Tag : Vitalstoffe

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Kohlrabi: Knackige Knolle

Schön saftig, süßlich im Geschmack und mit einem leicht scharfen Aroma – so lieben wir den Kohlrabi, der aber auch mit seinen inneren Werten punkten kann.

Ein kleines Geheimnis umgibt die Variante der Gemüsegattung Kohl, denn die ursprüngliche Herkunft des Kohlrabis ist noch ungeklärt. Der früheste Beleg, eine Zeichnung in einem europäischen Kräuterbuch, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Aber auch im Mittelmeerraum und in Mittelasien wurde die knackige Knolle erwähnt. In Deutschland verbreitete sich der Kohlrabi hauptsächlich im 19. Jahrhundert und gilt seither vielfach als typisch deutsches Gemüse. Der deutsche Name „Kohlrabi“ wurde zudem in zahlreichen anderen Sprachenübernommen.

Zum Verzehr geeignet ist der oberirdisch wachsende, verdickte Sprossabschnitt, der in der Regel einen Durchmesser von ca. 15cm hat, es gibt je nach Sorte aber auch dickere Exemplare. An diesem Abschnitt sitzen auch die ca. 20-30 cm langstieligen grünen Blätter, die ebenfalls schmackhaft und genießbar sind. Der süßliche, leicht scharfe Geschmack und die knackige, saftige Textur erinnern an eine Mischung aus Rübe und Rettich.

Im Supermarkt, Bio-Laden oder auf dem Wochenmarkt–überall kann man Kohlrabi, meist aus deutschem Anbau, kaufen. Regionale Frischware gibt es zwischen Mai und November. Neben30 weißen Sorten werden in Deutschland auch 14 blaue Kohlrabi-Sorten angebaut. Dabei wird meistens der Frühlings- und Sommerkohlrabi mit seiner zart grünen, hellen Farbe und den Blättern angeboten. Zudem gibt es im Herbst geernteten Lagerkohlrabi, der bis in den Winter noch schön knackig bleibt.

Inhaltsstoffe

Die Kohlrabiknolle ist besonders reich an den Mineralstoffen Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Darüber hinaus sind viele Vitamine enthalten, insbesondere Vitamin C, Vitamin A, VitaminB1 und Vitamin B2. Weiterhin enthält das schmackhafte Gemüse Senföle, die antioxidativ, immunstärkend und darmregulierend wirken. Die Blätter werden häufig weggeworfen. Das allerdings ist schade, denn verglichen mit der Knolle weisen die Kohlrabiblätter einen doppelt so hohen Vitamin C-Gehalt auf und der Vitamin A-Gehalt beträgt sogar das 100-fache. Der Calcium- und der Eisen-Gehalt liegen mit der 10-fachen Dosis ebenfalls höher. Daher empfiehlt es sich, neben der Sprossachse auch die dunkel grünen Blätter zu verwenden – zum Beispiel für ein würziges Pesto.

Einkauf/Lagerung

Zu kaufen gibt es Kohlrabi das ganze Jahr über. Regionale Knollen bekommt man zwischen Mai und November. Der junge Kohlrabi ist noch zart und mild. Je länger die Saison dauert, desto fester und größer ist das Gemüse. Sind die Blätter kräftig und saftig, ist der Kohlrabi frisch. Kohlrabi mit welken Blättern, kaputter Schale und holzigen Stellen sollten nicht im Einkaufskörbchen landen. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt das Gemüse 5-10 Tage frisch und knackig.

Verwendung/Verarbeitung

Die Knollen werden geschält und als Rohkost z. B. als Knabbergemüse oder grobgeraspelt als Salat verzehrt. Dazu passt ein Dip aus Avocado oder ein Dressing aus Mandelmus, Zitrone und Walnussöl. Wird Kohlrabi in Scheiben, Würfel oder Stifte geschnitten, schmeckt er leicht angedünstet, angebraten, im Ofen gebacken oder gekocht sehr gut. Gegart ist er besser bekömmlich. Dabei kann der Kohlrabi als klassische Gemüsebeilage z.B. mit Fenchel oder als Püree mit Kartoffeln gereicht werden. Zudem eignet er sich für Eintöpfe, Suppen, gefüllt mit Grünkern oder Linsen sowie Aufläufe, z.B. mit Süßkartoffeln oder Kartoffeln. Kohlrabi harmonisiert dabei hervorragend mit Kokosmilch, Ingwer, Apfel, Thymian oder Linsen. Das Grün schmeckt gut im Smoothie, als Pesto oder im Salat.

