Tag : Vegetarisch

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Parmigiano Reggiano

Parmigiano Reggiano – kaum eine Spezialität ist so mit Italien und der mediterranen Küche verbunden wie der aromatische Hartkäse aus Norditalien. Er trägt seit 1996 das EU-Gütesiegel „Geschützte Ursprungsbezeichnung“ und darf ausschließlich in den Regionen Parma, Reggio Emilia, Modena, Bologna und Mantua nach traditionellem Rezept und aus regionaler Milch hergestellt werden.

Parmigiano Reggiano ist ein Klassiker der mediterranen Küche, hergestellt aus Rohmilch von vier regionalen Kuhrassen, Lab und Salz. Die Kühe bekommen ausschließlich frisches Gras, Heu oder Luzerne aus der Region. Dadurch ändern sich der Geschmack und die Farbe des Käses im Wandel der Jahreszeiten. Jede Art von Silage (Gärfutter) sowie fermentiertes Futter oder Futtermittel tierischen Ursprungs ist untersagt.

Reife und Herstellung

Die Reifezeit in den Käsereien der Region beträgt zwischen 12 und 48 Monaten. Nach der Mindestreifezeit von einem Jahr wird jeder Käselaib einzeln von einem Experten, dem Battitore, einer genauen sensorischen Prüfung unterzogen. Nur einwandfreie Laibe erhalten den Stempel, der den Käse als Parmigiano Reggiano auszeichnet. Durch seine traditionelle Herstellung in Handarbeit und seine regionalen Zutaten besitzt Parmigiano Reggiano die Fähigkeit, eine sehr lange Zeit zu reifen. Während der Reifezeit entwickelt der Parmigiano Reggiano einen vollmundigen, salzigen, nussig-süßen Geschmack, in dem sich eine ganze Reihe von Aromen vereinen.

Würziger Geschmack

Je länger der Käse reift, desto intensiver und würziger wird sein Geschmack. Ein 12 Monate gereifter Parmigiano ist im Geschmack am mildesten. Nach 15 bis 18 Monaten entwickeln sich im Parmigiano Reggiano Kristalle der Aminosäure Tyrosin – sie sind ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Anzahl und Größe dieser als kleine weiße Punkte im Käse erscheinenden Kristalle nehmen mit fortschreitender Reifung zu.
Je nach Reifezeit spricht man von Parmigiano Reggiano Nuovo (12 Monate), Vecchio (24 Monate), Stravecchio (36 Monate) oder Stravecchione (48 Monate). Äußerst selten findet man einen Parmigiano Reggiano Extra Stravecchione, dieser reift 72 Monate. Nur sehr wenige Erzeuger lassen den Käse über eine so lange Zeit (sechs Jahre) reifen.

Sehr beliebt

Die Italiener lieben Parmigiano Reggiano. Welchen Reifegrad und welche Form (gerieben, geschmolzen oder gebrochen) sie verwenden, richtet sich nach dem Rezept, das zubereitet werden soll. Für einen Aperitivo zum Beispiel wird er als Vecchio, gebrochen vom Stück zu einem schönen Glas Wein gereicht. Traditionelle Nudelgerichte werden mit geriebenem Vecchio verfeinert.

Parmigiano Reggiano sollte immer am Stück gekauft und unmittelbar vor dem Genuss zerkleinert werden. Lässt man ihn 30 Minuten vor dem Verzehr bei Raumtemperatur atmen, entfaltet sich sein unverwechselbarer Geschmack optimal.

Text und Fotos: www.livingpress.de / Parmigiano Reggiano

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Sommersalat mit Chia-Dressing

Ein leichter Sommersalat mit Chia und Maracujasaft.

