersamen (alles optional)

Zubereitung (35-40 Minuten Arbeitszeit)

1.) Naturtofu aus der Verpackung nehmen und beidseitig mit zwei lagen Küchenkrepp trocken pressen. Tofu würfeln. Ich benutze für dieses Rezept etwas mehr als eine kleine Standardpackung, Ihr könnt aber auch einfach eine normale 200 g-Packung benutzen.

2.) 2 EL glutenfreie Tamari Sojasoße, 1 EL Mirin und 0,5 EL geröstetes Sesamöl im Wok oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Den gewürfelten Tofu darin 4-5 Minuten rundum gut anbraten. Bei Bedarf etwas Sojasoße nachgießen. Den Tofu leicht salzen. Den angebratenen Tofu zur späteren Verarbeitung erstmal zur Seite stellen.

3.) 100 g Babyspinat waschen und die Hälfte des Babyspinats mit 400 ml Kokosmilch mixen. So wird das Curry eine wunderbar grüne Farbe erhalten. Der restliche Spinat wird später direkt ins Curry gegeben.

4.) Eine Zwiebel und eine kleine Knoblauchzehe abziehen und würfeln. 200 g Zucchini waschen und würfeln. 100-120 g Staudensellerie waschen und fein aufschneiden. 25-30 g Ingwer mit einem Löffel schälen.

5.) 1 EL Kokosöl (in einer Pfanne 2 EL) und 1 TL geröstetes Sesamöl im Wok erhitzen. Die Zwiebelwürfel und den Knoblauch kurz glasig dünsten. Dann die Zucchini- und Selleriestücke hinzu geben und alles zusammen 3-4 Minuten anbraten.

6.) Den geschälten Ingwer mit einer Ingwerreibe hinzu reiben. 1 EL vegane grüne Currypaste dazu geben, kurz mit anrösten lassen und die Zutaten mit 100 ml Wasser aufgießen und zum Köcheln bringen.

7.) Dann gleich darauf die Spinat-Kokosmich dazu gießen und die Zutaten rund 5-7 Minuten sanft köcheln lassen. Eine Hand voll frischen Koriander waschen, hacken und unterheben. Den übrig gebliebenen frischen Spinat unterheben und im Curry zusammen fallen lassen.

8.) Anschließend die Munobohnensprossen dazu geben. Ich gebe Sprossen immer erst möglichst gegen Ende der Kochzeit in meine Gerichte, damit nicht so viel Nährstoffe durch das kochen verloren gehen.

9.) Das Curry noch einige Minuten sanft köcheln lassen und mit Tamari Sojasoße, Meersalz und 1-2 EL Zitronensaft abschmecken. Den gerösteten Tofu dazu geben. Das Curry ist jetzt fertig, kann aber noch ganz leicht köcheln. Ich persönlich gebe noch 20 g Bio Radieschensprossen dazu, aber diese können auch entfallen.

10.) Zum Garnieren gebe ich auf jede Portion Curry einen großen Löffel ungesüßten Sojajoghurt, etwas frischen Koriander sowie schwarze Sesamkörner und Koriandersamen, welche ich im Mörser zerstoße. Bestreut das Gericht vor dem Servieren mit schwarzen Sesamkörnern und leicht zerstoßenen Koriandersamen. Das schmeckt einfach mega lecker und sieht obendrein noch toll aus!

Foto und Rezept Lea Green www.veggi.es

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Veganes Pad Thai mit grünen Bohnen & Tofu

Veganes Pad Thai mit grünen Bohnen & Tofu

Zutaten für 2 Personen:

100 g grüne Bohnen
150 g breite Reisnudeln
1 rote Zwiebel, 1 Karotte
50 g Champignons
100 g Tofu
1/2 TL Kurkumapulver
3 EL Erdnussöl
Für die Sauce
20 g Tamarindenpaste
3 EL Sojasauce
1 EL Sriracha
1/2 EL Limettensaft
1/4 TL brauner Zucker
AUSSERDEM
1 Frühlingszwiebel
100 g Sojasprossen
1/4 Bund Koriander
3 EL Erdnüsse geröstet (grob gehackt)
1 Limette

Zubereitung:

1. Bohnen 4 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, anschließend abgießen und unter fließendem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen und beiseite stellen.
2. Ebenfalls am Vortag den Tofu in einen mit auf Küchenpapier ausgelegten tiefen Teller legen, ein Brett daraufsetzen und beschweren (z. B. mit Konservendosen). Dann 6 Stunden oder über Nacht ruhen lassen.
3. Am nächsten Tag die Salatblätter waschen, trocken tupfen und quer in feine Streifen schneiden. Das eingelegte Gemüse nochmals mischen und leicht abtropfen lassen. Die Nudeln nach Packungsanweisung in Wasser garen, in ein Sieb abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.
4. Inzwischen den Tofu trocken tupfen und in Scheiben schneiden. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu darin rundum braun anbraten, dann herausnehmen. Honig, Sojasoße, Barbecue-Soße und 100 ml Wasser dazugeben und alles bei mittlerer Hitze sirupartig dick einkochen lassen. Tofu wieder hinzufügen und unter vorsichtigem Wenden darin erwärmen, sodass er rundum schön von der Marinade überzogen ist; dabei sollte die Flüssigkeit fast zähflüssig einkochen.
5. Nudeln und Salat mischen und in Schalen geben, 1 EL Koriandergrün unter das eingelegte Gemüse mischen und auf Salat und Nudeln häufen, dabei mit etwas Einlegesud beträufeln. Tofu auf das Gemüse setzen, mit übrigem Koriander bestreuen.

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten
Pro Portion: 585 kcal

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 4/2018

Foto und Rezept von Eat This: http://www.eat-this.org

Gepfefferter Tofu mit Basmatireis

Rezept: Gepfefferter Tofu mit Basmatireis

Rezept: Gepfefferter Tofu mit Basmatireis

Für 4 Personen

Zutaten:

  • 200 g Reis, roh
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 daumengroße Ingwerknolle
  • 500 g Karotten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 250 g Zuckerschoten
  • 4 EL Sesamöl
  • 1 TL Sambal olek
  • 8 EL Sojasauce
  • 400 g Naturtofu
  • Schwarzer und grüner Pfeffer, frischgemahlen
  • Meersalz

So wird der gepfefferte Tofu und der Basmatireis zubereitet:

  1. Reis nach Packungsanweisung kochen, abkühlen lassen und auflockern. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Karotten, Frühlingszwiebeln und Zuckerschoten putzen, waschen und in Streifen schneiden.
  2. 2 EL Öl mit Sambal olek, Sojasauce und ca. ½ TL grob gemahlenem Pfeffer vermischen. Aschließend den Tofu in Würfel schneiden und damit marinieren.
  3. Restliches Öl in einer Pfanne oder Wok erhitzen. Erst die Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin andünsten, dann das Gemüse zugeben und ca. 5 Min. mit andünsten. Reis zugeben und alles anbraten. Gemüsereis mit restlicher Sojasauce ablöschen und mit Pfeffer und Salz würzen.
  4. Eine Grillpfanne erhitzen und den Tofu darin anbraten. Tofu noch einmal mit Pfeffer und Salz abschmecken, anschließend zum Reis servieren.

Zubereitungszeit: ca. 20 Min.
Nährwerte pro Portion: 508 kcal / 2,5 g EW / 61 g KH / 18 g F

Rezept: Iris Lange-Fricke

 

Leserrezepte:

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Ein Abstecher ins Land des Ahorns VF0116 shutterstock_316951322 800x600

Ein Abstecher ins Land des Ahorns – Vegetarier auf Reisen in Kanada

Riesige Wälder, Berge, große Seen, mächtige Flüsse, lange Küsten und Strände, aber auch pulsierende Metropolen wie Toronto, Vancouver oder Montreal: Kanada hat seinen Besuchern einiges zu bieten. Und auch als Vegetarier zählt man im Land des Ahorns längst nicht mehr als Exot.