Kleiner Tipp: Streuen Sie feingehackte Kohlrabiblätter wie Kräuter über die Gerichte. Mit dem etwas schärferen und herben Geschmack bekommen Sie so Pepp und eine Extraportion Vitalstoffe.

Iris Lange-Fricke

Beitrag entnommen aus: VF 05-15

Basische Ernährung - Alles in Balance?

Basische Ernährung – Alles in Balance?

Sauer macht bekanntlich lustig. Das ist aber nicht immer richtig, denn säurebildende Nahrungsmittel können uns auch schlapp und müde machen. Eine basenreiche Ernährung hilft, den Säure-Basen-Haushalt in Balance zubringen. Kombiniert man dazu „Superfoods“, wird der Körper ausreichend mit Vitalstoffen versorgt.

Der Säure-Basen-Haushalt funktioniert wie das oberste Management im Körper und hält durch biochemische Prozesse den Ablauf des Stoffwechsels aufrecht. Je nach Aufgabe im Körper wird entweder eine saure oder basische Umgebung benötigt. Damit die Säuren- und Basenkonzentration im Körper in Balance vorliegt, muss das Säure-Basen Gleichgewicht dabei immer wieder reguliert werden. Je nach der Zusammensetzung der Speisen werden aus mineralstoffreichen Lebensmitteln eher Basen und aus kohlenhydrat- und eiweißreichen Lebensmitteln eher Säuren gebildet. Die Säuren binden sich an die Basen, um diese auszuscheiden. Sind zu viele Säuren im Körper unterwegs, können die Basen das Gleichgewicht nicht mehr richtig in Balance bringen.

Sauer und nicht lustig

Essen wir zu viele säurebildende Lebensmittel wie z.B. Fleisch, Milchprodukte, Eier, Fisch, Zucker, Alkohol oder Kaffee kann ein Ungleichgewicht entstehen. Vegetarier sind dabei schon gut aufgestellt, aber auch Getreide, Hülsenfrüchte und einige Gemüsearten können säuernd sein. Bei einer „Übersäuerung“ fühlen wir uns verstärkt müde und schlapp. Die Stimmung kann sich verschlechtern und der Stoffwechsel verlangsamt sich, die Haut wirkt fahl und blass. Man ist anfälliger für Infektionen und kann unter Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen, Rückenschmerzen und anderen Beschwerden leiden.

Basischer Ausgleich

Die Balance der Säuren und Basen können wir mit einer vorwiegend basischen Ernährung mit Gemüse, Obst, Kartoffeln und anderen pflanzlichen Lebensmitteln unterstützen. Der Körper wird entlastet, der Stoffwechsel aktiviert und die Verdauung angeregt. Wir spüren mehr Energie, mehr Leistungsfähigkeit und die Haut wirkt frischer.

Sie müssen aber nicht 100 Prozent auf basische Lebensmittel setzen. Wenn der basenbildende Teil bei 80 und der säurebildende Teil bei 20 Prozent liegt, wird das gut ausgeglichen. So ist es kein Problem, wenn auch mal Eier, Hülsenfrüchte oder Milchprodukte auf den Teller kommen oder ein Glas Wein bzw. ein Stück Schokolade genossen wird. Kaffee kann gut mit reichlich Flüssigkeit wie Wasser oder Kräutertee ausgeglichen werden. Den Schokoriegel am Abend können ein Smoothie, Knabbergemüse oder Trockenobst wiederwettmachen.

Tipp: Sie können Ihren Säure-Basen-Zustand mit einem pH-Messstreifen aus der Apotheke im Urin testen. Morgens wird der Wert naturgemäß sauer sein und bei ca.6,5 liegen. Liegt der pH-Wert im Laufe des Tages weiter unter 7, wird es Zeit für eine basenreiche Ernährung.

Iris Lange-Fricke

Beitrag entnommen aus: VF 04-14