Zutaten für 4 Portionen

1 Kopf

Blattsalat

2 Karotten (Möhren)

3 Radieschen

Marinade

150 ml Maracujasaft

Salz

Pfeffer

Zucker

5 g Chiasamen

4 EL Fandler Chiaöl

ZUBEREITUNG

1. Maracujasaft mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

2. Chiasamen unterrühren und 10 Minuten quellen lassen.

3. Blattsalat putzen, waschen und in grobe Stücke zupfen.

4. Karotten putzen, schälen und grob reiben.

5. Radieschen putzen und in Streifen schneiden.

6. Chiaöl unter das Dressing mischen und über dem gemischten Salat verteilen.

 

Rezept und Foto: Öhlmühle Fandler / www.fandler.at

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Rotkohl-Slaw-Wraps mit Lupine

Wer wenig Zeit hat, für den sind die Rotkohl-Slaw-Wraps mit Lupine genau das Richtige.

Zutaten Für 4 Portionen

Für den Rotkohl-Slaw

500 g Rotkohl

Salz

2 Möhren

1 rote Zwiebel

4 Stängel Petersilie

Für das Dressing

200 g Mango
(Fruchtfleisch ohne Stein)

80 g Mandelmus (aus dem Glas)

2 EL Olivenöl

4 EL Apfelessig

Salz, Pfeffer

Für die Wraps

200 g Lupinenfilet (Bioladen)

1 EL Olivenöl

4 Tortillas (Weizenfladen
à 25 cm Durchmesser)

Außerdem Butterbrotpapier

Zubereitung:

Rotkohl-Slaw:

1. Vom Rotkohl die äußeren Blätter entfernen, den Kohl waschen, putzen, vierteln und den Strunk keilförmig herausschneiden.
Die Kohlblätter quer in feine Streifen schneiden. In einer großen Schüssel mit 1 TL Salz mischen und mit den Händen (am besten mit Küchenhandschuhen arbeiten!) ca. 5 Min. kräftig kneten.

2. Die Möhren putzen, schälen und grob raspeln. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Petersilie abbrausen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen und fein hacken.

3. Möhren, Zwiebel und Petersilie zum Rotkohl geben und mischen.

Dressing:

1. Die Mango schälen, Fruchtfleisch grob würfeln.

2. Mit dem Mandelmus, Olivenöl und Essig in einem Rührbecher mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

3. Das Dressing unter die Kohlmischung mengen und
ca. 15 Min. ziehen lassen.

Wraps:

1. Das Lupinenfilet in feine Streifen schneiden und im heißen Öl in einer Pfanne bei mittlerer bis starker Hitze 2–3 Min. unter Wenden braten, warm halten.

2. Die Tortillafladen nach Packungsangabe in der Pfanne oder im Ofen erwärmen, jeweils ein Viertel vom Salat und von den Lupinenstreifen darauf verteilen. Die Wraps fest einrollen, in Frischhaltefolie wickeln. Zum Servieren mit -einem scharfen Messer schräg halbieren und am unteren Ende in Butterbrotpapier wickeln.

Zeit: ca. 30 Minuten Pro Portion: ca. 535 kcal, 22 g E, 27 g F, 51 g KH

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 4/2019

Organic Artichokes on  rustic wooden board

Allroundtalent aus dem Süden

Die Artischocke gilt als Delikatesse und Heilpflanze. Von ihrem besonderen Geschmack und ihren positiven Eigenschaften können wir das ganze Jahr über profitieren.