Eine kulinarische Spezialität aus Kanada? Da fällt einem sofort Ahornsirup ein. Schließlich prangt das Blatt des Ahorns sogar auf Kanadas Nationalflagge und das Land ist nicht ohne Grund der weltweit größte Hersteller des süßen Sirups. Und so gibt es auch ziemlich alles in Kanada mit Ahornsirup verfeinert – sogar Deftiges wie gegrillten Schinken oder Bohnen. Das klingt nicht nur gewöhnungsbedürftig, ungeübten Gaumen schmeckt es zunächst auch so. Doch Ahornsirup ist natürlich noch lange nicht alles, was die kanadische Küche zu bieten hat.

Kanada ist ein Einwanderungsland – und das beeinflusst auch die Küchentradition. So findet man authentische asiatische Restaurants genauso wie solche mit afrikanischer, europäischer oder lateinamerikanischer Küche. In der Provinz Québec wird französisch gesprochen. Entsprechend sind die kulinarischen Vorlieben von der französischen Küche geprägt. Die kanadische Küche ist also ziemlich vielfältig. Und Vegetarier stoßen dabei immer mehr auf Verständnis. Bislang sind es zwar nur vier Prozent der Erwachsenen, die sich in Kanada vegetarisch ernähren, doch eine bewusste Ernährung spielt eine immer größere Rolle. „Heute haben die Restaurants viel mehr Optionen anzubieten und sie haben sich darauf eingestellt, die Zutaten auf die Bedürfnisse der Kunden anzupassen“, sagt Lauren Toyota. Zusammen mit John Diemer hat die TV Moderatorin und Produzentin den Blog „Hot for food“ (hotforfoodblog.com) gegründet. Die beiden zählen mittlerweile zu Kanadas populärsten Food Bloggern. Das Besondere: Ihre Rezepte sind ausschließlich vegan.

Vegane Vielfalt in den Städten

„Wir haben viele vegane Restaurants in Toronto, die mittlerweile recht populär geworden sind und nicht nur unter Veganern für Begeisterung sorgen“, berichtet Toyota. Selbst in den großen Einkaufsmalls werden Vegetarier und Veganer fündig. Im Food Court des Eaton Centres, einem vierstöckigen Einkaufszentrum direkt in der Innenstadt, gibt es mit dem „Urban Herbivore“ sogar ein ausschließlich veganes Restaurant. Hier gibt es Salate, Eintöpfe, Suppen, frische Säfte, Sandwiches und auch eine kleine Bäckerei. In Vancouver eröffnete das „The Naam“ bereits lange bevor Vegetarismus „cool“ wurde.

Besonderheit hier: Das Restaurant ist 24 Stunden am Tag geöffnet. Die Stadt ist übrigens auch für ihre Raw Food-Szene bekannt. Dazu beigetragen haben unter anderem das „Eternal Abundance“ und das „Indigo Food“ – um nur zwei Vertreter zu nennen. Und in Montreal gibt es das vegane Schnellrestaurant „La Panthère Verte“ gleich in dreifacher Ausführung. Hier gibt es Salate, Sandwiches, Smoothies und zahlreiche süße Waren. Kultig: Die Sandwiches werden alle in Pitas serviert und es gibt unterschiedliche Füllungen, unter anderem Falafel, Veggie Burger, BBQ Tofu und Tempeh.

Und wie sieht es in den ländlicheren Regionen des Landes aus? Für Toyota und Diemer ist gerade das ein wichtiger Punkt ihres Blogs. „Ziel unserer Reisen ist es, die besten veganen Restaurants zu finden – gerade in den kleineren Regionen. In Kanada gibt es in jedem Supermarkt im Grunde genommen dasselbe, egal wo man lebt oder gerade unterwegs ist. Das Angebot ist also ausreichend. Uns geht es daher primär darum, was die Menschen daraus machen. Wir möchten sie ermutigen, sich ausgewogener zu ernähren und ihre Einkaufs- und Kochgewohnheiten umzustellen.“

Wunderbare Westküste

Ein spannendes Ziel – nicht nur aus kulinarischen Gründen – für eine Kanadareise ist die Westküste. Sie ist Hochburg der LOHAS („Lifestyle of Health and Sustainability“) und dementsprechend stoßen Vegetarier hier auf großes Verständnis. Selbst bei den Takeouts gibt es immer auch vegane Varianten, auch was Süßigkeiten und Kuchen betrifft. Ein besonderer Ort ist Tofino in British Columbia, ein winziges, abgelegenes Örtchen an der Westküste Vancouver Islands. Unberührte Natur, Weite und wenig Menschen – wer von den brodelnden Metropolen des Landes genug hat, kann sich hier zurückziehen und wunderbar entspannen. Hier, wo einige der weltweit letzten intakten Regenwälder der gemäßigten Breiten auf den Pazifik sowie kilometerlange, unberührte Sandstrände treffen, ist die Luft, die man einatmet, frisch und klar.