Brokkoli und Blumenkohl sind hierzulande bekannt – doch die Artischocke fristet immer noch ein Schattendasein. Dabei ist sie genau wie die anderen beiden Gemüsesorten eine distelartige Pflanze und gehört zur Familie der Korbblütler. Die Heimat der Artischocke ist der östliche Mittelmeerraum, aber in welchem Land die Artischocke genau ihren Ursprung hat und seit wann es sie überhaupt gibt, ist nicht bekannt. Eins steht jedoch fest: Bereits die Ägypter und Römer schätzten ihren Geschmack und ihre heilende Wirkung. Allgemein gilt die Artischocke als Delikatesse, die weltweit angebaut werden kann. Sie gedeiht überall dort, wo mildes Klima herrscht, da sie frostempfindlich ist und die Wärme liebt. In Europa wird die Artischocke in Italien, Spanien oder Frankreich angebaut. Auch in Deutschland können Artischocken angepflanzt werden, auch wenn die Gegebenheiten nicht optimal sind. Im Handel sind Artischocken das ganze Jahr über erhältlich, da sie in den Anbauländern zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden. In den Monaten Oktober bis Juli kommen die bei uns erhältlichen Artischocken vorwiegend aus Italien und Spanien und von April bis Dezember meistens aus Frankreich. Die kleinen, jungen Artischocken sind bereits im Frühling auf dem Markt erhältlich und gelten als Delikatesse. Das Besondere an ihnen ist ihr intensiver und kräftiger Geschmack sowie die Tatsache, dass sie ohne große Verarbeitung und inklusive ihres Stiels gekocht oder gebraten -werden können.

Vielfalt an Sorten

Grundsätzlich existieren mehrere Sorten der Artischocke, deren Blätter sortenabhängig grün oder violett verfärbt sind. Im Allgemeinen werden Artischocken je nach Anbaugebiet nach Form, Farbe und Größe unterschieden. Es gibt Sorten mit rundem, zylindrischem oder oval geformtem Blütenkopf. Die Form des Blütenkopfs ist entscheidend für die Größe des fleischigen -Blütenbodens. Da die runden Sorten den größten aufweisen, sind diese bei uns beliebter als die anderen beiden -Formen. Die Blätter der Artischocke -liegen dachziegelartig übereinander. An ihrem unteren Ende weisen sie -fleischige, essbare Verdickungen auf. In geöffnetem Zustand leuchtet der Blütenstand der Artischocke intensiv. Eine einzelne -Artischocke wiegt bis zu 500 Gramm und kann 12 bis 13 Zentimeter groß werden. Die Artischockenpflanze kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Die Knospen werden in geschlossenem -Zustand geerntet.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Artischocke sich fest anfühlt und schwer in der Hand liegt. Dabei sollten die Außenblätter nicht verfärbt und eingetrocknet sein, da dies ein Zeichen für eine falsche Lagerung ist. Ein wichtiges Indiz ist der Stiel der Artischocke. Dieser gilt als Wasserspender für die Knospe. Je länger der Stiel, desto länger bleibt die Artischocke frisch. Grundsätzlich neigt die Artischocke schnell zum Austrocknen, weshalb sie im Idealfall am Kauftag zubereitet werden sollte. In ein feuchtes Tuch gewickelt, hält sie sich aber auch wenige Tage im Gemüsefach.

Kulinarischer Genuß

In der Küche ist die Artischocke ein wahres Allroundtalent und sehr vielseitig einsetzbar. Durch ihren aromatischen, süßlichen bis leicht herben Geschmack verfeinert sie die meisten Gerichte. Dabei gelten die Blätter im Vergleich zu den Artischockenherzen als milder im Geschmack. Die Artischocke kann gekocht, frittiert oder gebraten zubereitet werden. Besonders gut passt sie zu Fleisch, anderen Gemüsesorten, Nudeln und Kartoffeln. Auch als Belag auf Pizza oder als -Bestandteil einer Tarte ist sie sehr beliebt. Die Blätter eignen sich gut als Vorspeise, wenn sie zusammen mit Dips serviert werden. Darüber hinaus können junge Artischocken auch in rohem Zustand mit etwas Olivenöl oder in Salaten verzehrt werden.

Svenja Humme

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 04/2019

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Upside-Down-Rhabarberkuchen

Bevor die Rhabarber-Saison am 24. Juni endet – hier schnell ein köstliches Rezept:

Upside-Down-Rhabarberkuchen

Zutaten für eine Spring- oder Brownie-Form:

Für den Teig:

– 250 g gemahlene Mandeln

– 100 g Mehl

– 150 g Zucker

– 4 Eier

– 1 Bio-Zitrone

– 1 TL Backpulver

Außerdem:

500 g Rhabarber

– 25 g Zucker

– 2 EL Butter

Zubereitung:

1. )Den Ofen auf 180°C vorheizen. Zwei oder drei Rhabarberstangen in 1 cm dicke Streifen schneiden. Die Form mit 2 EL Butter einfetten, besonders großzügig auf dem Boden der Form. Den Zucker darauf verteilen, dann den geschnittenen Rhabarber dicht an dicht hineinlegen. Die Reste vom Rhabarber und die übrigen Stangen fein würfeln, sie werden später unter den Teig gemischt.