Das Leben in Tofino wird an der Natur ausgerichtet – das gilt auch für die Esskultur. Die Einheimischen und Gastronomen der Ortschaft legen großen Wert auf lokale Produkte. Wer statt der Küste lieber die Natur im Landesinneren vorzieht, sollte sich die Nationalparks in Jasper und Banff in den kanadischen Rocky Mountains anschauen. Fjorde, wunderschöne Seen und riesige Wälder – besondere Naturschauspiele sind hier zu bewundern.

Für Vegetarier und Veganer lohnt sich ein Besuch im vegetarischen Restaurant „Nourish Bistro“. Wer sich selbst versorgen will, sollte einen „Whole Foods Market“ aufsuchen. Bio-Supermärkte sind an Kanadas Westküste keine Seltenheit. Bewusst sein sollte man sich allerdings: Gutes, gesundes Essen kostet etwas in Kanada. Bio-Produkte sind nicht billig. Aber warum sollte man sich nicht einfach auch mal etwas Gutes gönnen und bewusst genießen? Und Ahornsirup als Mitbringsel nicht vergessen.

 

Interview: „Es gibt genügend vegetarische Optionen“

Ella Grigorovici ist in der Reise- und Tourismus-Branche tätig und betreut Kunden an Kanadas Westküste. Im Interview verrät sie, was Vegetarier in Kanada erwartet.

Ella Grigorovici, wie einfach oder schwierig ist es, als Vegetarier in Kanada zu reisen?

Insbesondere in Großstädten wie Toronto oder Vancouver gibt es genügend vegetarische Optionen, sowohl was Lokale als auch Supermärkte anbelangt. Bioläden wie „Whole Foods“ sind ein Schlaraffenland: Hier können sich Reisende nicht nur mit entsprechenden Lebensmitteln, sondern auch mit warmen Gerichten und frischen Salaten zum Mitnehmen eindecken.

Welche Speisen mögen die Kanadier?

Die kanadische Küche ähnelt der amerikanischen, deren Vorliebe für Burger, Pommes Frites – oft auch in der wertvolleren Süßkartoffel-Variante als „Yam Fries“ – und üppigen Süßspeisen wie Pies oder Muffins bekannt ist. Wobei, jede Provinz weist Besonderheiten auf: Québec etwa ist berühmt für seine „Montreal Bagels” und die „Poutine”, das sind mit topfenartigem Käse und Bratensauce übergossene Pommes Frites. Auch hiervon werden inzwischen vegetarische Versionen angeboten. In British Columbia findet sich ein riesiges Angebot an asiatischen Lokalen, was sicherlich auf die hohe Anzahl asiatisch-stämmiger Kanadier zurückzuführen ist.

Gibt es etwas, auf das Sie sich besonders freuen, wenn Sie an der Westküste sind?

Als Erstes stelle ich mich in der Schlange des „Tacofino Trucks” an, wo die feinsten Tacos und Burritos im Stil der BajaCalifornia locken – die gibt es übrigens auch in veganer Ausführung mit schwarzen Bohnen und Guacamole. Zum Nachtisch pilgere ich ins „SoBo“. Ehemals ein Food Truck, ist es heute ein gemütliches Restaurant inmitten von Tofino. Die üppigen Mandel-Brownies und veganen Cookies sind sagenhaft. Der beste Ausblick auf den Strand Chesterman Beach und seine Surfer lässt sich vom „Wickaninnish Inn” aus genießen.