2.)Eier und Zucker mit dem Mixer schaumig schlagen, bis die Masse hellgelb und luftig geworden ist. Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Schale und Saft zusammen mit den Mandeln, dem Mehl und dem Backpulver dazugeben. Alles kurz mit dem Mixer verrühren. Zum Schluss den klein geschnittenen Rhabarber unterrühren.

3.) Den Teig vorsichtig auf dem Rhabarber in der Backform verteilen und glatt streichen. Für etwa 50 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!). Sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt, die Ränder mit einem Messer von der Form lösen und ihn vorsichtig auf eine Kuchenplatte stürzen. Falls der Rhabarber beim Stürzen in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann man die Fehler ganz einfach mit einer Gabel oder den Fingern richten.

Rezept und Foto: BVEO / www.deutsches-obst-und-gemuese.de

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Tomaten

Ob Cherrystrauchtomate, Rispentomate, Strauchtomate, Cherry-Datteltomate, Kirschtomate, Flaschen- oder Fleischtomate – mit durchschnittlich 8,3 kg Pro-Kopf-Verbrauch ist das leuchtend rote Nachtschattengewächs das erklärte Lieblingsgemüse der Deutschen.

Als Nachtschattengewächs gehört die Tomate auch in die Kategorie des sogenannten Fruchtgemüses und ist deshalb mit Auberginen, Gurken, Kürbissen und Zucchini verwandt.

Tomaten werden hierzulande von April bis Oktober geerntet – allein 2016 waren das mehr als 85.000 Tonnen! Auffällig ist, dass sich gerade die Snack-Tomate mehr und mehr als gesundes Trend-Gemüse in Deutschland durchsetzt. Ihr Marktanteil ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und lag 2016 bei 53,6%.

Lagerung

Am besten werden Tomaten außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt. Bei Zimmertemperatur halten Tomaten bis zu 2 Wochen. Im Kühlschrank verlieren sie, des Weiteren, schnell ihr Aroma und ihre Haltbarkeit. Außerdem sollten Tomaten abseits von anderem Obst und Gemüse aufbewahrt werden. Grund hierfür ist das Hormon Ethylen, das von Tomaten verströmt wird: Es beschleunigt den Stoffwechsel von Obst und Gemüse und somit die Reifung – wodurch sich die Haltbarkeit natürlich verkürzt.

Ernährung & Gesundheit

Tomaten enthalten, neben viel Vitamin C und Folsäure, das B-Vitamin Folat. Außerdem ist der Farbstoff Lykopin in Tomaten enthalten, welcher für die rote Farbe verantwortlich ist. Dieser kann als leichter Sonnenschutz im Körper wirken.

Verwendung

Aufgrund der hohen Vielfalt der Tomatensorten, gibt es ebenfalls eine ebenso hohe Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten. Sie lassen sich geschmacklich mit fast Allem kombinieren, ob überbacken, als Beilage zu Fisch- und Fleischgerichten oder roh im Salat, vieles ist möglich.

Noch mehr Informationen zu Tomaten und leckere Rezepte bei „Deutschland Mein Garten“ (BVEO) www.deutsches-obst-und-gemuese.de

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Cremige Süßkartoffel-Karottensuppe

Eine köstliche Suppe, die den Geschmack Asiens perfekt einfängt.

Zutaten für 4 Portionen

400 g Süßkartoffeln, geschält und -gewürfelt

200 g Karotten, geschält und gewürfelt

1 EL Sesamöl

1 EL Erdnussöl

2 Zwiebeln, fein gehakt

1 EL Gelbe Currypaste

2 EL Kurkuma

1 EL Palmzucker

1 Messerspitze Kreuzkümmel

300 ml Gemüsebrühe

500 ml Kokosmilch

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

1 EL Sojasauce

Zum Servieren:

1 Bund Thaibasilikum

Kürbiskernöl

Zubereitung

1. Den Ofen auf 220 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. In einer Schüssel die Kartoffel- und Karottenstücke mit dem Sesamöl, Kurkuma und dem Kreuzkümmel mischen.

2. Die marinierten Kartoffel- und Karottenstücke nun auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Für 20 Minuten im Ofen backen.

3. In der Zwischenzeit das Erdnussöl in einem Topf erhitzen und darin die Zwiebeln zusammen mit dem Palmzucker leicht andünsten. Den Knoblauch hinzugeben und für eine Minute mit anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Nun kommen noch die Kokosmilch und die Gelbe Currypaste hinzu. Alles bei mittlerer Hitze gut umrühren.

4. Das Gemüse aus dem Ofen in den Topf geben. Mit einem Pürierstab pürieren und mit Sojasauce abschmecken. Die Suppe mit frischem Thaibasilikum und etwas Kürbiskernöl servieren.

Zeit: circa 30 Minuten
(inklusive Kochzeit)

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 2/2019

Rezept und Foto: www.lovefoodasia.com

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Mairüben

Die Mairübe oder Mairübchen, auch Navette genannt, ist eine Gemüsepflanze mit essbarer Wurzel. Sie ist eine besondere Form der Speiserübe.

Mairüben sind Gemüsepflanzen mit essbarer Wurzel. Sie ist eine besondere Form der Speiserübe. Mairüben tragen ihren Namen, weil sie im Mai geerntet werden. Bereits in der Antike wurde sie verwendet und vor der Einführung der Kartoffel war sie von besonderer Wichtigkeit im europäischen Raum. Mairübchen gibt es in weiß und mit rötlicher Färbung, letztere werden auch Navetten genannt.

Lagerung der Mairübe

Die Rüben bleiben ein bis zwei Wochen nach der Ernte im Kühlschrank frisch, es empfiehlt sich allerdings das Laub vor der Lagerung zu entfernen, da dies die Lagerungsfähigkeit verlängert. Auf das Waschen der Rüben vor der Lagerung sollte man ebenfalls verzichten, da sie sonst schnell weich und schrumpelig werden. Alternativ können Mairüben auch in feuchtem Sand eingeschlagen und anschließend in einer Kiste gelagert werden.

Verwendung der Mairübe

Mairüben sind ein eher traditionelles Gemüse, weshalb sie in gängigen Kochbüchern eher selten anzutreffen ist. Sie können sowohl gekocht als auch roh verzehrt werden. Bei Letzterem empfiehlt es sich die Mairübe zu schälen, da sie eine sehr feste Schale besitzt. Die Mairübe enthält Senföle, die für eine leichte Schärfe sorgen. Darüber hinaus sind Mairüben besonders zart.

Veggiekowski Küche

Fleischlos unter Tage

Daniel Molitor aus Bottrop ist „Veggiekowski“. Neben seinem Beruf als Bergmann betreibt der 30-Jährige einen Foodblog, in dem er die Vielfalt der veganen Küche präsentiert.