Text und Interview: Christine Eisenbeis

Entnommen aus: VF 01-16

Seidentofu: Cremiger Alleskönner

Seidentofu: Cremiger Alleskönner

Egal ob in süßen Nachspeisen oder herzhaften Brotaufstrichen: Mit seiner zartcremigen, feinen Konsistenz ist Seidentofu für viele Rezepte eine Bereicherung. Wir haben unseren Helden der Küche genauer unter die Lupe genommenund geschaut, was in ihm steckt.

Tofu hat eine mehrere Tausend Jahre alte Tradition und kommt ursprünglich aus Asien. Der auch als Sojaquark bezeichnete Tofu besteht aus Sojabohnen, Wasser und Salz. Dafür quellen die Sojabohnen einige Stunden in Wasser auf, werden anschließend zerquetscht, kurz aufgekocht und gefiltert. Der Seidentofu wird in Japan und Korea mit Meerwasser hergestellt. Durch ein natürliches Mineralsalz, z.B. Nigari (Magnesiumchlorid), das in die gewonnene Sojamilch gegeben wird, gerinnt diese. Die entstandene Molke wird abgetrennt und die übrig gebliebene Masse gepresst.

Beim Seidentofu findet das Gerinnen der Sojamilch direkt in der Verpackung statt und das Pressen der Masse ist weniger stark. Zudem wird er nicht, wie der feste Tofu, abgetropft. Dabei entsteht ein weiches, geleeartiges und stichfestes Produkt, das an Joghurt oder Vanillepudding erinnert, da der Seidentofu mehr Flüssigkeit enthält als die anderen Tofusorten. Seidentofu schmeckt im Gegensatz zu dem festen Tofu neutral und kann wunderbar in Desserts, Saucen, Dips oder Shakes verwendet werden.

Was steckt drin?

Seidentofu enthält eine große Menge Eiweiß und hochwertige pflanzliche Aminosäuren. Er ist leicht verdaulich, enthält wenig Fett und kein Cholesterin. Zudem ist er reich an B-Vitaminen, Vitamin E, Calcium, Kalium, Folsäure, Zink und Magnesium. Besonders das enthaltene Eisen (100 g Seidentofu enthalten 1,2 mg Eisen) ist gerade für Vegetarier und Veganer interessant. Dabei wird empfohlen, den Tofu mit etwas Vitamin-C-haltigem zu essen, damit das Eisen auch gut vom Körper aufgenommen werden kann. So bietet es sich an, einen Seidentofu-Dip mit frischer Paprika zu servieren. Auch für Laktoseintolerante und Kuhmilchallergiker ist der seidige Tofu ein toller Ersatz für Joghurt und Quark. Übrigens: Säuglinge und Kleinkinder sollten generell keine Sojaprodukte bekommen, da in ihnen hormonähnliche sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind. Diese Phytoöstrogene können bei einer hohen Aufnahme einen Einfluss auf die Entwicklung der Geschlechtsorgane haben.

Seidentofu in der Küche

Seidentofu kann man im Bio-Laden oder im Reformhaus kaufen, wo er meist im Kühlregal zu finden ist. Wird er geöffnet, sollte er in einer geschlossenen Dose im Kühlschrank gelagert und rasch verarbeitet werden, da er sehr eiweißreich und leicht verderblich ist. So bleibt er ca. vier bis fünf Tage frisch. Das können Sie auch überprüfen: die Farbe sollte noch cremig-weiß ohne Flecken und der Duft neutral sein. Der weiche Seiden-Tofu ist wunderbar für Süßspeisen oder als Alternative zur Herstellung von Veggie-Mayo, Kräuterdips oder Brotaufstrichen geeignet. In Japan wird er gerne ganz traditionell in der Misosuppe als Einlage gegessen.

Auch für herzhafte Füllungen in Quiches oder auf einem Flammkuchen ist der cremige Tofu ein echter Renner. Nur zum Braten oder Kochen ist er nicht so gut geeignet, da er dabei schnell zerfällt. Als vegane „Rühreivariante“ kann der Tofu aber durchaus in der Pfanne landen: Dazu Tofu in der Pfanne mit Gewürzen wie Kurkuma und Salz mischen und erhitzen. Mit Kräutern und Tomatenwürfeln bestreut servieren.

Iris Lange-Fricke

Entnommen aus VF 4-14