Der Amerikaner konnte es nicht glauben. Für ihn war es unverständlich, weshalb Daniel Molitor kein Bier trank, keine Zigaretten rauchte, ja – noch nicht einmal Chips und Burger essen wollte. Fünf Jahre ist das jetzt her, Molitor war damals gerade mit seinen Eltern auf einer Rundreise durch die USA. Der Amerikaner war völlig perplex und nannte den seltsamen Deutschen fortan nur noch „Health Nut“. Was man wohl am ehesten mit „Gesundheitsfreak“ übersetzen kann. Er wäre wohl noch erstaunter gewesen, wenn er gewusst hätte, welchen Beruf Molitor ausübt. Der Bottroper ist nämlich Bergmann, er arbeitet als Elektriker unter Tage und ist dort unter anderem für die Wartung der Förderbänder zuständig. Schon sein Urgroßvater war als Bergarbeiter tätig gewesen, wie auch alle Generationen nach ihm. „Er hat damals mitgeholfen, die Zeche aufzubauen und jetzt mache ich hier bald den Deckel drauf“, sagt er. Schließlich wird die Kohleförderung im Ruhrgebiet Ende 2018 endgültig eingestellt.

Unter den verbliebenen Bergleuten gibt es immer noch viele, deren tägliche Kost aus Wurst und Schaschlik besteht, aus Pommes rot-weiß oder Eisbein mit Sauerkraut. Bei Daniel Molitor geht es dagegen fleischlos zu. Wenn der 30-Jährige seine Dubbeldose auspackt, wie die Menschen im Ruhrgebiet die Tupperbox nennen, dann kann er sich eines mitleidigen Blickes seiner Kollegen gewiss sein. „Wenn ich erzähle, dass ich Veganer bin, dann bekomme ich oft erst einmal Mitleid. So, als ob ich an einer unheilbaren Krankheit leiden würde“, erzählt der Bergmann. Gerade in seinem Beruf sei die Annahme immer noch weit verbreitet, die einzig wahre Ernährung sei die Fleischliche. Allerdings würde sich das gerade ändern: „Die Jüngeren achten immer mehr auf eine gesunde Ernährung“, so Molitor. Neulich brachte er pflanzliches Mett auf Reiswaffelbasis mit zur Arbeit, die Kollegen durften sich bedienen. „Den meisten ist gar nicht aufgefallen, dass es kein richtiges Mett war“, sagt er. „Solche Momente sind toll, weil sie zeigen, dass man auch mit veganer Ernährung auf nichts verzichten muss.“

Videos zeigen die Vielfalt der fleischlosen Küche

Als „Veggiekowski“ betreibt Daniel Molitor nebenbei einen Foodblog auf Facebook, zudem veröffentlicht er regelmäßig Videos zur veganen Küche auf Youtube. Nicht, um andere zu missionieren. Seine Freundin zum Beispiel isst, wenn sie bei ihren Eltern zu Besuch ist, immer noch Fleisch. „Ich akzeptiere das“, sagt Molitor. „Ich verurteile niemanden, der nicht vegan oder vegetarisch lebt. Aber ich möchte mit meinen Beiträgen dazu beitragen, dem einen oder anderen die Augen zu öffnen und ihm zu zeigen, wie vielfältig die fleischlose Küche sein kann.“

Als Jugendlicher war Daniel Molitor noch recht pummelig gewesen, weil er regelmäßig Fast Food aß und so gut wie nie selbst gekoche. „Ich habe damals eigentlich nur Mist gegessen“, sagt er rückblickend. Später begann er mit Sport, was auch Spaß machte, doch sichtbare Erfolge stellten sich zunächst nicht ein. „Ich war immer noch eine ziemlich schlaffe Nudel“, erzählt er. Beim Aufnahmetest für die Grubenwehr, also die Feuerwehr unter Tage, fiel er glatt durch, weil er die zweistündige Übung bereits nach 40 Minuten abbrechen musste. „Am fehlenden Sport konnte es nicht liegen. Also blieb nur meine Ernährung“, so der Mann aus dem Ruhrpott. Fortan achtete er penibel darauf, was er zu sich nahm. Er stellte seine Ernährung um, aß weniger Kohlenhydrate, dafür mehr Proteine – und postete seine Gerichte im Internet. So kam er zu seinem ersten Foodblog, für den er den Spitznamen wählte, den man ihm einst in den USA gegeben hatte: „Health Nut“.

Sein Hund machte ihn zum Veganer

Eins war ihm damals schon wichtig: Sämtliche Rezepte wurden „selbst gekocht, selbst gegessen und selbst für gut befunden“, berichtet Molitor stolz. Bis heute scheut er sich nicht vor Experimenten: „Wenn man erst einmal ein besseres Verständnis dafür hat, was gut ist, dann fängt man auch an, einfach auszuprobieren: Was lässt sich kombinieren, was lässt sich wodurch ersetzen?“ Er verschweigt aber nicht, dass er sich dabei auch den ein oder anderen Fehlgriff leistete. Etwa, als er eines Tages Pizzateig aus Sojamehl herstellen wollte, was im Ofen später fürchterlich stank. „Das hat geschmeckt wie ein Schlag ins Gesicht“, sagt er.

Zu diesem Zeitpunkt war seine Ernährung zwar schon ausgewogener und gesünder, aber sein Speiseplan enthielt immer noch Fleisch. Gerade seine Burger machten ihn berühmt, mit ihnen schaffte er es sogar bis ins WDR-Fernsehen. Dann aber legten seine Freundin und er sich einen Hund zu: Lenny, einen Dackelmischling. „In diesem Moment hat bei mir ein Umdenken stattgefunden. Ich konnte nicht den Hund streicheln und das Schwein oder das Kalb essen. Man kann doch nicht das eine Tier umsorgen und gleichzeitig sagen, alle anderen Lebewesen wären einem egal – das ist doch krank. Ich wollte ein guter Mensch sein, aber in dieser Hinsicht war ich bis dahin eine ziemliche Niete gewesen“, sagt er.

Praktisch von einem Tag auf den anderen hörte Daniel Molitor auf, Fleisch zu essen. Schnell merkte er: „Ich vermisse nichts! Es gibt so viele andere leckere Sachen, da muss man nur ein wenig kreativ sein.“ Burger macht er immer noch gern, nur jetzt eben als Falafel-Burger auf Bohnen- oder Linsenbasis. Seine Fans warten immer schon ungeduldig auf das neue Rezept. Und auch einige seiner Kumpels hat er mittlerweile überzeugt. Zwischen Weihnachten und Neujahr veranstalten sie immer eine Pokerrunde mit Frühschoppen zu der jeder etwas mitbringt. Molitor hatte einen veganen Brunch zubereitet. „Niemand hat gemäkelt, dass ihm etwas fehlt. Wirklich allen hat es geschmeckt.“

Philip Häfner

Entnommen aus vegetarisch fit Ausgabe 04/2018

Italienischer Radicchio

Radicchio

Das italienische Salatgemüse Radicchio erkennt man schnell an seiner markanten roten Farbe. Auch geschmacklich heben sich die bitteren Blätter von anderen Salaten ab.

Anbau und Ernte

Wir bauen zwei Typen von Radicchio an: Den runden Typ „Chioggia“ sowie den schlanken Typ „Treviso“. Beide Typen zeichnen sich durch die tiefrote Farbe aus. Radicchio reagiert sehr empfindlich auf extreme Witterungsbedingungen, ausgeglichenes Klima trägt nachhaltig zur Anbausicherheit bei.

Zubereitungs- und Frischetipps

Waschen Sie die Blätter gründlich, aber nicht zu lange – am besten im stehenden Wasser. Man sollte nicht den Fehler machen, die Bitterstoffe durch langes Wässern der Salatblätter auszulaugen, denn dabei werden auch die wertvollen Vitamine mit fortgeschwemmt. Besser ist es, gegen die Bitterkeit geschmackliche Kontrapunkte zu setzen, beispielsweise durch die Zugabe von etwas Zucker ans Dressing.

Aroma: … leicht bis stark bittere Note, würzig und herb

Lagerung: … schnell verbrauchen, bei richtiger Lagerung etwa 2–3 Tage im Kühlschrank haltbar

Saison: … in der Zeit von Juni bis Oktober frisch vom Feld

tipp: Süßes Obst balanciert die Bitternote aus, wie etwa im Orangen-Radicchio-Salat.